Am Freitagabend wurde in Leverkusen die zweite Hälfte der Erstrundenpartien der
European Darts Open ausgetragen. Nachdem am Nachmittag bereits Dragutin Horvat und Jan Schmidt in die zweite Runde eingezogen waren, griffen mit
Max Hopp, Martin Schindler,
Dominik Grüllich und Daniel Klose vier weitere deutsche Spieler ins Turniergeschehen ein.
Den Auftakt in den Freitagabend bei den
European Darts Open machte ein starker Kim Huybrechts. Gegen den European-Tour-Debütanten Samuel Price ließ der Belgier nichts anbrennen und gewann souverän mit 6:1. Huybrechts spielte einen Average von 91 Punkten, während der Engländer unter der Marke von 80 Punkten blieb.
Im zweiten Spiel stand Daryl Gurney am Oche. Der Nordire verpasste auf den letzten Drücker die Qualifikation für das World Matchplay und möchte sich nun nicht nur für den World Grand Prix qualifizieren, sondern auch sein bislang enttäuschendes Jahr noch retten. Sein Gegner Maik Kuivenhoven erwischte jedoch den deutlich besseren Start und checkte 156 Punkte zum 2:1. Vor allem auf die Doppel präsentierte sich der ehemalige World-Cup-Sieger ungewohnt anfällig. Kuivenhoven nutzte das konsequent aus, zog nach mehreren Doppelfehlern auf 4:2 davon und erhöhte mit einem 112er-Finish auf 5:2. Am Ende machte der Niederländer den verdienten 6:3-Erfolg mit einem 80er-Checkout in zwei Darts perfekt.
Das dritte Spiel entwickelte sich zu einem echten Drama. William O’Connor ging zunächst mit 3:1 in Führung, ehe Sebastian Bialecki die Partie inklusive eines 148er-Checkouts drehte und selbst mit 4:3 in Front ging. O’Connor kämpfte sich zurück und führte mit 5:4, vergab jedoch seinen ersten Matchdart bei einem 130er-Finish auf der Doppel 5. Als Bialecki seinen ersten Dart für den möglichen Decider geworfen hatte, brach ein Schreiber am Board zusammen. Nach einer kurzen Unterbrechung wurde die Partie fortgesetzt. Beide Spieler vergaben zahlreiche Doppeldarts, O’Connor ließ dabei drei weitere Matchdarts ungenutzt. Am Ende setzte sich Bialecki im Decider auf der Doppel 6 durch und zog in die zweite Runde ein.
Anschließend betrat mit Max Hopp der große Publikumsliebling die Bühne in Leverkusen. Der „Maximiser“ startete hervorragend und nahm Rob Cross direkt das erste Leg mit einem Break auf der Doppel 20 ab. Anschließend traf Hopp erneut die Doppel 20, ehe auch Cross erstmals auf die Doppel kam. Vor allem in seinen Anwurflegs überzeugte der Deutsche und erhöhte mit einem 100er-Checkout auf der Doppel 16 auf 4:2. Cross blieb dran und verkürzte mit der Doppel 18 auf 3:4. Doch erneut hielt Hopp sein Anwurfleg souverän und stellte mit der Doppel 4 auf 5:3. Als Cross in seinem Leg das Bullseye verfehlte, machte Hopp mit einem starken 87er-Checkout auf der Doppel 9 den 6:3-Sieg perfekt. Der Deutsche überzeugte dabei mit einem Average von 95 Punkten.
Die Partie zwischen Joe Cullen und Charlie Manby entwickelte sich anschließend zu einem echten Schnellfeuer-Duell, da beide Spieler in hohem Tempo werfen. Cullen erwischte den besseren Start und bestrafte die Doppelfehler seines Gegners konsequent. So zog er auf 4:0 davon, ehe Manby mit einem 146er-Checkout auf 1:4 verkürzte. Nach Cullens 5:1 startete „Champaign“ eine beeindruckende Aufholjagd. Er checkte nacheinander 164, 124 und 106 Punkte – die letzten beiden Finishes jeweils über das Bullseye – und verkürzte auf 4:5. Cullen ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und machte den 6:4-Erfolg schließlich auf der Doppel 20 perfekt.
Im nächsten Spiel traf der formstarke Kevin Doets auf den deutschen Nachrücker Dominik Grüllich. Für Grüllich verläuft das Jahr 2026 bislang nicht nach Wunsch, doch der Start in die Partie gelang ihm hervorragend. Er ging mit 2:0 in Führung und nutzte die Fehler seines Gegners konsequent zum 3:1. Anschließend drehte Doets jedoch auf, fand seine Sicherheit auf die Doppel wieder und stellte auf 4:3. Grüllich hielt dagegen und glich mit der Doppel 10 zum 4:4 aus. Am Ende war Doets mit einem Average von 98 Punkten jedoch zu konstant und setzte sich mit 6:4 auf der Doppel 20 durch.
Danach stand Niko Springer am Oche, der frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt war und auf Darius Labanauskas traf. Der Spieler aus Siefersheim ließ dem Litauer von Beginn an keine Chance. Springer eröffnete die Partie mit zwei 180ern und einem 12-Darter. Auch danach spielte er auf höchstem Niveau weiter und verpasste lediglich ein 164er-Checkout auf das Bullseye zum 3:0. Labanauskas verkürzte zwar auf 1:2, doch Springer antwortete mit einem 13- und einem 14-Darter zur 4:1-Führung. Zwar gelang dem Litauer noch das 2:5, doch Springer machte den 6:2-Erfolg schließlich mit einem 70er-Checkout und einem 15-Darter perfekt. Mit einem Average von 105,21 Punkten stellte er den Bestwert des Tages auf.
Überzeugter bei seinem Auftakt in Leverkusen: Niko Springer
Im letzten Spiel des Abends traf Daniel Klose auf Niels Zonneveld. Beide Spieler kamen gut in die Partie, doch der Niederländer erspielte sich eine 2:0-Führung. Klose meldete sich mit einem starken 164er-Checkout zum 1:2 zurück und verkürzte anschließend auf der Doppel 10 auf 2:3. Danach vergab der Deutsche jedoch gleich vier Darts auf den Ausgleich, wodurch Zonneveld mit einem 11-Darter auf 5:2 davonzog. Am Ende checkte der Niederländer 80 Punkte über die Doppel 20 und machte den 6:2-Erfolg perfekt. Klose musste sich damit trotz eines starken Averages von 98 Punkten geschlagen geben.