Wessel Nijman gewinnt Players Championship 21 und holt sechsten Floor-Titel des Jahres – Gotthardt im Achtelfinale
PDC
Wessel Nijman hat seine beeindruckende Saison 2026 fortgesetzt und sich bei Players Championship 21 in Wigan seinen bereits sechsten ProTour-Titel des Jahres gesichert. Im Finale setzte sich der Niederländer mit 8:6 gegen Ryan Searle durch und bestätigte einmal mehr seine Ausnahmestellung auf der Floor-Tour.
Bemerkenswert: Es war Nijmans erster Titel bei einem ungeraden Players-Championship-Turnier. Besonders spektakulär war sein Weg zum Titel allerdings nicht. Der Niederländer musste sich mehrfach durchkämpfen, gewann einige enge Partien und erreichte dennoch erneut das Endspiel.
Auch im Finale setzte sich eine bekannte Geschichte fort. Zum siebten Mal traf Nijman auf Ryan Searle – und zum siebten Mal ging der Niederländer als Sieger von der Bühne. Searle erspielte sich zwar immer wieder Chancen, ließ aber zu viele Doppelfelder ungenutzt. Nijman zeigte sich dagegen eiskalt und nutzte die Fehler seines Gegners konsequent aus.
Nijman überzeugt erneut mit starkem Turnierlauf
Sechs Players-Championship-Turniere waren seit seinem letzten Titelgewinn vergangen. Gemessen an den hohen Erwartungen wirkte diese Zeitspanne beinahe ungewöhnlich lang.
Zum Auftakt besiegte Nijman Stephen Burton mit 6:4, ehe er Daryl Pilgrim mit 6:2 ausschaltete. Anschließend ließ er Adam Gawlas ebenfalls beim 6:2 kaum eine Chance.
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Im Achtelfinale wartete mit Kai Gotthardt ein Spieler, der zuvor einen Average von über 107 Punkten gespielt hatte. Nijman setzte sich dennoch souverän mit 6:3 durch.
Seinen vielleicht stärksten Auftritt zeigte er anschließend gegen Kevin Doets. Der formstarke Landsmann wurde mit 6:1 bezwungen. Dabei spielte Nijman einen Average von 100,63 Punkten.
Im Halbfinale besiegte er schließlich Beau Greaves mit 7:4 und zog erneut in ein Players-Championship-Endspiel ein.
Siebtes Duell, siebter Nijman-Sieg
Searle erwischte den besseren Start ins Finale und sicherte sich direkt das Break zum 1:0. Nijman antwortete jedoch umgehend und glich aus.
Das gesamte Endspiel verlief nach einem ähnlichen Muster. Immer wieder gelang Searle ein Break, doch ebenso oft schlug Nijman sofort zurück. Beide Spieler bewegten sich über weite Strecken im mittleren 90er-Average-Bereich.
Beim Stand von 4:4 und später 5:5 blieb die Partie völlig offen. Während Searle jedoch zahlreiche Chancen auf die Doppel vergab, zeigte sich Nijman in den entscheidenden Momenten deutlich konsequenter.
Besonders die Doppel 4, Doppel 5 und Doppel 18 erwiesen sich für den Niederländer als wichtige Trefferfelder. Mehrfach nutzte er seinen letzten Dart, um Legs doch noch zu gewinnen.
Searle vergab zudem mehrere Möglichkeiten auf hohe Checkouts. Unter anderem scheiterte er auf dem Bullseye an einem spektakulären 161er-Finish.
Die deutschen
Gleich sieben deutsche Spieler erreichten die 2. Runde. Ricardo Pietreczko erreichte nach starken Auftritten Runde 3, scheiterte dann allerdings an einem starken Kevin Doets. Noch stärker war allerdings Kai Gotthardt. Nach Siegen über Dennie Olde Kalter, Niko Springer und Damon Heta scheiterte er am späteren Sieger Wessel Nijman.
Zahlreiche Topspieler fehlen oder scheitern früh
Mehrere große Namen waren in Wigan gar nicht erst am Start. Die World-Cup-Sieger Luke Littler und Luke Humphries verzichteten ebenso auf eine Teilnahme wie Michael van Gerwen, James Wade, Josh Rock, Gary Anderson und Nathan Aspinall.
Gerwyn Price gehörte zu den Favoriten, verlor jedoch bereits in Runde eins knapp gegen Cristo Reyes.
Auch Gian van Veen setzte seine schwache Players-Championship-Serie fort und schied in Runde zwei aus. Seine Qualifikation für die Players Championship Finals gerät damit zunehmend in Gefahr.
Players-Championship-20-Sieger Ross Smith und der formstarke Luke Woodhouse verabschiedeten sich im Achtelfinale.
Ein besonderes Ausrufezeichen setzte dagegen Michael Smith. Trotz eines Averages von über 105 Punkten verlor der frühere Weltmeister gegen Ross Smith. Ebenfalls in Runde zwei scheiterten Peter Wright, Rob Cross und Dave Chisnall. Raymond van Barneveld konnte im gesamten Turnier lediglich vier Legs gewinnen.

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026










