
Trotz anhaltender Schwierigkeiten auf der PDC Pro Tour stand Pero Ljubic beim Poland Darts Masters kürzlich auf der großen World-Series-Bühne. In Gliwice traf der Kroate in der ersten Runde auf Michael van Gerwen und sorgte mit seinem Auftritt für Aufsehen. Der dreifache Weltmeister setzte sich zwar mit 6-4 durch, sorgte aber vor allem mit scharfen Worten gegen seinen Gegner für Schlagzeilen.
„Das war überhaupt kein gutes Spiel. Pero muss froh sein, dass er ein Leg gewonnen hat. Pero ist kein guter Spieler. Pero ist ein Kneipenspieler – das wissen wir alle“, polterte van Gerwen nach dem Match. „Ich bin nicht hart – er ist ein netter Mann, aber wenn man eine Triple-12 anstatt einer Triple-20 wirft, dann muss man zurück an die Dartscheibe… Ich bin derjenige, der schuld ist. Aber ich habe Pero heute gut aussehen lassen. Er hat ein paar Legs gewonnen, und es fühlt sich an wie sein Geburtstag!“
"Michael und ich kennen uns schon lange"
Der überraschend giftige Ton sorgte für breite Kritik. Ljubic selbst nahm die Attacke jedoch sportlich und bemüht gelassen – in einem Interview mit dem Portal Okiem Darta gab er sich versöhnlich.

„Michael und ich kennen uns schon lange – wir lachen gerne. Es steckte keine böse Absicht hinter seinen Worten“, erklärte Ljubic. „Er war einfach frustriert über seine eigene Leistung, und das verstehe ich.“
Auch van Gerwen habe seine Worte im Nachhinein bereut: „Um ehrlich zu sein, hat sich Michael sofort bei mir entschuldigt. Wie gesagt, wir kennen uns gut, und ich weiß, dass er es nicht böse gemeint hat“, so Ljubic weiter. „Bei einem späteren Gespräch hat er mich sogar noch motiviert. Er ist ein wirklich anständiger Kerl und ein erstklassiger Spieler – man sollte also nicht zu hart über ihn urteilen. In solchen Momenten können die Emotionen hochgehen.“
Ljubic plädiert für mehr Verständnis – auch im Umgang mit impulsiven Reaktionen. „Für mich zählt vor allem die Ehrlichkeit einer Person – nicht das, was im Internet steht. Wie ich bereits erwähnt habe, hat er seine Worte bereut und sich entschuldigt. Das reicht mir“, sagt der Kroate. „Noch einmal: Man sollte nicht zu schnell urteilen – in solchen Momenten können die Emotionen überhand nehmen.“
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








