„Sorry, Australien, aber das könnt ihr behalten“ – Gian van Veen lehnt lokale Delikatesse resolut ab

PDC
Freitag, 21 August 2026 um 8:00
Gian van Veen (1)
Gian van Veen hat während seines Aufenthalts in Australien eine neue Folge seiner beliebten Local Treat Tour aufgenommen. Der niederländische Dartspieler ist derzeit in Sydney für die Australian Darts Masters und beschloss, in Down Under ein typisch australisches Produkt einem gründlichen Test zu unterziehen: Vegemite.
Für Van Veen, der in der Auftaktrunde der Australian Darts Masters gegen Raymond Smith antritt, war es wieder Zeit, seine Follower in eine der lokalen Essgewohnheiten des Gastgeberlands mitzunehmen. In früheren Folgen der Local Treat Tour probierte der Niederländer bereits verschiedene regionale Spezialitäten, doch in Australien stand ein Produkt auf dem Zettel, das bei vielen Europäern wenig Begeisterung auslöst. Van Veen ging in den Supermarkt, um ein Glas Vegemite zu besorgen.
„Ihr habt danach gefragt, also probieren wir heute Vegemite. Lassen wir es uns gleich holen“, kündigte Van Veen zu Beginn seines neuen Videos an.
Der Niederländer konnte es nicht lassen, auf seinem Ausflug gleich ein typisch australisches Faktum zu teilen. „Wusstet ihr übrigens, dass es in Australien mehr Kängurus als Menschen gibt? Ich habe noch keines gesehen, aber ich halte die Augen offen.“
Im Supermarkt machte sich Van Veen auf die Suche nach dem berüchtigten Aufstrich. Nach etwas Sucharbeit fand er schließlich, was er brauchte. „Vegemite, da sind wir“, klang es begeistert, auch wenn die Menge, die er am Ende mitnahm, etwas übertrieben wirkte. „Ich glaube, ich habe zu viel gekauft“, merkte er lachend an.
Zurück im Hotelzimmer konnte der eigentliche Test beginnen. Van Veen hatte eine Scheibe Sauerteigbrot mit Butter vorbereitet und stellte das Glas Vegemite auf den Tisch. Weil er im Hotel wohnte, musste er ohne normales Messer auskommen. „Wir sind natürlich im Hotel, also haben wir Holzlöffel“, witzelte er.

Rat von Simon Whitlock

Bevor er den ersten Bissen nahm, holte sich Van Veen Rat bei einem Kenner des Produkts. Er hatte nämlich mit Simon Whitlock gesprochen, einem der bekanntesten australischen Dartspieler. Whitlock weiß als Australier selbstverständlich genau, wie man Vegemite isst, und gab Van Veen eine wichtige Warnung mit. „Ich habe darüber mit Simon gesprochen. Man darf es nicht zu dick auftragen, genau das machen Europäer meistens falsch. Dann schmeckt es furchtbar.“
Van Veen nahm sich den Hinweis des erfahrenen Australiers zu Herzen und begann vorsichtig. Dennoch war es nicht sofort Liebe auf den ersten Biss. Nach dem ersten Happen verzog er skeptisch das Gesicht. „Ich weiß nicht, ob mir das schmeckt, aber ich muss es wirklich fair testen.“
Der Niederländer entschied sich anschließend, noch etwas mehr Vegemite auf sein Brot zu streichen. Das wirkte zunächst wie eine Verbesserung. „Ich glaube, das ist besser“, schlussfolgerte er, bevor er erneut abbiss.
Am Ende ging Van Veen seiner eigenen Aussage nach jedoch etwas zu weit. Beim nächsten Versuch strich er wieder eine größere Menge auf seinen Toast. Die Folge war deutlich sichtbar. „Das ist zu viel“, reagierte er, bevor er zu lachen begann. „Ich fange an zu schwitzen.“

Harte Prüfung

Der Test wurde damit rasch zu einer recht harten Prüfung für den Niederländer. Nach einem letzten Versuch hatte er sichtlich genug. „Wow. Das war genug für mich.“
Die Endbewertung von Van Veen fiel entsprechend nicht gerade positiv aus. Zwar gab er zu, dass eine kleine Menge Vegemite auf Toast noch einigermaßen geht, doch der australische Aufstrich konnte ihn nicht überzeugen. „Ehrlich gesagt hat es mir nicht wirklich geschmeckt. Wenn man ein kleines bisschen auf Toast nimmt, ist es okay. Aber wenn man, so wie ich am Ende, zu viel nimmt, ist es nicht gut.“
Van Veen landete schließlich bei einer Bewertung von 4,5 von 10. Damit steht Vegemite auf seiner persönlichen Rangliste der lokalen Leckereien nicht sonderlich weit oben. Seine Botschaft an sein australisches Gastland war daher eindeutig. „Sorry Australien, aber das könnt ihr behalten.“
Gian van Veen in Aktion
Gian van Veen trifft in der ersten Runde des Australian Darts Masters auf Raymond Smith

Kein durchschlagender Erfolg

Auch wenn die kulinarische Erfahrung kein durchschlagender Erfolg wurde, führt Van Veen die Local Treat Tour vorerst fort. Sein Aufenthalt in Australien ist Teil der World-Series-Reise der PDC, bei der der Niederländer unter anderem bei den Australian Darts Masters in Sydney im Einsatz ist.
Für Van Veen ist die Reise zudem noch nicht vorbei. Nach seinem Australien-Abenteuer wartet noch ein letzter Stopp im Rahmen der World Series. Der führt ihn zurück in die Niederlande, wo im September die World Series of Darts Finals in Amsterdam ausgetragen werden. „Die Rangliste wird inzwischen ziemlich ernst, aber wir haben noch einen Stopp während der World Series“, blickte Van Veen voraus. „Wir sehen uns nächsten Monat in meinem eigenen Land, in Amsterdam.“
Damit bekommt die Local Treat Tour bald eine Fortsetzung auf vertrautem Boden. Nach der australischen Begegnung mit Vegemite, die Van Veen nur mit 4,5 bewertete, wird der Niederländer in Amsterdam erneut nach einer lokalen Spezialität suchen. Ob sie ihm besser schmeckt als der australische Klassiker, wird die nächste Folge zeigen.
Vorerst ist jedenfalls klar, dass Vegemite nicht Van Veens neuer Favorit geworden ist. Der Niederländer reiste für Darts nach Australien, kehrt aber vor allem mit einer klaren kulinarischen Erkenntnis zurück: Bei Vegemite gilt, nicht zu großzügig sein.
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