Round-up des Samstagnachmittags bei den Slovak Darts Open – Erfolgreicher Tag für die Niederlande und Belgien: Nijman, Doets, Noppert, Wattimena und De Decker stehen allesamt im Achtelfinale

PDC
Samstag, 20 Juni 2026 um 17:15
Wessel Nijman jubelt mit geballter Faust
Für die niederländischen und belgischen Dartsfans verlief die Nachmittagssession der Slovak Darts Open 2026 nahezu perfekt. Mit Wessel Nijman, Danny Noppert, Kevin Doets, Jermaine Wattimena und Mike De Decker sicherten sich gleich fünf Spieler aus den Benelux-Ländern einen Platz im Achtelfinale. Lediglich Kim Huybrechts musste sich geschlagen geben und verabschiedete sich damit aus dem Turnier.

Niederländer mit makelloser Bilanz

Wessel Nijman musste gegen Benjamin Pratnemer keineswegs sein bestes Niveau abrufen, um souverän mit 6:2 zu gewinnen. Der Slowene fand ebenfalls nie wirklich in sein Spiel und ließ insbesondere auf die Doppel zahlreiche Chancen ungenutzt.
Bereits früh machte sich Pratnemers Schwäche auf die äußeren Ringe bemerkbar. Nachdem Nijman sein Anwurfleg zum 1:0 gehalten hatte, vergab „The Star“ vier Darts auf Doppel, sodass der Niederländer auf 2:0 davonzog. Auch das 3:0 ließ nicht lange auf sich warten, ehe Pratnemer mit einem 77er-Finish erstmals auf die Anzeigetafel kam.
Im fünften Leg vergaben beide Spieler jeweils drei Darts auf Doppel, bevor der Slowene über Doppel 1 zum Break und zum 3:2 verkürzte. Doch auch im sechsten Leg ließ Pratnemer erneut mehrere Chancen liegen, wodurch Nijman wieder auf 4:2 davonziehen konnte. Mit einem 13-Darter und einem starken 88er-Checkout machte der Niederländer anschließend alles klar und zog verdient ins Achtelfinale ein.
Auch Kevin Doets präsentierte sich äußerst überzeugend. Gegen Damon Heta profitierte er zwar von zahlreichen Doppelfehlern des Australiers, nutzte diese Schwächen jedoch konsequent aus und gewann am Ende deutlich mit 6:2.
Bereits im ersten Leg vergab „The Heat“ zwei Darts auf Doppel 16 zum Leggewinn, was Doets direkt zum Break nutzte. Nach einem gehaltenen Anwurfleg stand es schnell 2:0. Im dritten Leg ließ Heta weitere drei Darts auf Doppel liegen, sodass „Hawkeye“ erneut zuschlagen konnte.
Zwar verkürzte der Australier im vierten Leg auf 3:1, doch anschließend dominierte Doets das Geschehen. Unter anderem mit einem starken 12-Darter baute er seine Führung auf 5:1 aus. Heta durfte noch ein weiteres Leg auf sein Konto bringen, konnte die klare 2:6-Niederlage aber nicht mehr verhindern.
Kevin Doets zeigt zum Himmel.
Alle Niederländer konnten ihre Partie in dieser Nachmittagssession gewinnen.
Danny Noppert erwischte gegen Madars Razma hingegen keinen guten Tag. Mit einem Average von lediglich 81 Punkten blieb „The Freeze“ deutlich unter seinen Möglichkeiten. Glücklicherweise für den Niederländer präsentierte sich sein lettischer Gegner noch schwächer, sodass Noppert dennoch ungefährdet mit 6:2 gewann.
Beide Spieler hatten zu Beginn große Probleme auf die Doppel. Schließlich war es Noppert, der über Doppel 2 das 1:0 erzielte und Razma anschließend direkt breakte. Auch wenn sein eigenes Niveau überschaubar blieb, erhöhte der Niederländer auf 3:0, bevor Razma im vierten Leg erstmals anschreiben konnte.
Anschließend hielten beide Spieler ihre Anwurflegs, womit Noppert auf 5:2 stellte. Im achten Leg gelang ihm schließlich ein weiteres Break, das eine insgesamt wenig ansehnliche Partie endgültig entschied.
Jermaine Wattimena komplettierte den perfekten niederländischen Nachmittag. Wie Nijman hatte auch „The Machine Gun“ mit Problemen auf die Doppel zu kämpfen, doch sein Gegner Dave Chisnall ließ ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten liegen. Am Ende setzte sich Wattimena verdient mit 6:3 durch.
Der Niederländer startete mit einem 17-Darter zum 1:0. Chisnall antwortete zwar mit einem 88er-Finish zum Ausgleich, doch Wattimena konterte umgehend mit einem starken 13-Darter zur erneuten Führung. Als der Engländer anschließend weitere Chancen auf Doppel vergab, erhöhte Wattimena sogar auf 3:1.
Danach schlichen sich jedoch auch bei ihm Fehler ein. Im fünften Leg warf der Niederländer sieben perfekte Darts, verlor das Leg aber dennoch. Im darauffolgenden Durchgang vergab „Chizzy“ wiederum vier Darts auf Doppel, sodass Wattimena auf 4:2 davonzog. Trotz weiterer ausgelassener Chancen stellte der Niederländer mit einem sehenswerten 79er-Checkout auf 5:3 und erspielte sich Matchdarts. Im neunten Leg machte er schließlich mit einem 72er-Finish den Deckel drauf und sorgte damit für eine makellose niederländische Bilanz.

