Die
UK Open 2026 starteten am Freitagnachmittag mit einem Teilnehmerfeld von 157 Spielern. Nach fünf gespielten Runden sind davon noch 16 übrig. Sie kämpfen am Samstagabend um ein Ticket für den Finaltag des „FA Cup of Darts“.
Auffällig ist, wie viele große Namen weiterhin im Turnier vertreten sind. Gleich elf Spieler aus den Top-12 der PDC Order of Merit haben die ersten Hürden erfolgreich überstanden.
Hochkarätige Duelle im Achtelfinale
Das offene Auslosungsformat der
UK Open sorgt traditionell für unvorhersehbare Paarungen. Auch in diesem Jahr hat die Auslosung einige hochkarätige Begegnungen für das Achtelfinale hervorgebracht.
Unter den letzten 16 Spielern befinden sich gleich mehrere frühere Gewinner dieses Turniers. Am Format ändert sich im Achtelfinale nichts: Wer zuerst zehn Legs gewinnt, zieht in die nächste Runde ein.
Stephen Bunting vs. Josh Rock
Im Achtelfinale kommt es zu einem Premier-League-Duell zwischen Stephen Bunting und Josh Rock. Angesichts der zahlreichen Topspieler im verbliebenen Feld war eine solche Paarung kaum zu vermeiden.
Bunting präsentiert sich in Minehead bislang äußerst souverän und geriet im Turnierverlauf noch kein einziges Mal ernsthaft in Bedrängnis. Der Engländer startete in Runde vier mit einem überzeugenden 10:5-Erfolg gegen Thibault Tricole und legte anschließend ein deutliches 10:2 gegen Mensur Suljovic nach.
Josh Rock musste sich seinen Platz unter den letzten Sechzehn deutlich härter erarbeiten. Am Freitagabend lieferte er sich zunächst ein enges Duell mit William O’Connor, das erst im Entscheidungsleg mit 10:9 entschieden wurde. Anschließend setzte sich der Nordire mit 10:7 gegen Dominik Gruellich durch.
Martin Lukeman vs. Jonny Clayton
Martin Lukeman dürfte das Erreichen des Achtelfinals gut tun. Nach seinem überraschenden Finaleinzug beim Grand Slam of Darts 2024 folgten für „Smash“ nur wenige weitere Highlights. Im Jahr 2025 blieb der Engländer weitgehend unauffällig, und auch 2026 kam seine Saison bislang nur langsam in Gang.
Das Achtelfinale bei den UK Open bietet nun die Chance auf ein neues Erfolgserlebnis. Nach Siegen über Thomas Lovely (6:4), Ritchie Edhouse (10:6) und Madars Razma (10:3) steht Lukeman erneut vor einer großen Aufgabe. Gegen Jonny Clayton geht es um den Einzug ins Viertelfinale.
Clayton reist allerdings mit viel Selbstvertrauen an. „The Ferret“ führt derzeit die Tabelle der Premier League Darts an und präsentierte sich auch in Minehead bisher äußerst stabil. Der Waliser besiegte Alexander Merkx klar mit 10:2 und setzte sich anschließend mit 10:7 gegen Darryl Pilgrim durch.
Gary Anderson vs. Luke Littler
Ein weiteres Achtelfinale verspricht besonders hochklassiges Darts.
Gary Anderson trifft auf
Luke Littler – zwei Spieler, die für ihr schnelles Tempo und eine hohe Anzahl an 180ern bekannt sind.
Sollte Anderson die Form aus den vorherigen Runden bestätigen, wird Littler sein bestes Niveau abrufen müssen. Der Schotte bezwang zunächst Dirk van Duijvenbode mit 10:6 und setzte sich anschließend mit 10:7 gegen Martin Schindler durch. Dabei spielte Anderson beeindruckende Averages von 107,42 beziehungsweise 105,80.
Littler hat in Minehead bislang noch nicht sein volles Potenzial gezeigt. Sein Auftaktmatch gewann er zwar klar mit 10:3 gegen Damon Heta, blieb dabei mit einem Average von 94,81 jedoch unter seinem üblichen Niveau. Im anschließenden Duell mit Kevin Doets geriet er stärker unter Druck, setzte sich letztlich aber mit 10:8 durch.
Daryl Gurney vs. Rob Cross
Daryl Gurney scheint an seine stabileren Auftritte aus dem vergangenen Jahr anzuknüpfen. Bereits 2025 erreichte der Nordire wieder häufiger die späteren Turnierphasen, und auch bei den UK Open 2026 präsentiert er sich bislang konkurrenzfähig.
Auf dem Weg ins Achtelfinale setzte sich Gurney zunächst mit 10:7 gegen Niels Zonneveld durch, bevor er sich anschließend mit 10:8 gegen Ross Smith behauptete.
Rob Cross sorgte derweil am Freitagabend für das Aus von Gian van Veen – dem einzigen Spieler aus den Top-12 der PDC Order of Merit, der es nicht unter die letzten 16 schaffte. Für „Voltage“ wurde es am Samstagnachmittag allerdings selbst noch einmal eng: Gegen Mike De Decker lag Cross bereits mit 7:9 zurück, ehe er die Partie doch noch drehte und sich mit 10:9 durchsetzte.
