Gerwyn Price riskiert Kollision zwischen den Play-offs der Premier League und einem Poolturnier: „Ich bin dort, um zu gewinnen“

PDC
Freitag, 01 Mai 2026 um 23:02
Gerwyn Price
Gerwyn Price hat sich auf dem Weg zum Saisonende der Premier League Darts 2026 in eine bemerkenswerte Lage manövriert. Der Waliser, der derzeit klar auf Kurs für die Top Vier liegt, hat bestätigt, dass er später in diesem Monat am UK Open Pool Championship teilnimmt. Dieses Turnier überschneidet sich jedoch mit den Play-offs in der O2 Arena in London, was zu einer kniffligen Entscheidung führen könnte.
Nach dreizehn Spieltagen steht Price in der Zwischenwertung auf Rang drei und scheint auf dem Weg zu einer Rückkehr zum Finalabend der prestigeträchtigen Dartsserie. Dennoch steht seine Teilnahme plötzlich in Frage, da das Poolturnier vom 25. bis einschließlich 30.05.2026 stattfindet, während das Premier-League-Finale für den 28.05.2026 angesetzt ist.
Price macht kein Geheimnis daraus, dass er seinen Start beim Poolturnier ernst meint. Der ehemalige Weltmeister im Darts hat in jüngerer Zeit wachsendes Interesse an diesem Spiel entwickelt und sieht die UK Open als Chance, sich auch dort mit der Spitze zu messen. „Ich war bei der Mosconi Cup und habe Interesse an Nine-Ball-Pool bekommen. Ich erhielt eine Einladung für die UK Open, also ja, die nehme ich mit beiden Händen an und ich gehe voll dafür“, erklärte er bei Sky Sports.
Es ist klar, dass Price nicht nur Erfahrung sammeln will. „Ich bin dort, um zu gewinnen. Ich fahre nicht hin, wenn ich nicht denke, dass ich gewinnen kann. Ich bin ziemlich gut, aber sie sind auch starke Spieler, doch ich reise an, um zu gewinnen.“ Diese Mentalität kennzeichnet den früheren Rugbyspieler, der sich bereits erfolgreich zum Top-Darter umschulte. Dennoch schafft diese Entscheidung nun ein potenzielles Problem in seinem Terminkalender.

Komplexes Puzzle in einer vollen Phase

Das Format des UK Open Pool Championship macht die Lage zusätzlich kompliziert. Das Turnier wird im Double-Elimination-Modus gespielt, was bedeutet, dass Spieler nach einer frühen Niederlage eine zweite Chance erhalten. Dadurch könnte Price länger im Turnier bleiben, zugleich schrumpft aber die Flexibilität in Richtung der entscheidenden Phase der Premier League.
Price ist sich der Herausforderung bewusst und versucht, beide Verpflichtungen zu kombinieren. „Hoffentlich erreiche ich erst die Play-offs. Aber ich denke, dass ich, wenn das gelingt, beim Poolturnier vielleicht am Dienstag spielen kann. Es ist Double Elimination, also bin ich so oder so ein paar Tage dabei.“ Das lässt jedoch rund um den Finalabend in London wenig Spielraum. Je weiter er in beiden Turnieren kommt, desto schwieriger wird es, beide Wege parallel zu gehen.
Trotz der möglichen Überschneidung ist Price bei seinen Prioritäten eindeutig. „Hundert Prozent. Das ist meine Existenzgrundlage“, sagt er über seine Darts-Verpflichtungen. „Ich bin dort, um die Premier League zu gewinnen, wenn ich mich qualifiziere. Aber ja, ich werde auch ein Auge auf das Pool richten.“
Das Timing dieser Entscheidung macht die Lage besonders interessant. Price befindet sich nämlich in der Premier League in einer starken Position und hat sein Schicksal weitgehend in eigener Hand. Auch wenn er nicht Woche für Woche so dominiert wie manche Konkurrenten, hat er konstant gepunktet und sich fest in den Top Vier etabliert.
Mit der lauernden Konkurrenz bleibt jeder Spieltag entscheidend. Ein Ausrutscher kann große Folgen haben, zumal Spieler wie Luke Humphries und Michael van Gerwen auf einen Platz in den Play-offs drängen.
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