Die fünfte Runde der
UK Open 2026 hat am Samstagnachmittag in Minehead für hochklassige Duelle und eine intensive Session gesorgt. Aus deutscher Sicht standen gleich vier Spieler im Kampf um den Einzug ins Achtelfinale am Oche:
Martin Schindler,
Gabriel Clemens, Kai Gotthardt und Dominik Grüllich. Trotz mehrerer starker Leistungen blieb den deutschen Teilnehmern der Sprung in die Runde der letzten 16 letztlich jedoch verwehrt. Während Schindler gegen einen überragenden
Gary Anderson lange mithielt und Gotthardt sogar phasenweise Michael van Gerwen unter Druck setzte, mussten sich am Ende alle vier Deutschen ihren hochkarätigen Gegnern geschlagen geben.
Den Auftakt aus deutscher Sicht machte Martin Schindler, der auf der Hauptbühne auf den zweimaligen Weltmeister Gary Anderson traf. Lange entwickelte sich eine ausgeglichene Partie ohne Breaks, in der beide Spieler ihre Anwurflegs souverän verteidigten. Erst ein spektakuläres 121er-Finish brachte Anderson entscheidend in Front. Der „Flying Scotsman“ spielte sich anschließend in einen wahren Rausch und setzte sich schließlich mit 10:7 durch – begleitet von einem überragenden Average von knapp 106 Punkten. Schindler hielt mit soliden 94 Punkten im Schnitt dagegen, konnte das Tempo des Schotten in der entscheidenden Phase jedoch nicht mehr mitgehen.
Deutliche Niederlage für Clemens
Für Gabriel Clemens verlief die 5. Runde deutlich komplizierter. Sein Gegner
James Wade präsentierte sich von Beginn an äußerst präzise auf die Doppel und dominierte die Partie früh. Clemens fand nur selten Zugriff auf das Spielgeschehen und geriet schnell klar ins Hintertreffen. Wade nutzte seine Chancen konsequent und zog mit einem klaren 10:2-Erfolg souverän ins Achtelfinale ein.
Auch Dominik Grüllich musste sich trotz einer engagierten Leistung geschlagen geben. Gegen Premier-League-Star Josh Rock hielt der junge Deutsche über weite Strecken gut mit und kämpfte sich zwischenzeitlich mit zwei starken 13-Dartern wieder zurück ins Match. In der entscheidenden Phase erwies sich Rock jedoch als der konstantere Spieler und setzte sich letztlich mit 10:7 durch.
Der letzte deutsche Hoffnungsträger war Kai Gotthardt, der auf der Nebenbühne auf Michael van Gerwen traf. Der Esslinger zeigte eine starke Leistung und lieferte dem dreifachen Weltmeister über weite Strecken ein offenes Match. Besonders beim Stand von 5:5 nach der ersten Pause bewies Gotthardt Nervenstärke und hielt mit starkem Scoring dagegen. Van Gerwen fand jedoch im weiteren Verlauf die entscheidenden Antworten und setzte sich schließlich mit 10:6 durch, womit auch der letzte deutsche Spieler aus dem Turnier ausschied.
Littler, Humphries und Price im Achtelfinale
Neben den deutschen Begegnungen bot die Session zahlreiche weitere Highlights. Gerwyn Price setzte sich in einem hochklassigen Duell mit 10:5 gegen Wessel Nijman durch, nachdem beide Spieler zeitweise Averages weit jenseits der 100-Punkte-Marke produzierten. Ebenfalls souverän präsentierte sich Danny Noppert, der den zweimaligen Weltmeister Peter Wright deutlich mit 10:2 aus dem Turnier nahm. Ähnlich wenige Probleme hatte Luke Humphries, der Dave Chisnall auf der Hauptbühne mit 10:4 bezwang.
Auch Jonny Clayton und Martin Lukeman lösten früh ihre Tickets für das Achtelfinale. Clayton setzte sich mit 10:7 gegen Darryl Pilgrim durch, während Lukeman Madars Razma klar mit 10:3 besiegte. Für Spannung sorgte zudem das Duell zwischen Daryl Gurney und Ross Smith, das der Nordire am Ende mit 10:8 für sich entschied. Zudem stellte Keane Barry, der 2022 bereits das Halbfinale der UK Open erreichte, erneut unter Beweis, dass er ein wahrer Minehead-Experte ist. Der Ire setzte sich mit 10:7 gegen Ryan Joyce durch und sicherte sich sein Achtelfinal-Ticket.
Für weitere Höhepunkte sorgten außerdem Ryan Searle und Rob Cross. Searle eliminierte den ehemaligen Weltmeister Michael Smith in einem packenden Decider mit 10:9, während Cross sich ebenfalls erst im Entscheidungsleg gegen Mike De Decker behauptete. Auf der Hauptbühne hatte sich zuvor bereits Luke Littler mit 10:8 gegen Kevin Doets durchgesetzt und damit ebenfalls das Achtelfinale erreicht.