Josh Rock hatte sich sein Debüt in der Premier League anders vorgestellt. Nach 13 Spieltagen steht der Nordire am Tabellenende, die Teilnahme an der Finals Night ist außer Reichweite. Vor allem der katastrophale Start mit sieben Niederlagen in Serie wiegt schwer und prägt seine bislang enttäuschende Kampagne.
Auch am 13. Spieltag in Aberdeen blieb Rock ohne Erfolgserlebnis. Gegen einen bärenstarken Luke Littler fand er kein Mittel und unterlag mit 3:6. Littler dominierte die Partie mit einem Average von 105,86 und ließ Rock kaum Luft zum Atmen.
Freundschaft gibt Halt abseits der Bühne
Trotz der sportlichen Rückschläge kann sich „Rocky“ auf Rückhalt außerhalb des Oche verlassen. Über ihre gemeinsame Leidenschaft für den Rangers F.C. entwickelte sich eine enge Freundschaft zum schottischen Strongman Tom Stoltman. Der Kraftsportler begleitet Rocks Weg seit Monaten intensiv.
„Über die Rangers haben wir uns kennengelernt. Wir sind beide riesige Fans und schreiben uns schon seit einiger Zeit“, erzählt Stoltman. Ein gemeinsames Treffen in Glasgow festigte die Verbindung weiter. „Er hat mich eingeladen, wir hatten eine großartige Zeit. Danach bin ich nach Aberdeen gefahren, habe ihn backstage besucht und wir konnten etwas entspannen. Er ist einfach ein Top-Typ.“
Neben dem Fußball verbindet die beiden auch die Begeisterung für Darts. „Wir gehen zusammen zu Matches und sind inzwischen wirklich gute Freunde“, so Stoltman weiter. „Und es hilft natürlich, dass er ein herausragender Spieler ist.“
Klare Worte vom Freund
Trotz aller Sympathie findet Stoltman deutliche Worte zur aktuellen Formkrise seines Freundes. „Ich habe ihm schon ein paar kräftige Klapse auf die Schulter gegeben. Er muss sich ein bisschen fangen“, sagt der amtierende Strongman-Champion mit einem Augenzwinkern.
An Unterstützung mangelt es Rock dennoch nicht. „Ich bin da, um ihn anzufeuern. Und wenn er nicht gewinnt? Dann packe ich ihn am Nacken und werfe ihn aus dem Gebäude“, scherzt Stoltman.
Auch eigene Erfahrungen am Dartboard haben seinen Respekt vor dem Sport weiter gesteigert. „Darts ist unglaublich schwer. Ich habe ein Board zu Hause, aber ich verstehe nicht, wie die Jungs das machen. Sie lassen es so leicht aussehen.“ Seine Trefferquote beschreibt er selbstkritisch: „Ich treffe meistens Einser und Dreier – und manchmal sogar gar nichts.“
Für Stoltman steht fest: Darts verlangt höchste Präzision und mentale Stärke. Trotzdem bleibt er seiner Disziplin treu. „Ich hebe lieber Gewichte, statt Pfeile zu werfen und Kopfrechnen zu machen – an jedem Tag der Woche.“