Die Enttäuschung war
Gian van Veen am Donnerstagabend nach seiner Niederlage gegen
Michael van Gerwen in der
Premier League Darts deutlich anzusehen. Im Gespräch mit Viaplay machte der junge Niederländer keinen Hehl daraus, dass in dieser Partie mehr möglich gewesen wäre.
„Ja, natürlich bin ich sehr enttäuscht“, erklärte van Veen offen. „Ich denke, das Scoring war heute nicht großartig, aber schon ein Stück besser als in den vergangenen Wochen.“ Damit deutete sich zwar eine leichte Steigerung an, doch in den entscheidenden Momenten fehlte ihm erneut die Konsequenz auf die Doppel.
Verpasste Chancen kosten den Anschluss
Genau darin sah van Veen letztlich den entscheidenden Unterschied. „Beim Finishen lasse ich es einfach liegen“, räumte er ein. „Schau, er hilft mir sehr in der Partie. Das ist mir auch wirklich bewusst, dass er sehr viele Chancen verpasst, wodurch ich zumindest dranbleiben kann. Aber ich verpasse auch Gelegenheiten, in Führung zu gehen. Und das ärgert mich.“
Gian van Veen haderte nach der Niederlage gegen Michael van Gerwen vor allem mit seinen verpassten Chancen auf die Doppel
Das Duell hatte zudem große Bedeutung im Rennen um den Anschluss an die Play-off-Plätze. Diese Chance ließ der Niederländer jedoch ungenutzt. „Es war heute einfach ein wichtiges Spiel. Der Anschluss ist jetzt schon ein bisschen weg“, zog er ein entsprechend nüchternes Fazit.
Noch nicht vollständig von Operation erholt
Neben seiner sportlichen Leistung sprach van Veen auch über seine körperliche Verfassung. Die Nachwirkungen seiner Nierenstein-Operation machen sich weiterhin bemerkbar – auch wenn er sie nicht als Ausrede gelten lassen will. „Ich fühle mich gut“, betonte er. „Aber ich merke, dass mein erster Pfeil oft etwas abtaucht. Ich habe einfach etwas Kraft und Energie verloren.“
Vor allem an langen Turniertagen wird dieser Unterschied spürbar. „Am vergangenen Samstag auf der Euro Tour musste ich das letzte Match des Abends spielen, und da war meine Energie komplett weg“, berichtete er. „Heute ging es an sich, daran hat es also nicht gelegen. Aber ich bin definitiv noch in der Erholung.“
Fokus auf Rotterdam Ahoy
Mit Blick auf die kommende Woche richtet sich van Veens Aufmerksamkeit nun klar auf seinen Auftritt beim Premier-League-Abend im Rotterdam Ahoy. „Das ist schon der Plan, ja“, sagte er über seine Absicht, dort fit an den Start zu gehen. „Ich habe am Wochenende noch zwei Exhibitions, bei denen ich gefühlt Trainingsstunden sammle. Aber Ruhe ist auch sehr wichtig.“
Die Players-Championship-Turniere zu Beginn der Woche lässt er deshalb bewusst aus. „Ich sah mich auf der Liste, aber ich bin nicht dabei. Montag und Dienstag bleibe ich in den Niederlanden. Die lasse ich aus. Die beiden danach spiele ich dann.“
Alles richtet sich auf den Auftritt vor heimischem Publikum im Ahoy. Die Vorfreude darauf ist deutlich spürbar. „Ich habe da riesig Bock drauf, echt nicht normal“, grinste van Veen. „Ich habe sogar ein eigenes Shirt nur für Ahoy machen lassen. Das sagt wohl genug.“
Für den jungen Niederländer ist dieser Abend ein besonderer Moment. „Man spielt nicht oft in den Niederlanden, meistens nur die Euro Tour. Aber wenn du dann Premier League im Ahoy spielst … darauf freust du dich enorm. Als ich die Nominierung erhielt, dachte ich sofort: Ich darf im Ahoy spielen.“
Trotz der jüngsten Niederlage überwiegt deshalb der Optimismus mit Blick auf die kommenden Aufgaben. „Hoffentlich bin ich dann etwas besser drauf als in den vergangenen Wochen“, sagte van Veen kämpferisch. „Aber wir werden sehen.“