Kim Huybrechts hat sich überzeugend für die zweite Runde der
European Darts Open qualifiziert. Der erfahrene Belgier nutzte seine Routine optimal und setzte Samuel Price, der sein Debüt auf der European Tour gab, von Beginn an unter Druck. Im Anschluss betonte Huybrechts, dass genau diese Erfahrung letztlich den Unterschied ausmachte.
Für Spieler, die zum ersten Mal auf einer European Tour-Bühne stehen, prasselt viel auf sie ein. Die Kulisse, das Publikum und die Nervosität machen ein solches Debüt alles andere als einfach. Huybrechts weiß das nur zu gut, denn auch er stand einst zum ersten Mal auf dieser Bühne.
„Ich erinnere mich noch gut an mein eigenes Debüt“, sagte der Belgier nach seinem Auftaktmatch bei den
European Darts Open. „Beim ersten Mal ist man unglaublich nervös. Sobald man die Bühne betritt und das Publikum sieht, spürt man die Anspannung sofort. Zum Glück habe ich inzwischen die nötige Erfahrung gesammelt, und die hat mich heute über die Ziellinie gebracht.“
Diese Erfahrung spielte laut Huybrechts eine wichtige Rolle bei seinem Sieg. Mit einem starken Start ließ er seinem Gegner kaum die Möglichkeit, in die Partie zu finden. Gerade gegen einen Debütanten ist eine gute Anfangsphase oft entscheidend, weil der Druck dann nur noch weiter steigt.
Schöne Erinnerungen
Obwohl Huybrechts seit vielen Jahren auf höchstem Niveau mitspielt, blickt er noch immer mit Freude auf die zahlreichen European Tour-Turniere zurück, an denen er teilgenommen hat. Der Belgier stand 2015 sogar im Finale dieses Events, das damals noch an einem anderen Ort ausgetragen wurde.
Als er gefragt wurde, ob solche Erinnerungen ein besonders gutes Gefühl vermitteln, reagierte Huybrechts mit einem Lächeln. „Willst du etwa sagen, dass ich alt bin?“, witzelte er.
Danach wurde er wieder ernst. „Ich reise nun seit sechzehn Jahren auf dem Profi-Circuit. Natürlich bedeuten manche Orte und Turniere mehr als andere. Aber ich habe das Gefühl, dass ich ein zweites Kapitel meiner Karriere begonnen habe. Ich will wieder neue Finals spielen, neue Titel gewinnen und meinen Namen erneut in die Siegerliste eintragen. Ich bin definitiv noch nicht fertig.“
Kim Huybrechts trifft in der zweiten Runde auf Jermaine Wattimena
Vorfreude auf das Duell mit Wattimena
Dieser Anspruch wird am Samstag direkt auf die Probe gestellt. In der zweiten Runde wartet ein Duell mit Landsmann
Jermaine Wattimena, einem Spieler, der für sein hohes Tempo und seine offensive Spielweise bekannt ist.
Huybrechts erwartet daher eine attraktive Partie. „Wenn es draußen vierzig Grad ist, willst du eigentlich nicht gegen Jermaine Wattimena spielen“, lachte er. „Dann spielst du lieber gegen Mickey Mansell, damit du zwischendurch noch einmal durchatmen kannst.“
Trotz des Humors hat Huybrechts großen Respekt vor seinem nächsten Gegner. „Jermaine ist ein großartiger Spieler. Ich werde mein bestes Niveau abrufen müssen, um ihn zu schlagen. Aber ich spiele in letzter Zeit selbst auch sehr gut. Er weiß das, ich weiß das auch. Ich denke, es wird ein schönes Spiel.“
Mit diesen Worten strahlte der Belgier vor allem Selbstvertrauen aus. Sein Sieg in der ersten Runde bestätigt die gute Form, in der er sich derzeit befindet. Wenn er dieses Niveau halten kann, ist Huybrechts auch in der zweiten Runde ein ernsthafter Kandidat für den Einzug in die nächste Turnierphase.