Am vergangenen Wochenende machte die European Tour Station in München und brachte als viertes Event mit dem
German Darts Grand Prix erneut hochklassigen Sport auf die Bühne. Den
Titel sicherte sich Nathan Aspinall, der im Finale Danny Noppert mit 8:5 bezwang und damit ein starkes Turnier krönte.
Neben dem Sieger rückte auch
Andrew Gilding in den Fokus. Der Engländer überzeugte mit starken Leistungen und setzte eines der Highlights des Wochenendes.
Späte Chance genutzt: Gilding sorgt für Spektakel
Ursprünglich stand Gilding nicht im Teilnehmerfeld. Erst kurzfristige Absagen mehrerer Topspieler öffneten dem 55-Jährigen die Tür. Diese Gelegenheit ließ er sich nicht entgehen. Mit konstanten Leistungen spielte er sich bis ins Viertelfinale und unterstrich einmal mehr seine Qualitäten auf der großen Bühne.
Andrew Gilding erreichte das Viertelfinale beim German Darts Grand Prix
Dort traf Gilding auf Aspinall – und lieferte einen der denkwürdigsten Momente des Turniers. Beim Stand von 2:3 aus seiner Sicht behielt er die Nerven und konterte eindrucksvoll. Mit einem Ton-plus-Finish stellte er auf 3:3 und hielt das Match offen.
Für zusätzliche Begeisterung sorgte jedoch nicht nur das Finish selbst. Vor dem entscheidenden Wurf überraschte Gilding das Publikum mit einem kurzen Moonwalk. Die Mischung aus Präzision und Unterhaltung brachte ihm frenetischen Applaus ein und zeigte einmal mehr seine besondere Persönlichkeit auf der Bühne.
Am Ende setzte sich dennoch Aspinall mit 6:4 durch. Gilding verabschiedete sich erhobenen Hauptes aus dem Turnier. In der Weltrangliste bleibt er auf Rang 30, verbessert sich jedoch in der European Tour Order of Merit auf Platz 24 und wahrt damit seine Chancen auf die Qualifikation zur Europameisterschaft.