De Decker glänzt, Huybrechts scheidet aus

Mike De Decker lieferte gegen William O'Connor die wohl beeindruckendste Leistung der Session ab. Der Belgier spielte einen hervorragenden Average von 107,14 Punkten und überzeugte zudem mit einer Checkoutquote von 75 Prozent. Das Resultat war ein klarer 6:2-Erfolg gegen den Iren.
„Real Deal“ startete furios und sicherte sich direkt das Break zum 1:0 mit einem 90er-Finish. O'Connor schlug zwar umgehend zurück, doch nach einem ausgeglichenen Beginn beim Stand von 2:2 übernahm De Decker endgültig die Kontrolle.
Mit einem starken 11-Darter holte sich der Belgier das nächste Break und erhöhte wenig später in 14 Darts auf 4:2. Ein weiterer 11-Darter brachte ihm das 5:2, ehe er die Partie mit einem 13-Darter in seinem Anwurfleg souverän beendete.
Mike De Decker winkt dem Publikum zu.
De Decker spielte in seinem Match gegen O'Connor einen Average von 107,14 Punkten.
Für Kim Huybrechts war hingegen bereits in der Runde der letzten 32 Endstation. Der Belgier konnte seine starke Form der vergangenen Wochen nicht bestätigen und unterlag Ryan Searle mit 3:6.
Schon zu Beginn wirkte „The Hurricane“ nicht wirklich im Rhythmus. Searle hielt sein Anwurfleg problemlos und profitierte anschließend von Fehlern seines Gegners zum 2:0. Auch das dritte Leg ging souverän an den Engländer, ehe Huybrechts im vierten Durchgang erstmals anschreiben konnte.
Nach dem zwischenzeitlichen 4:1 kämpfte sich der Belgier noch einmal auf 4:3 heran. Die Wende blieb jedoch aus, als er eine wichtige Chance auf Doppel 16 verpasste und Searle stattdessen auf 5:3 stellte. „Heavy Metal“ machte den Sieg schließlich mit einem starken 87er-Finish perfekt.

Weitere Ergebnisse

Neben den zahlreichen Auftritten der niederländischen und belgischen Spieler standen in der Nachmittagssession noch zwei weitere Begegnungen auf dem Programm.
Chris Dobey setzte sich mit 6:4 gegen Nachwuchstalent Tyler Thorpe durch. Der Engländer hatte am Freitag noch mit einem Average von 103 Punkten beeindruckt, konnte jedoch keine weitere Überraschung folgen lassen. „Hollywood“ behielt die Kontrolle und sicherte sich den Einzug ins Achtelfinale.
Ebenfalls unter den letzten 16 steht Andrew Gilding. Er profitierte von einer enttäuschenden Vorstellung von Luke Woodhouse, der sein gewohntes Niveau zu keinem Zeitpunkt erreichte. Gilding nutzte dies konsequent aus und gewann die Partie ebenfalls mit 6:4.
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