Vorschau auf den Donnerstagnachmittag bei der Darts WM: Searle gegen Clayton und Anderson gegen Hood – Wer zieht ins Halbfinale ein?
PDC
Das neue Jahr startet mit einem echten Leckerbissen für Darts-Fans. In der Nachmittagssession der Darts WM 2026 kämpfen vier Spieler um die ersten beiden Tickets fürs Halbfinale. Mit dabei: die Nummer 4 der Welt, ein zweifacher Weltmeister und das Überraschungspaket dieses Turniers. Der Ally Pally verspricht erneut Drama, Spannung und erstklassige Darts-Unterhaltung.
Zum Auftakt trifft der Engländer Ryan Searle auf den Waliser Jonny Clayton, die Nummer 4 der Welt. Direkt danach steht Gary Anderson auf der Bühne – der zweimalige Weltmeister duelliert sich mit Sensationsmann Justin Hood, der bei dieser WM alle Erwartungen sprengt.
Spielplan Darts WM 2026
Donnerstag, 01.01.
Nachmittagssession (ab 13:30 Uhr)
| 13:40 Uhr | Ryan Searle | v | Jonny Clayton | VF |
| 15:30 Uhr | Gary Anderson | v | Justin Hood | VF |
Ryan Searle gegen Jonny Clayton
Das erste Viertelfinale verspricht Tempo, Qualität und starke Doppelquoten. Ryan Searle gehört bislang zu den formstärksten Spielern dieses Turniers. Vier deutliche Siege, kein einziger Satzverlust – so marschierte „Heavy Metal“ ins Viertelfinale. Chris Landman, Brendan Dolan, Martin Schindler und James Hurrell mussten Searles Power Darts Tribut zollen. In seinen letzten beiden Matches spielte der Engländer Averages jenseits der 100 Punkte. Gegen Hurrell zeigte er in Satz eins noch Nerven, holte das Entscheidungsleg aber mit kühlem Kopf und dominierte daraufhin das Match mit konsequentem Scoring und sicheren Finishes. Der Lohn: erstmals Viertelfinale bei einer Darts WM.
Searle hat bei der Darts WM bislang noch keinen Satz verloren.
Jonny Clayton hingegen musste für seinen Platz unter den letzten Acht etwas härter arbeiten. Der Waliser startete solide mit einem 3:1 gegen Adam Lipscombe, bevor er in Runde zwei kampflos weiterkam – sein Gegner Dom Taylor wurde nach einem positiven Dopingtest disqualifiziert. Gegen Niels Zonneveld geriet Clayton in der Runde der letzten 32 richtig unter Druck, musste in den Decider und gewann knapp mit 4:3. Auch gegen den schwedischen Debütanten Andreas Harrysson tat er sich lange schwer. Beim Stand von 2:2 vergab Harrysson vier Darts zur 3:2-Führung, Clayton nutzte seine Chance eiskalt, gewann 4:2 und zog damit zum vierten Mal in seiner Karriere ins WM-Viertelfinale ein.
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Insgesamt standen sich Searle und Clayton bereits elfmal gegenüber. Der direkte Vergleich spricht knapp für „The Ferret“: sechs Siege aus elf Duellen, darunter drei in fünf TV-Begegnungen. Doch das letzte Match, bei der EM 2025, entschied Searle mit 6:3 für sich – ein Fingerzeig für das kommende Viertelfinale. Beide sind in Topform und haben bewiesen, dass sie unter Druck liefern können. Die Statistik verspricht Ausgeglichenheit, die Form spricht für Searle. Dieses Duell könnte zu einem der engsten dieser WM werden.
Wenn es Clayton gelingt, seine Checkout-Quote zu stabilisieren und die ersten beiden Sätze eng zu halten, hat er jede Chance, seine Erfahrung auszuspielen. Doch Searle wirkt derzeit wie entfesselt – sein solides Scoring und die Ruhe im Finish machen ihn brandgefährlich.
