Van Leuven mit sofortiger Wirkung von der Teilnahme an Frauenturnieren der PDC ausgeschlossen; Verband übernimmt neue Richtlinien zur Zulassung von Transgender-Personen

PDC
Donnerstag, 09 April 2026 um 17:10
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Noa-Lynn van Leuven ist mit sofortiger Wirkung von der Teilnahme an der PDC Women's Series ausgeschlossen. Dieser Ausschluss ist die Folge der neuen Richtlinien, die von der Darts Regulation Authority (DRA) erstellt und von der PDC übernommen wurden.
Ab April 2026 sind in von der DRA regulierten Frauenturnieren, darunter die PDC Women’s Series, nur noch biologische Frauen zugelassen. Van Leuven kann bei der PDC somit nur noch in der offenen Kategorie antreten.
Die neuen Regeln sind Teil einer überarbeiteten Zulassungspolitik, die am 09.04.2026 offiziell in Kraft getreten ist. Die DRA begann die Evaluierung bereits 2025 und stützte sich dabei unter anderem auf einen wissenschaftlichen Bericht der Entwicklungsbiologin Emma Hilton sowie auf juristische Beratung und aktuelle Gerichtsurteile im Vereinigten Königreich.
Im Zentrum von Hiltons Bericht steht die Schlussfolgerung, dass sich kleine körperliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen summieren und zu einem strukturellen Vorteil für Männer im Darts führen. Auf dieser Grundlage wird Darts im Rahmen des britischen Equality Act von 2010 als „geschlechtsbeeinflusste Sportart“ eingestuft. Diese Einstufung eröffnet die Möglichkeit, die Teilnahme an Frauenkategorien im Sinne eines fairen Wettbewerbs auf biologische Frauen zu beschränken.
Noa-Lynn van Leuven von neuen Richtlinien direkt betroffen
Die neuen Richtlinien haben direkte Konsequenzen für Noa-Lynn van Leuven
Die DRA erklärt, diese Maßnahme sei notwendig, um Chancengleichheit zu gewährleisten. Infolgedessen wurde die bisherige Regelung zu Transgender- und genderdiversen Spielerinnen und Spielern gestrichen und durch eine neue, klar abgegrenzte Regelung ersetzt. Diese findet Anwendung in allen angeschlossenen Organisationen, darunter die PDC und die Spielergewerkschaft PDPA.
Für Van Leuven bedeutet dies einen erzwungenen Abschied von der Women’s Series, in der sie in den vergangenen Jahren eine auffällige Rolle spielte und sich sportlich mit der internationalen Spitze messen konnte.
Gleichzeitig betont die DRA, dass Inklusivität ein wichtiges Grundprinzip bleibt. Alle Spielerinnen und Spieler, unabhängig von biologischem Geschlecht, rechtlichem Geschlecht oder Geschlechtsidentität, sind weiterhin in sogenannten Open-Turnieren willkommen. Dort können sie ohne Einschränkungen an Wettbewerben außerhalb der Frauenkategorie teilnehmen.
Der Verband gibt an, die Entwicklungen rund um Transgender-Teilnahme im Sport aufmerksam weiter zu beobachten. Die neue Politik wird jährlich überprüft und bei Bedarf auf Grundlage neuer Erkenntnisse und rechtlicher Rahmenbedingungen angepasst.
Im vergangenen Jahr stand Van Leuven im Rampenlicht, nachdem Aileen de Graaf und Anca Zijlstra das niederländische Frauenteam verließen, weil sie nicht mehr mit einer Transgender-Spielerin in einem Team sein wollten. Zuvor hatte sich auch Deta Hedman deutlich gegen die Zulassung von Van Leuven zum Damenkreis ausgesprochen. Hedman zog sich sogar mehrfach zurück, wenn sie bei einem Frauenturnier gegen Van Leuven antreten musste.
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