„Es tut noch immer weh“ – Noa-Lynn van Leuven meldet sich nach Ausschluss von der Women’s Series zu Wort

PDC
durch Nic Gayer
Freitag, 01 Mai 2026 um 18:00
Noa-Lynn van Leuven (1)
Noa-Lynn van Leuven hat sich nach der Entscheidung der Professional Darts Corporation, sie nicht länger für die Women’s Series zuzulassen, öffentlich zu Wort gemeldet. Die Niederländerin, die Anfang April darüber informiert wurde, dass sie nicht länger an den Frauenturnieren der PDC teilnehmen darf, schilderte in den sozialen Medien, wie belastend die vergangenen Wochen für sie gewesen sind.
Die 29-Jährige war infolge einer kurzfristigen Regelanpassung von der Teilnahme an der Frauen-Tour ausgeschlossen worden. Künftig ist diese Turnierserie ausschließlich Spielerinnen vorbehalten, die als Frau geboren wurden. Für van Leuven bedeutete dies das abrupte Ende ihrer Einsätze auf dem PDC-Frauencircuit. Seitdem bleibt ihr nur noch der Start in offenen Wettbewerben, in denen keine geschlechtsspezifische Trennung vorgenommen wird.

Persönliche Worte nach Wochen der Stille

Nach einer Phase weitgehender öffentlicher Zurückhaltung meldete sich van Leuven nun mit einer persönlichen Botschaft zurück. „Ja, es war hier ein bisschen ruhig. Das Leben hat mir eine unerwartete Wendung beschert, und ich brauchte einen Moment, um mich davon zu erholen“, schrieb sie. „Aber ich bin zurück. Habt ihr mich vermisst? Ich verarbeite noch immer die Entscheidung der PDC, und das war nicht einfach. Es tut noch immer weh. Doch tief in mir weiß ich, dass ich noch nicht bereit bin, dieser Sportart den Rücken zu kehren.“
Noa-Lynn van Leuven hat sich nach ihrem Ausschluss aus der Women’s Series öffentlich zur Entscheidung der PDC und deren Auswirkungen auf ihre Karriere geäußert
Noa-Lynn van Leuven hat sich nach ihrem Ausschluss aus der Women’s Series öffentlich zur Entscheidung der PDC und deren Auswirkungen auf ihre Karriere geäußert
Die Auswirkungen der Entscheidung machten sich unmittelbar bemerkbar. Während zuvor ein dicht gefüllter Turnierkalender auf der Frauen-Tour ihren Saisonverlauf bestimmte, brach ein Großteil ihrer geplanten Einsätze schlagartig weg. Die neue Regelung betrifft dabei nicht nur ihre persönliche Situation, sondern setzt zugleich einen Rahmen für zukünftige Fälle ähnlicher Art.
Als bislang einzige bekannte Transgender-Spielerin im internationalen Darts wurde van Leuven direkt von der Anpassung erfasst. Die Entscheidung löste innerhalb der Szene zahlreiche Diskussionen aus, für die Niederländerin selbst stand jedoch zunächst die Verarbeitung der persönlichen Konsequenzen im Mittelpunkt.
Gleichzeitig machte sie deutlich, dass die Veränderungen sie dazu gezwungen haben, ihre sportliche Zukunft neu zu strukturieren. „Mit dem Inkrafttreten der Regel wurde auch mein Kalender leerer. Ich habe diese Zeit genutzt, um die WDF-Tour zu sondieren und neue Möglichkeiten im Darts zu erkunden. Und lasst mich sagen: Da kommen ein paar schöne Dinge auf mich zu.“

Neuer Kurs und Abschied von langjährigem Partner

Neben den sportlichen Einschnitten brachte die vergangene Zeit auch Veränderungen abseits der Bühne mit sich. So beendete van Leuven nach mehreren Jahren die Zusammenarbeit mit ihrem Ausrüster. „Ich möchte mich auch bei Cosmo Darts bedanken. Nach drei fantastischen Jahren ist es Zeit, Lebewohl zu sagen.“
Die Kooperation mit dem japanischen Hersteller war ein wichtiger Bestandteil ihrer Entwicklung auf der Tour. Entsprechend erinnerte sich van Leuven an einen prägnanten Moment aus dieser gemeinsamen Phase: „Sie haben mich mit den besten Darts unterstützt, und dafür werde ich ihnen immer dankbar sein. Ich weiß noch genau, wie ich mein erstes Set Pfeile bekam, ein paar Minuten bevor ich nach Hildesheim zur Women’s Series musste. Dort gelang mir irgendwie ein so starker Lauf, der mich direkt zum World Matchplay brachte. Solche Momente werde ich nie vergessen.“
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