Die PDC hat den Spekulationen über eine mögliche Verlegung der World Darts Championship ins Ausland endgültig einen Riegel vorgeschoben. Trotz des wachsenden internationalen Interesses, vor allem aus dem Mittleren Osten, betonte PDC Chef Matt Porter, dass das prestigeträchtige Turnier "zu 100 Prozent" in Großbritannien bleiben wird.
Die Darts-Weltmeisterschaft, die traditionell um die Weihnachtszeit herum stattfindet, wird seit 2008 im legendären Alexandra Palace im Norden Londons ausgetragen. Das explosionsartige Wachstum des Sports und der Aufstieg des Publikumslieblings Luke Littler haben die Popularität des Turniers in die Höhe schnellen lassen, was zu Gerüchten über einen möglichen Umzug in Länder wie Saudi-Arabien geführt hat.
Diese Gerüchte wurden weiter angeheizt, als der Vorsitzende der PDC, Barry Hearn, Gespräche mit Vertretern aus der Region führte. Eine Verlegung in den Nahen Osten würde einem breiteren Trend in der Sportwelt entsprechen, wie es schon bei Boxkämpfen wie Tyson Fury gegen Oleksandr Usyk der Fall war. Hearn hat jedoch bereits angedeutet, dass es unwahrscheinlich ist, dass die Darts-Weltmeisterschaft in ein Land verlegt wird, in dem Alkoholkonsum nicht erlaubt ist - ein wichtiger Bestandteil des traditionellen Darts-Erlebnisses.
Matt Porter schloss in dieser Woche in einem Interview mit talkSPORT.com einen möglichen Umzug endgültig aus. "Wir sehen die Zukunft des Darts World Cup zu 100 Prozent im Vereinigten Königreich. Der Alexandra Palace ist ein ikonischer Austragungsort und wir sind dort seit Jahren sehr zufrieden. Natürlich werden wir weiterhin nach Möglichkeiten suchen, wie wir das Event ausbauen können, und dieses Jahr wird es sogar zusätzliche Sessions geben, um mehr Spieler unterzubringen."
Porter betonte jedoch, dass die Organisatoren weiterhin prüfen, wie die Veranstaltung angesichts des zunehmenden Interesses wachsen kann. So wird beispielsweise die Möglichkeit in Betracht gezogen, das Turnier in die größere Halle im Alexandra Palace zu verlegen, die bis zu 8.000 Zuschauer pro Veranstaltung aufnehmen könnte. Allerdings wird dieser Raum derzeit noch für das so genannte "Fan Village" genutzt.
"Die Haupthalle bleibt eine logistische Herausforderung", räumt Porter ein. "Aber der Alexandra Palace hat Pläne, den Veranstaltungsort zu verbessern. Der technologische Fortschritt könnte neue Möglichkeiten eröffnen. Wir befinden uns in ständiger Konsultation und prüfen weiterhin alle Optionen".
Der stürmische Aufstieg von Luke Littler hat das Interesse an der Darts-Weltmeisterschaft weiter angehoben. Bei der letzten Weltmeisterschaft war die Nachfrage nach Eintrittskarten so groß wie nie zuvor. Daher werden die Rufe nach einer Kapazitätserweiterung immer lauter, allerdings in der vertrauten britischen Atmosphäre, die das Turnier so beliebt macht.
"Die Atmosphäre, die Tradition, der gesellschaftliche Aspekt eines Abends bei der Darts WM, das sollte nicht verloren gehen. Der Alexandra Palace ist ein wichtiger Teil davon", so Porter abschließend.