„Van Veen kann ihn zermürben“ – Ex-Weltmeister glaubt an ein Luke Humphries-Upset im Viertelfinale der Darts WM
PDCAm Neujahrstag richtet sich der Blick der Dartswelt erneut in den Alexandra Palace, wo die vier Viertelfinals der Darts WM 2026 über die Bühne gehen. Nur acht Spieler sind noch im Rennen, und laut Experte John Part birgt die Runde reichlich Spannung.
Der dreifache Weltmeister sieht in mehreren Duellen klare Favoriten, warnt aber vor möglichen Überraschungen. Besonders Gian van Veen könnte laut Part zum Spielverderber des Turniers werden.
Littler im Fokus – aber mit Warnsignalen
Im oberen Viertel erwartet Part einen souveränen Auftritt von Titelverteidiger Luke Littler. Der Weltranglistenerste trifft auf Krzysztof Ratajski, der sich in London bislang stark präsentiert hat. Trotzdem hält Part ein Weiterkommen des Polen für unwahrscheinlich. „Ratajski hat mich wirklich beeindruckt“, sagte der Kanadier im Gespräch mit Sky Sports. „Er ist ruhig, spielt klug und nutzt jede Chance. Aber wenn Littler früh sein Spiel findet, wird das schnell eine Einbahnstraße.“
Im ersten Spiel der heutigen Abendsession trifft Luke Littler auf Krzysztof Ratajski
Dennoch sieht Part beim jungen Titelverteidiger Ansatzpunkte für Verbesserungen. „Luke sucht oft diese aggressive Energie, die ihn groß gemacht hat. Doch manchmal übertreibt er es, und das kann dich im falschen Moment unter Druck setzen. Ich glaube nicht, dass ihn das kostet – aber ein bisschen Zurückhaltung würde ihm guttun.“
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Clayton gegen Searle
Deutlich offener wirkt aus Parts Sicht das Duell zwischen Jonny Clayton und Ryan Searle. Beide gehören zu den rhythmischsten Spielern im Feld, und genau das könnte für ein hochklassiges Match sorgen. „Sie spielen im selben Tempo, kommen schnell in ihren Flow und genießen das sichtbar“, analysiert Part. Trotzdem sieht er leichte Vorteile bei Searle: „Wenn Ryan seinen Lauf fortsetzt – und ich sehe keinen Grund, warum nicht – wird es für Jonny schwierig. Das ist riskant zu sagen, denn Clayton ist ein echter Big-Game-Player. Aber Searle hat bei dieser WM etwas Besonderes.“
Humphries gegen Van Veen
Am schwierigsten einzuschätzen ist für Part das Aufeinandertreffen von Luke Humphries und Gian van Veen. Der Niederländer hatte Humphries bereits im EM-Finale bezwungen – und nach Ansicht des Kanadiers könnte sich das wiederholen. „Ich erwarte einen offenen Start, einen echten Schlagabtausch“, meint Part. „Vielleicht führt schnell jemand 2:0, und das könnte gut Van Veen sein.“ Humphries werde zwar kontern, doch Part spürt, dass die Partie kippen könnte: „Er ist konstant, kommt immer zurück, aber Van Veen kann ihn am Ende zermürben. Mein Bauchgefühl sagt mir das – ich bin da einfach am Tippen.“
Anderson gegen Hood
In der unteren Turnierhälfte steht Gary Anderson dem neuen Publikumsliebling Justin Hood gegenüber. Für Part ist das Duell klarer als die anderen. „Ich liebe, was Hood spielt. Er bringt Leidenschaft, Energie und Mut. Aber bei allem, was ich im Darts gesehen habe – ich glaube nicht, dass er Gary Anderson schlägt.“ Der Schotte beeindruckt den Experten weiter durch sein taktisches Gespür: „Gary liest seine Gegner, wartet geduldig und schlägt im richtigen Moment zu. So sieht für mich responsives Darts aus.“
Trotzdem hofft Part, dass das Märchen von Justin Hood nicht endet: „Ich wünsche mir, dass seine Geschichte weitergeht – nur eben nicht gegen Gary.“
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Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








