„Er muss unbedingt einen Abend gewinnen, nur Spiele reichen nicht“ – Luke Humphries droht Play-off-Aus in der Premier League
PDC
Die Zeit wird knapp für Luke Humphries in der Premier League Darts. Die aktuelle Nummer zwei der Welt sieht die Play-off-Plätze langsam aus den Händen gleiten, während die Sorge wächst, dass „etwas nicht ganz stimmt“ beim Weltmeister von 2024.´
Nach zehn Spieltagen steht „Cool Hand Luke“ auf einem enttäuschenden siebten Rang. Ein Tagessieg fehlt weiterhin, und damit steigt der Druck in Richtung Play-offs. Seit Woche sieben hat Humphries kein Spiel mehr in der Premier League gewonnen, wodurch der Rückstand auf den Vierten, Michael van Gerwen, inzwischen auf fünf Punkte angewachsen ist. Seine Chancen auf die Teilnahme an den Play-offs in der The O2 Arena hängen dadurch am seidenen Faden.
Schmerzhafter Rückschlag in Brighton
Den jüngsten Nackenschlag kassierte Humphries in Brighton, wo er in einem Thriller mit 5:6 gegen Jonny Clayton unterlag. „The Ferret“ entschied das Duell mit einem spektakulären Bullseye-Finish im alles entscheidenden Leg, nachdem Humphries einen Matchdart vergeben hatte.
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Kommentator Chris Murphy erkennt deutliche Anzeichen, dass es beim Engländer nicht wie gewohnt läuft. „Ich weiß nicht genau, was das Problem ist, aber es wirkt, als stimme etwas nicht ganz“, sagte Murphy im Love the Darts-Podcast. „Von allen Spielern außerhalb der Play-off-Plätze ist er aber derjenige, der durchaus zwei Abende in Folge gewinnen und sich wieder nach oben katapultieren kann.“
Laut Murphy gibt es noch keinen Grund zur Panik, doch der Spielraum schrumpft. „Es ist noch keine komplette Krisensituation, aber die Zeit wird knapp. Er muss einen Abend gewinnen. Es geht nicht nur darum, Matches zu holen — er braucht wirklich einen Wochentitel, um weiterzukommen.“

Humphries hat nach zehn gespielten Wochen noch immer keinen Tagessieg in dieser Premier League Saison eingefahren
Andere Denkweise abseits des Darts
Experte Michael Bridge wirft eine andere Perspektive auf die Situation. Seiner Ansicht nach spielt auch das Leben abseits des Boards eine Rolle. „Luke dominiert nicht mehr so, wie er es zuvor tat. Er nimmt sein Leben neben dem Darts wieder mehr auf — er geht nach Aintree und Cheltenham — daher glaube ich nicht, dass ihn noch alles so trifft wie früher.“
Bridge vermutet, dass Humphries schlicht weniger hungrig ist. „Er wird mit Sicherheit noch eine Serie hinlegen wollen, aber ich glaube nicht, dass es ihn zerbrechen wird, wenn er die Top Vier verpasst. Nicht so wie vor ein paar Jahren. Diese Niederlage in Brighton wird wehgetan haben, ihn aber nicht aus der Bahn werfen.“
An diesem Donnerstagabend erhält Humphries eine neue Chance, Punkte zu sammeln. In seinem ersten Match des Abends muss er jedoch im Hexenkessel – der Ahoy-Arena in Rotterdam – mit Gian van Veen fertigwerden, der vor heimischem Publikum zusätzlich motiviert sein wird.
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Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









