Keane Barry hätte ein starkes Ergebnis dringend gebrauchen können. Der Ire kämpft derzeit darum, seine Professional Darts Corporation-Tourkarte über die Saison hinaus zu sichern. Beim Major-Wochenende der
UK Open sammelte Barry wichtige Preisgelder – und zeigte, dass er auf der großen Bühne weiterhin mithalten kann. Trotzdem blieb am Ende ein bitterer Beigeschmack.
Der 22-Jährige war in der Weltrangliste bereits auf Rang 58 zurückgefallen. In Minehead startete „Dynamite“ jedoch eine überzeugende Turnierserie. Barry bezwang zunächst Kim Huybrechts knapp mit 6:5, dominierte anschließend Henry Coates deutlich mit 10:2 und setzte sich danach auch gegen Ryan Joyce mit 10:7 durch. Damit zog der Ire verdient ins Achtelfinale ein.
Starkes Match – doch Price dreht die Partie
Dort wartete mit Gerwyn Price einer der Topstars der Szene. Barry spielte lange groß auf und brachte den Favoriten ernsthaft in Bedrängnis. Nach 13 Legs lag der Außenseiter überraschend mit 9:4 in Führung und stand kurz davor, eine der größten Überraschungen des Turniers zu schaffen.
Doch Price fand im entscheidenden Moment ein neues Niveau. Der Waliser erhöhte Tempo und Präzision, gewann sechs Legs in Serie und drehte die Partie noch zu einem 10:9-Erfolg.
Für Barry bedeutete das Aus eine schmerzhafte Erfahrung. „Ich bin extrem frustriert, dass ich bei den UK Open ausgeschieden bin. Mir entging um Haaresbreite ein Platz im Viertelfinale“, schrieb er anschließend auf Facebook. Trotz eines Average um die 100 Punkte musste er anerkennen: „Er kam am Ende unglaublich stark zurück und holte sich doch noch den Sieg.“
Immerhin nahm Barry 12.500 Pfund Preisgeld mit. Gleichzeitig überwog auch Stolz. „Ich bin sehr stolz auf meinen Auftritt gestern Abend und eigentlich auf das gesamte Turnier“, erklärte der ehemalige JDC World Championship-Sieger.
In der PDC Order of Merit kletterte Barry dadurch auf Platz 56. Sein klares Ziel bleibt: Nach der Weltmeisterschaft in den Top 64 stehen – und damit die Tourkarte behalten.