„Michael ist zu groß für solche Aussagen“ – Vincent van der Voort kritisiert Michael van Gerwen nach Seitenhieb gegen Pero Ljubic
PDC
Michael van Gerwen setzte sich in der ersten Runde des Poland Darts Masters zwar mit 6-4 gegen den Kroaten Pero Ljubic durch – doch das sportliche Ergebnis rückte schnell in den Hintergrund. Für mehr Aufsehen sorgte eine spitze Bemerkung des Niederländers: Van Gerwen bezeichnete seinen Gegner im Anschluss als „Kneipen-Darter“. Eine Aussage, die nicht nur bei Fans, sondern auch bei Weggefährten Stirnrunzeln auslöste.
Vincent van der Voort, enger Freund und langjähriger Kollege von van Gerwen, äußerte im Podcast Darts Draait Door deutliche Kritik. „Ich denke, das war eher Frust über seine eigene Leistung, den er am Gegner ausgelassen hat“, sagte van der Voort, der in Polen vor Ort war, um seinen Landsmann zu unterstützen. „Das ist einfach nicht richtig. Ljubic steht auf der Bühne, kämpft, verliert nur knapp – und wird danach öffentlich abgekanzelt. Was soll er denn dagegen tun?“
„Er sollte besser abwägen“
Van der Voort räumte ein, dass Ljubic seit dem Gewinn seiner Tour Card im Januar nicht in Topform sei. Bis Mitte Mai verlor der Kroate sämtliche Partien, vor allem bei den Pro Tour-Events. Dennoch hält der Niederländer die abfällige Bemerkung seines Freundes für überflüssig.

„Ich weiß, wie Michael ist – er sagt oft direkt, was er denkt. Und das gehört auch zu seinem Charakter. Aber in diesem Fall war es nicht nötig. Besser wäre es gewesen, zu sagen: ‚Ich habe schlecht gespielt, aber trotzdem gewonnen.‘ Jeder ist für seine Worte verantwortlich. Auch mir wird manchmal vorgeworfen, ich hätte mich besser ausdrücken sollen.“
Vor Ort konfrontierte van der Voort seinen Freund noch am Abend: „Ich habe ihn gefragt: ‚Musst du das wirklich sagen? Willst du damit von deiner eigenen Leistung ablenken?‘ Michael ist zu groß, um jemanden wie Ljubic öffentlich anzugreifen.“
Solche Momente seien bei Van Gerwen nicht neu, erinnert sich Van der Voort. „Etwas Ähnliches hat er damals mit Jules van Dongen in den USA gemacht. Das scheint ein Teil seiner Persönlichkeit zu sein. Aber ich finde: Er sollte besser abwägen, wann er solche Dinge sagt.“
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








