„Ihr gebt mir mehr Support, als wenn ich in Wales spiele“ – Jonny Clayton lobt belgische Fans nach Arbeitssieg über Sebastian Bialecki
PDCJonny Clayton hat das Achtelfinale der Belgian Darts Open 2026 erreicht – leicht fiel ihm dieser Erfolg jedoch nicht. In einer Partie, in der Details den Unterschied machten, musste der Waliser hart arbeiten, um die Kontrolle zu behalten. Nach dem Match überwogen vor allem Erleichterung und Dankbarkeit gegenüber dem belgischen Publikum.
Clayton setzte sich in der zweiten Runde mit 6:3 gegen Sebastian Bialecki durch. Eine Schlüsselszene entwickelte sich bei einer 61er-Finishchance, bei der kurzfristig Unsicherheit aufkam. „Ich war mir kurz nicht sicher, ob der zweite Dart im Triple gelandet war, also entschied ich mich für das 19er-Segment“, erklärte er.
Zweifel im entscheidenden Moment
Diese kurze Unsicherheit beschäftigte ihn auch danach noch. „Das blieb doch ein bisschen hängen“, gab Clayton zu.

Jonny Clayton trifft im Achtelfinale der Belgian Darts Open 2026 auf Ross Smith
Clayton zeigte sich im Anschluss beeindruckt vom Niveau seines jungen Kontrahenten. „Ehrlich gesagt: Sebastian ist ein großartiger Spieler“, sagte er. „Er bleibt ruhig und macht einfach sein Ding. Genau das brauchst du als Dartspieler.“
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Dass er zuvor noch nie gegen Bialecki gespielt hatte, machte die Aufgabe zusätzlich anspruchsvoll. „Du weißt nicht genau, was dich erwartet. Das ist anders, als wenn du jemanden gut kennst.“
Belgische Fans als zusätzlicher Antrieb
Wie schon häufig in Wieze spielte das Publikum auch diesmal eine wichtige Rolle für Clayton. Der Waliser genießt in Belgien seit Jahren große Unterstützung – und machte daraus keinen Hehl. „Ich liebe dieses Publikum“, sagte er begeistert. „Schaut sie euch an, sie sind fantastisch.“
Mit einem Lächeln ergänzte er: „Ihr gebt mir mehr Support, als wenn ich in Wales spiele.“ Diese besondere Verbindung zum belgischen Publikum ist über die Jahre gewachsen und gibt ihm sichtbar zusätzliche Energie auf der Bühne. „Danke euch, wirklich. Macht weiter so“, rief er den Fans zu.
In der nächsten Runde wartet mit Ross Smith eine anspruchsvolle Aufgabe. Der Engländer gilt als konstanter Scorer auf höchstem Niveau. Im Gegensatz zu seinem Duell mit Bialecki weiß Clayton beim Aufeinandertreffen mit Smith genau, worauf er sich einstellen muss. „Ich habe noch nie gegen Seb gespielt, aber ich weiß genau, was Ross für ein Spieler ist“, erklärte er. „Da bereitest du dich eben anders vor.“
Er betonte außerdem, wie wichtig Erfahrung gegen bestimmte Gegner sein kann. „Wenn du jemanden schon öfter gespielt hast, weißt du, wie er in bestimmten Situationen reagiert. Das hilft.“
Neuer Gegner, neuer Ansatz
Das Duell mit Bialecki stellte für Clayton dagegen eine neue Herausforderung dar. „Heute war es neu für mich“, sagte er. „Aber er ist ein guter Kerl und ein starker Spieler.“
Für das kommende Match gegen Smith erwartet er eine andere Herangehensweise. „Du weißt, was dich erwartet, und das hilft in der Vorbereitung.“ Gleichzeitig bleibt er realistisch mit Blick auf die nächste Aufgabe. „Es wird ein hartes Match, aber ich freue mich darauf.“
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Nic GayerRedakteur
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026