Gary Anderson gegen Justin Hood
Das zweite Viertelfinale bringt eine Mischung aus Tradition und Märchen: Gary Anderson, der zweifache Weltmeister, trifft auf Justin Hood – den Shootingstar dieses Turniers. Der Schotte hat sich seine Viertelfinalteilnahme hart erarbeitet. Schon in der Auftaktrunde musste er gegen Adam Hunt alles geben. Beide spielten einen Average um die 95 Punkte, der Decider entschied das Match zu Andersons Gunsten. Auch gegen Connor Scutt wurde es knapp – mit 3:1 zog der Favorit in Runde drei ein, während er einen 105er Average spielte.
Gegen Jermaine Wattimena wurde es dann nervenaufreibend. Nach einer klaren 3:1-Führung vergab Anderson mehrere Matchdarts und musste den Ausgleich hinnehmen. Erst in der Verlängerung des siebten Satzes brachte er das Match mit 4:3 nach Hause. Dann kam Michael van Gerwen – und „The Flying Scotsman“ zeigte erneut ein starkes Niveau. Mit starkem Timing auf die Doppel und gewohnt solidem Scoring bezwang er den dreifachen Weltmeister überzeugend mit 4:1. Anderson präsentiert sich phasenweise in alter Stärke – ob er sie auch gegen Hood über die volle Distanz halten kann, bleibt die große Frage.
Justin Hood hingegen schreibt sein eigenes WM-Kapitel. Der Engländer, vor der WM kaum einem breiten Publikum bekannt, hat sich mit spektakulären Auftritten in die Herzen der Fans gespielt. Schon in Runde eins ließ er beim 3:0 gegen Nick Kenny keine Zweifel an seiner Klasse. Das Highlight folgte gegen Danny Noppert – ein wilder Schlagabtausch mit Averages über 102 auf beiden Seiten, entschieden erst im Sudden-Death-Leg. Hood behielt die Nerven, traf die Triple, als es zählte, und feierte den größten Sieg seiner Karriere.
Nach einem souveränen 4:1 gegen Ryan Meikle wartete in Runde vier der nächste Prüfstein: Josh Rock. Doch auch der Nordire fand kein Mittel gegen Hoods Konstanz auf die Doppel. Zwischenzeitlich stand Hood bei einer unglaublichen 100% Doppelquote – elf Treffer mit elf Versuchen. Erst beim Matchdart unterlief ihm der erste Fehler, am Ende blieb er bei 75% und gewann mit 4:0.
Anderson und Hood stehen sich im TV erstmals gegenüber. Auf dem Papier ist der Schotte der klare Favorit – allein seine Erfahrung auf dieser Bühne spricht Bände. Doch Hood spielt befreit, gelöst und mit einer Selbstverständlichkeit, die selbst etablierte Profis erstaunt. Sein Selbstvertrauen scheint mit jeder Runde gewachsen zu sein, und der Gedanke, „nichts verlieren zu können“, macht ihn brandgefährlich.
Sollte Anderson nicht früh die Kontrolle über die Partie übernehmen, könnte Hood erneut zuschlagen. Der Außenseiter hat bewiesen, dass er auch gegen große Namen kaltblütig bleibt. Sein Timing auf die Triple und seine Variabilität in den Finishes könnten den Unterschied machen. Andererseits wirkt Anderson entschlossener als in den letzten Jahren.
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Theo StodiekRedakteur
Theo ist seit 2025 Teil der Redaktion von Dartsnews.de und berichtet dort über den professionellen Dartsport. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der Erstellung von Liveblogs zu großen Turnieren und wichtigen Ereignissen, darunter die European Tour und die PDC World Darts Championship (WM). Dabei begleitet er das Geschehen in Echtzeit und ordnet Ergebnisse, Spielverläufe und Entwicklungen fortlaufend ein. Darüber hinaus schreibt er aktuelle Berichte und Hintergrundtexte rund um die internationale Darts-Szene.
Seine journalistische Laufbahn begann Theo als Praktikant und später als Werkstudent beim Online-Gaming-Magazin EarlyGame. Aktuell studiert er Ressortjournalismus an einer Hochschule. Theo arbeitet aus München und ist in seiner redaktionellen Arbeit eng mit Nicolas Gayer und Oliver Ried vernetzt. In seiner Berichterstattung legt er Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und die zeitnahe Aktualisierung von Inhalten, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