Michael van Gerwen vs. James Wade
Im Achtelfinale treffen zwei der erfolgreichsten Spieler in der Geschichte der UK Open aufeinander. Sowohl
Michael van Gerwen als auch James Wade haben das Turnier bereits dreimal gewonnen – nur Phil Taylor liegt mit fünf Titeln noch vor ihnen.
Van Gerwen wurde gleich in seinem ersten Auftritt ernsthaft gefordert. In Runde vier traf der Niederländer auf Nathan Aspinall und setzte sich nach einer intensiven Partie mit 10:8 durch. Aspinall spielte dabei einen Average von 101,89, doch Van Gerwen behielt die Kontrolle über das Match.
In der folgenden Runde lieferte der Niederländer gegen Kai Gotthardt eine wechselhafte Leistung ab, gewann am Ende jedoch mit 10:6.
James Wade musste in seinem Auftaktmatch zunächst über die volle Distanz gehen. Gegen Chris Dobey entschied er ein Duell im Entscheidungsleg für sich. Anschließend präsentierte sich „The Machine“ deutlich souveräner und besiegte Gabriel Clemens klar mit 10:2.
Michael van Gerwen und James Wade haben die UK Open jeweils dreimal gewonnen
Gerwyn Price vs. Keane Barry
Gerwyn Price dürfte mit seiner bisherigen Auslosung durchaus zufrieden sein. Nach einem klaren 10:3-Erfolg über Greg Ritchie meisterte der Waliser mit einem 10:5 gegen Wessel Nijman auch seine erste größere Bewährungsprobe im Turnier.
Im Achtelfinale trifft Price nun auf Keane Barry, den aktuell am schlechtesten platzierten Spieler der Weltrangliste, der noch im Wettbewerb vertreten ist. Allerdings hat Barry bei den UK Open bereits bewiesen, dass er bei diesem Turnier für Überraschungen sorgen kann: 2022 erreichte der Ire hier das Halbfinale.
Schon das Erreichen des Achtelfinals bringt Barry wichtige Punkte im Kampf um den Verbleib auf der Tour, denn im Laufe des Jahres steht für ihn auch die Sicherung seiner Tour Card im Fokus. Auf seinem Weg in diese Runde setzte er sich gegen Kim Huybrechts (6:5), Henry Coates (10:2) und Ryan Joyce (10:7) durch.
Luke Humphries vs. Danny Noppert
Ein weiteres hochklassiges Duell im Achtelfinale bestreiten Luke Humphries und Danny Noppert – zwei Spieler, die bislang mit starken Leistungen durch das Turnier marschiert sind.
Humphries überstand seine ersten beiden Partien äußerst souverän. Zunächst besiegte „Cool Hand Luke“ Luke Woodhouse deutlich mit 10:3 und spielte dabei einen Average von 105,16. Anschließend ließ der Weltmeister auch Dave Chisnall beim 10:4 keine Chance und bestätigte seine Form mit einem weiteren starken Schnitt von 103,65.
Danny Noppert präsentierte sich ebenfalls überzeugend. Der Niederländer setzte sich klar gegen Dimitri Van den Bergh (10:4) und Peter Wright (10:2) durch. Gegen Van den Bergh gelang ihm dabei sogar ein spektakulärer
9-Darter.
Zwei der stärksten Akteure des bisherigen Turnierverlaufs: Danny Noppert und Luke Humphries
Ryan Searle vs. Krzysztof Ratajski
Das letzte Achtelfinale bestreiten Ryan Searle und Krzysztof Ratajski – eine Paarung, die beiden Spielern die realistische Chance eröffnet, ein Major-Viertelfinale zu erreichen.
Searle setzte sich zunächst mit 10:7 gegen Andy Boulton durch. In der nächsten Runde musste er deutlich mehr kämpfen: Gegen Michael Smith entwickelte sich eine enge Partie, die Searle schließlich im Entscheidungsleg mit 10:9 für sich entschied.
Ratajski überzeugte bislang ebenfalls mit stabilen Leistungen. Der Pole ließ Ricky Evans beim 10:4 kaum Chancen und bestätigte seine Form anschließend mit einem 10:5-Erfolg über Oskar Lukasiak in der fünften Runde.
Auslosung & Spielplan UK Open 2026
Samstag, 07.03.2026
Abendsession (ab 20:00 Uhr)
Hauptbühne
| Stephen Bunting | v | Josh Rock | L16 |
| Gary Anderson | v | Luke Littler | L16 |
| Michael van Gerwen | v | James Wade | L16 |
| Luke Humphries | v | Danny Noppert | L16 |
Nebenbühne
| Martin Lukeman | v | Jonny Clayton | L16 |
| Daryl Gurney | v | Rob Cross | L16 |
| Gerwyn Price | v | Keane Barry | L16 |
| Ryan Searle | v | Krzysztof Ratajski | L16 |