Kevin Doets hat den höchsten Average eines Debütanten in der Geschichte des
World Matchplay aufgestellt und damit Namen wie
Luke Littler,
Luke Humphries und
Nathan Aspinall hinter sich gelassen. Trotzdem verließ der Niederländer die Winter Gardens ohne Sieg: Ross Smith setzte sich mit 10:6 durch.
Doets spielte bei seinem ersten Auftritt auf der Blackpool-Bühne einen Average von 104,19 und knackte damit klar den bisherigen Debüt-Rekord von 102,96, den Aspinall gehalten hatte. Seine Leistung markierte gleichzeitig den höchsten Losing Average der gesamten Auftaktrunde.
Smith legt den Grundstein früh
Ein schwacher Start entschied die Partie am Ende. Smith spielte einen Average über 100 und zog auf 5:0 davon, checkte 87 Punkte, spielte ein Zehn-Darter-Leg und komplettierte ein 160-Finish. Doets brachte seine starken Scores zunächst nicht an den Doppeln unter.
Glen Durrant spielte einen der zehn höchsten World-Matchplay-Debütaverages
Nach der ersten Pause kämpfte sich der Niederländer zurück, gewann drei Legs in Folge und verkürzte auf 4:6. Smith zog erneut auf 9:4 davon, ehe Doets mit einem 13-Darter und einem starken 161-Finish noch einmal verlängerte. Am Ende sicherte sich Smith den 10:6-Erfolg bei einem Average von 100,55 – fast vier Punkte unter dem seines Gegners.
Aspinall hielt den Rekord seit seinem Debüt-Average von 102,96.
Wessel Nijman schob sich mit 101,72, gespielt beim Sieg über Aspinall 2025, auf Platz drei. Ex-Weltmeister Humphries liegt mit 101,08 auf Rang fünf, Titelverteidiger Littler steht mit 100,83 auf Platz acht. Littler verlor sein Turnierdebüt 2024 trotz eines dreistelligen Averages ebenfalls, damals mit 6:10 gegen Michael van Gerwen. Auch
Glen Durrant, Gian van Veen und Ricardo Pietreczko schafften bei ihrem ersten Auftritt einen Average jenseits der 100.
Starke Saison, bitteres Aus
Doets reiste mit viel Rückenwind nach Blackpool: 2026 gewann er seinen ersten PDC-Ranglistentitel, erreichte ein European-Tour-Finale und zeigte bei der Weltmeisterschaft eine starke Leistung. In Blackpool stellte er zudem 141- und 161-Finishes auf – Smiths furioser Start zwang ihn jedoch über weite Strecken in die Rolle des Jägers.
Smith trifft in Runde zwei auf Cameron Menzies. Doets reist mit seinem Namen an der Spitze einer bemerkenswerten Debüt-Liste ab, aber ohne Ticket fürs Achtelfinale.