„Es tut noch immer weh“ – Noa-Lynn van Leuven meldet sich nach Ausschluss von der Women’s Series zu Wort
PDCNoa-Lynn van Leuven hat sich nach der Entscheidung der Professional Darts Corporation, sie nicht länger für die Women’s Series zuzulassen, öffentlich zu Wort gemeldet. Die Niederländerin, die Anfang April darüber informiert wurde, dass sie nicht länger an den Frauenturnieren der PDC teilnehmen darf, schilderte in den sozialen Medien, wie belastend die vergangenen Wochen für sie gewesen sind.
Die 29-Jährige war infolge einer kurzfristigen Regelanpassung von der Teilnahme an der Frauen-Tour ausgeschlossen worden. Künftig ist diese Turnierserie ausschließlich Spielerinnen vorbehalten, die als Frau geboren wurden. Für van Leuven bedeutete dies das abrupte Ende ihrer Einsätze auf dem PDC-Frauencircuit. Seitdem bleibt ihr nur noch der Start in offenen Wettbewerben, in denen keine geschlechtsspezifische Trennung vorgenommen wird.
Persönliche Worte nach Wochen der Stille
Nach einer Phase weitgehender öffentlicher Zurückhaltung meldete sich van Leuven nun mit einer persönlichen Botschaft zurück. „Ja, es war hier ein bisschen ruhig. Das Leben hat mir eine unerwartete Wendung beschert, und ich brauchte einen Moment, um mich davon zu erholen“, schrieb sie. „Aber ich bin zurück. Habt ihr mich vermisst? Ich verarbeite noch immer die Entscheidung der PDC, und das war nicht einfach. Es tut noch immer weh. Doch tief in mir weiß ich, dass ich noch nicht bereit bin, dieser Sportart den Rücken zu kehren.“

Noa-Lynn van Leuven hat sich nach ihrem Ausschluss aus der Women’s Series öffentlich zur Entscheidung der PDC und deren Auswirkungen auf ihre Karriere geäußert
Die Auswirkungen der Entscheidung machten sich unmittelbar bemerkbar. Während zuvor ein dicht gefüllter Turnierkalender auf der Frauen-Tour ihren Saisonverlauf bestimmte, brach ein Großteil ihrer geplanten Einsätze schlagartig weg. Die neue Regelung betrifft dabei nicht nur ihre persönliche Situation, sondern setzt zugleich einen Rahmen für zukünftige Fälle ähnlicher Art.
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Als bislang einzige bekannte Transgender-Spielerin im internationalen Darts wurde van Leuven direkt von der Anpassung erfasst. Die Entscheidung löste innerhalb der Szene zahlreiche Diskussionen aus, für die Niederländerin selbst stand jedoch zunächst die Verarbeitung der persönlichen Konsequenzen im Mittelpunkt.
Gleichzeitig machte sie deutlich, dass die Veränderungen sie dazu gezwungen haben, ihre sportliche Zukunft neu zu strukturieren. „Mit dem Inkrafttreten der Regel wurde auch mein Kalender leerer. Ich habe diese Zeit genutzt, um die WDF-Tour zu sondieren und neue Möglichkeiten im Darts zu erkunden. Und lasst mich sagen: Da kommen ein paar schöne Dinge auf mich zu.“
Neuer Kurs und Abschied von langjährigem Partner
Neben den sportlichen Einschnitten brachte die vergangene Zeit auch Veränderungen abseits der Bühne mit sich. So beendete van Leuven nach mehreren Jahren die Zusammenarbeit mit ihrem Ausrüster. „Ich möchte mich auch bei Cosmo Darts bedanken. Nach drei fantastischen Jahren ist es Zeit, Lebewohl zu sagen.“
Die Kooperation mit dem japanischen Hersteller war ein wichtiger Bestandteil ihrer Entwicklung auf der Tour. Entsprechend erinnerte sich van Leuven an einen prägnanten Moment aus dieser gemeinsamen Phase: „Sie haben mich mit den besten Darts unterstützt, und dafür werde ich ihnen immer dankbar sein. Ich weiß noch genau, wie ich mein erstes Set Pfeile bekam, ein paar Minuten bevor ich nach Hildesheim zur Women’s Series musste. Dort gelang mir irgendwie ein so starker Lauf, der mich direkt zum World Matchplay brachte. Solche Momente werde ich nie vergessen.“
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










