Joe Cullen machte während der PDC World Darts Championship 2025 Schlagzeilen, und das nicht nur wegen seiner Leistungen am Dartboard. Nach seinem Zweitrunden-Sieg über das viel gepriesene niederländische Talent Wessel Nijman stürmte der Rockstar wütend aus der Pressekonferenz nach dem Spiel und beklagte sich über den mangelnden Respekt, der ihm seiner Meinung nach von den Dartmedien entgegengebracht wurde.
"Man hat mir keinen Respekt entgegengebracht, also werde ich heute Abend auch keinem von euch Respekt entgegenbringen. Ich werde nach Hause gehen", schimpfte ein sichtlich frustrierter Cullen auf die im Ally Pally-Presseraum versammelten Medienvertreter, bevor er sich als Mann seines Wortes erwies und genau das tat: Er stürmte zum Erstaunen aller Anwesenden geradewegs aus dem Veranstaltungsort und nach Hause.
Jetzt hat Cullen zum ersten Mal seit diesem Moment über seinen Gedankengang bezüglich der Entscheidung, so dramatisch aus der Pressekonferenz bei der Darts WM zu stürmen, gesprochen. Zunächst einmal verrät Cullen, dass er einen solchen überraschenden Moment schon immer geplant hatte. "Wenn ich ehrlich sein soll, war es präventiv", verrät 'The Rockstar' ehrlich im Gespräch mit Online Darts. "Ich wusste, was ich tun würde, bevor ich in das Interview ging."
Die Reaktionen auf Cullens Verhalten an diesem Abend waren alles andere als positiv, und viele Dartfans kritisierten den ehemaligen Masters-Champion im Nachhinein. Wie Cullens Leistung im Spiel gegen Nijman beweist, kann Kritik an dem Engländer aber auch sein bestes Niveau hervorbringen: "Ich wusste schon vor dem Spiel, dass ich nicht verlieren würde", erinnert er sich. "Das war eine gute Sache. Es hatte nichts mit den Buchmachern zu tun, es hatte nichts mit Wessel zu tun. Ich hatte einfach das Gefühl, dass man mich übersehen hat", stellt er klar.
"Wenn man mich für Luke Humphries oder Luke Littler übersehen hätte, der fantastisch spielt, ja, kein Problem", fügt Cullen hinzu und bezweifelt, dass Nijman den Hype um ihn verdient hat. "Wessel hatte Glück, dass er sein Spiel [in der ersten Runde; Anm. d. Red.] gegen Cameron Carolissen überstanden hat. Ich dachte, jemand mit so wenig Erfahrung auf dieser Bühne... Ich glaube, bei den Buchmachern lag er bei 1/3, 1/4. Er war der 7. Favorit für das Turnier... Ich fand es einfach scheußlich, um ein besseres Wort zu finden. Ich hatte die besseren Karten und ich wusste, dass ich dieses Spiel nicht verlieren würde."
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