Kevin Doets hat sich in Hildesheim erstmals zum Titelträger auf der PDC Pro Tour gekrönt: Der Niederländer gewann am Montagabend
Players Championship 13 und sicherte sich damit den ersten PDC-Titel seiner Karriere. In einem lange umkämpften Finale gegen
Luke Woodhouse setzte sich Doets im Endspurt entscheidend ab und belohnte sich für einen insgesamt starken Turniertag mit dem bislang größten Erfolg seiner Laufbahn.
Aus deutscher Sicht entwickelte sich
Players Championship 13 früh zu einem enttäuschenden Turniertag. Zwar gelang Niko Springer mit einem 6:3-Erfolg über Martin Lukeman ein gelungener Auftakt, auch Martin Schindler kämpfte sich im Decider gegen Samuel Price in die zweite Runde. Insgesamt blieb die deutsche Bilanz jedoch früh hinter den Erwartungen zurück.
Enttäuschender Pro-Tour-Tag für Darts-Deutschland
Bereits in Runde eins mussten sich unter anderem Max Hopp, Gabriel Clemens sowie mehrere Youngster geschlagen geben, während auch das deutsch-deutsche Duell nicht die erhoffte Signalwirkung entfaltete: Kai Gotthardt setzte sich mit 6:4 gegen Ricardo Pietreczko durch und verschärfte damit die Formkrise seines Landsmanns. Zwar überzeugte Daniel Klose erneut als Nachrücker mit einem Decidersieg über Charlie Manby, doch auch er musste sich im weiteren Turnierverlauf verabschieden.
Formkrise verschärft sich: Ricardo Pietreczko schied bei Players Championship 13 bereits in Runde eins aus und musste sich im deutschen Duell Kai Gotthardt geschlagen geben
In Runde zwei setzte sich der negative Trend fort: Zahlreiche deutsche Akteure scheiterten im Decider, darunter Arno Merk und Klose, während Leon Weber sowie Maximilian Czerwinski ebenfalls ausschieden. Lediglich Schindler und Springer schafften den Sprung ins Boardfinale – und sorgten damit zumindest kurzfristig für Hoffnung auf ein Achtelfinale.
Diese Hoffnungen erfüllten sich jedoch nicht: Schindler musste sich Dave Chisnall klar mit 1:6 geschlagen geben, während Springer trotz ordentlicher Leistung mit 4:6 gegen Marvin van Velzen unterlag. Damit war bereits nach der Runde der letzten 32 kein deutscher Spieler mehr im Turnier vertreten – alle 17 Starter schieden vor dem Achtelfinale aus.
In der anschließenden Turnierphase übernahm mitunter ein Österreicher das Kommando. Eindrucksvoll präsentierte sich
Mensur Suljovic, der mit einem Average von über 102 Punkten und einem 6:0-Whitewash gegen Ritchie Edhouse ein echtes Ausrufezeichen setzte und bis ins Halbfinale marschierte. Dort wurde der Lauf des Routiniers jedoch von Luke Woodhouse gestoppt, der sich klar mit 7:2 durchsetzte.
Parallel bestätigte Kevin Doets seine starke Form der vergangenen Wochen. Mit einem überragenden 107er-Average im Viertelfinale sowie einem deutlichen 7:1-Erfolg über Maik Kuivenhoven zog der Niederländer souverän ins Finale ein.
Doets there it is!
Das Endspiel begann hochklassig und mit einem echten Statement von Doets, der das Finale mit sechs perfekten Darts eröffnete und sich mit einem 11-Darter direkt das erste Leg sicherte. Woodhouse fand jedoch schnell in die Partie, glich aus und setzte sich mit einem 80er-Finish sowie sicheren Checkouts zwischenzeitlich mit 3:1 und später 4:2 in Front.
Doets blieb jedoch stabil und kämpfte sich Schritt für Schritt zurück in die Partie. Mit einem wichtigen 100er-Checkout verkürzte der Niederländer zunächst, ehe er sich wenig später mit einem 46er-Finish das Break zum 4:4-Ausgleich sicherte. In der entscheidenden Phase übernahm Doets schließlich die Kontrolle: Mit einem 11-Darter hielt er zunächst souverän seinen Anwurf und legte anschließend mit einem weiteren Break nach, um sich auf 6:4 abzusetzen.
Spätestens mit einem sehenswerten 128er-Checkout zum 7:4 war die Vorentscheidung gefallen. Woodhouse vergab im Schlussleg schließlich die Chance auf ein spektakuläres 158er-Finish, während Doets seine Nerven behielt und den 8:5-Erfolg auf der Doppel-10 perfekt machte. Damit krönte sich der Niederländer erstmals zum Sieger eines Players-Championship-Turniers und feierte den ersten PDC-Titel seiner Karriere.