Gerwyn Price fordert radikale Premier-League-Reform mit Royal-Rumble-ähnlichem Spiel: „Niemand weiß, wer jede Woche der Überraschungsherausforderer sein wird“

PDC
Montag, 18 Mai 2026 um 12:30
Gerwyn Price (2)
Gerwyn Price sorgt kurz vor den Play-offs in der The O2 erneut für Gesprächsstoff. Während die PDC am aktuellen Premier-League-Format festhält, wächst die Kritik vieler Fans, die das System als vorhersehbar und ausgelutscht empfinden. Price, der selbst in zwei Wochen um den Titel spielt, nutzt den Moment, um seine Vision einer komplett neuen Premier League zu präsentieren – und die hat es in sich.
Der Waliser schöpft offenbar Inspiration aus dem Showevent Armageddon in Leicester. Dort trat Nathan Aspinall gegen einen geheimen Gegner an, der erst mit dem Abnehmen der Kapuze enthüllt wurde: Es war Price selbst. Genau dieses Überraschungsmoment möchte The Iceman in die Premier League übertragen.

Price fordert 16-Spieler-Modell und wöchentlichen Herausforderer

Price schlägt ein Format vor, in dem insgesamt 16 Spieler beteiligt sind. An jedem Premier-League-Abend tritt ein neuer Herausforderer auf, während der Sieger der Vorwoche weiterspielt. Der Clou: Niemand weiß vorher, wer der Überraschungsgegner ist. Der Gewinner erhält einen WWE-ähnlichen Gürtel, Preisgeld und einen festen Platz in der Premier League des Folgejahres.
Gerwyn Price schaut aufmerksam.
Gerwyn Price präsentiert ein neues Premier-League-Format.
Für Price klingt das nicht nach einer Spinnerei, sondern nach einer echten Chance, frischen Wind in die Liga zu bringen. Gleichzeitig zeigt er sich offen für eine weniger radikale, aber dennoch deutliche Veränderung: die Rückkehr zum alten Format mit zehn Spielern, bei dem jeder pro Abend ein Match bestreitet.
Auf Facebook formulierte er es klar: „Zurück zum alten Format mit zehn Spielern, die pro Abend jeweils ein Spiel bestreiten.“ Nach neun Wochen würden die beiden Letztplatzierten ausscheiden, bevor das System in die bekannte K.-o.-Phase übergeht. Zusätzlich soll ein Royal-Rumble-ähnliches Match für Spannung sorgen – Woche für Woche, zwischen Spiel zwei und drei.
Der Sieger dieses 16‑wöchigen Royal Rumbles bekäme den Gürtel, Preisgeld und einen Premier-League-Startplatz. Die Herausforderer sollen sich aus den Top Acht der Ein-Jahres-Order of Merit sowie den acht bestplatzierten Spielern außerhalb des Premier-League-Feldes zusammensetzen. Insgesamt wären also 26 Weltklassespieler involviert – ein Format, das Price als „perfekte Mischung aus Überraschung und sportlicher Härte“ beschreibt.

Wiederkehrende Duelle sorgen für Frust – Price will die Lösung liefern

Die Kritik an der aktuellen Premier League ist nicht neu. Viele Fans bemängeln, dass sich die gleichen Paarungen Woche für Woche wiederholen. Wenn Littler, Humphries und Price zusätzlich große Teile der World Series bestreiten, treffen dieselben Spieler auch dort ständig aufeinander. Das große Fight-Feeling, das Boxen oder UFC auszeichnet, geht verloren. Stattdessen entsteht eine Übersättigung, die selbst Topduelle entwertet.
Price’ Vorschlag zielt genau darauf ab, diese Monotonie aufzubrechen. Weniger Wiederholungen, mehr Überraschungen, mehr Spieler, mehr Geschichten – und ein Format, das die Premier League wieder zu einem echten Event macht.
Die PDC argumentiert regelmäßig, Fans wollten vor allem einen Sieger sehen. Doch wenn die Tickets ohnehin Monate im Voraus ausverkauft sind, stellt sich die Frage, ob dieses Argument wirklich trägt. Price liefert jedenfalls einen mutigen Gegenentwurf, der die Premier League wieder zu dem machen könnte, was sie einmal war: ein Spektakel, das jede Woche neue Spannung verspricht.
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Aktuelle Kommentare

Loading