Nach dem Abschluss des ersten Majors der neuen Saison, dem Winmau World Masters, hat
PDC-Statistiker Christopher Kempf die aktuelle Formkurve der größten Namen im Dartsport ausgewertet. Grundlage seiner Analyse bilden die jeweils letzten 200 Legs der PDC-Spieler.
Das Ergebnis zeichnet ein spannendes Bild: Die Rivalität zwischen
Luke Littler und
Luke Humphries ist lebendiger denn je – doch dahinter gerät das Fundament bei mehreren etablierten Kräften ins Wanken.
Humphries holt auf – Littler bleibt der Maßstab
Humphries konnte seinen Titel beim Winmau World Masters in Milton Keynes zwar nicht verteidigen, doch seine Formkurve zeigt klar nach oben. Seit er den Status als
Weltranglistenerster an Littler abgeben musste, spielt „Cool Hand Luke“ sein bislang bestes Darts. Lag die Differenz im Average zuvor bei nahezu vier Punkten, ist dieser Abstand inzwischen auf nur noch 1,5 Punkte geschrumpft.
Auf der Pro Tour kommt Humphries gegen andere PDC-Tour-Card-Inhaber auf eine Leg-Siegquote von über 66 Prozent. Auch seine Scoring-Power bleibt beeindruckend: 89 Maxima pro 200 Legs. Damit liegt er zwar deutlich hinter dem rekordverdächtigen Littler, setzt sich aber klar von Spielern wie Josh Rock, Michael van Gerwen und Gerwyn Price ab.
Der junge Niederländer
Gian van Veen präsentiert sich weiterhin in Topform. Trotz seiner überraschenden Whitewash-Niederlage gegen Humphries beim World Masters behauptet „The Giant“ die Spitzenposition beim Doppel-Prozentsatz und liegt im Average auf Rang drei.
Weniger rosig fällt die Bilanz für einige andere Teilnehmer der Premier League Darts aus. Josh Rock kassierte im TV zweimal klare Satzniederlagen und steht nun bei einem Average von 96,68, nachdem er einen Großteil des Jahres 2025 über der 100er-Marke gespielt hatte. Jonny Clayton rutschte beim Checkout-Prozentsatz auf Rang 54 ab und kombiniert das mit wackeligen 94,54 im Average. Auch Stephen Bunting und Michael van Gerwen verloren nach ihrem frühen Aus in Milton Keynes jeweils mehr als zwei Average-Punkte.
Greaves lässt viele große Namen hinter sich
Unter den frischgebackenen PDC-Tour-Card-Inhabern sticht
Beau Greaves besonders hervor. Sie debütiert auf der Pro Tour mit dem 20.-höchsten Average der gesamten PDC-Riege und belegt bei der Scoring-Effizienz Rang 15. Mit 17 Finishes von 100+ in ihren letzten 200 Legs lässt sie Spieler wie Rob Cross, Damon Heta und Ryan Searle hinter sich.
Auch Jimmy van Schie, amtierender WDF-Weltmeister, wusste zu überzeugen. Im Gegensatz zu mehreren Konkurrenten qualifizierte er sich für die TV-Phase des World Masters und erzielte dort eine Doppelquote von 48 Prozent – besser war in diesem Bereich nur van Veen.
Sowohl Greaves als auch van Schie landen über 40 Prozent ihrer Checkouts und beenden nahezu 80 Prozent ihrer Legs innerhalb von 18 Darts. Zahlen, die klar auf eine vielversprechende Zukunft unter dem Stern der PDC hindeuten.