Wessel Nijman gewinnt Players Championship 21 und holt sechsten Floor-Titel des Jahres – Gotthardt im Achtelfinale

PDC
Dienstag, 16 Juni 2026 um 20:21
Wessel Nijman (2)
Wessel Nijman hat seine beeindruckende Saison 2026 fortgesetzt und sich bei Players Championship 21 in Wigan seinen bereits sechsten ProTour-Titel des Jahres gesichert. Im Finale setzte sich der Niederländer mit 8:6 gegen Ryan Searle durch und bestätigte einmal mehr seine Ausnahmestellung auf der Floor-Tour.
Bemerkenswert: Es war Nijmans erster Titel bei einem ungeraden Players-Championship-Turnier. Besonders spektakulär war sein Weg zum Titel allerdings nicht. Der Niederländer musste sich mehrfach durchkämpfen, gewann einige enge Partien und erreichte dennoch erneut das Endspiel.
Auch im Finale setzte sich eine bekannte Geschichte fort. Zum siebten Mal traf Nijman auf Ryan Searle – und zum siebten Mal ging der Niederländer als Sieger von der Bühne. Searle erspielte sich zwar immer wieder Chancen, ließ aber zu viele Doppelfelder ungenutzt. Nijman zeigte sich dagegen eiskalt und nutzte die Fehler seines Gegners konsequent aus.

Nijman überzeugt erneut mit starkem Turnierlauf

Sechs Players-Championship-Turniere waren seit seinem letzten Titelgewinn vergangen. Gemessen an den hohen Erwartungen wirkte diese Zeitspanne beinahe ungewöhnlich lang.
Zum Auftakt besiegte Nijman Stephen Burton mit 6:4, ehe er Daryl Pilgrim mit 6:2 ausschaltete. Anschließend ließ er Adam Gawlas ebenfalls beim 6:2 kaum eine Chance.
Im Achtelfinale wartete mit Kai Gotthardt ein Spieler, der zuvor einen Average von über 107 Punkten gespielt hatte. Nijman setzte sich dennoch souverän mit 6:3 durch.
Seinen vielleicht stärksten Auftritt zeigte er anschließend gegen Kevin Doets. Der formstarke Landsmann wurde mit 6:1 bezwungen. Dabei spielte Nijman einen Average von 100,63 Punkten.
Im Halbfinale besiegte er schließlich Beau Greaves mit 7:4 und zog erneut in ein Players-Championship-Endspiel ein.

Siebtes Duell, siebter Nijman-Sieg

Searle erwischte den besseren Start ins Finale und sicherte sich direkt das Break zum 1:0. Nijman antwortete jedoch umgehend und glich aus.
Das gesamte Endspiel verlief nach einem ähnlichen Muster. Immer wieder gelang Searle ein Break, doch ebenso oft schlug Nijman sofort zurück. Beide Spieler bewegten sich über weite Strecken im mittleren 90er-Average-Bereich.
Beim Stand von 4:4 und später 5:5 blieb die Partie völlig offen. Während Searle jedoch zahlreiche Chancen auf die Doppel vergab, zeigte sich Nijman in den entscheidenden Momenten deutlich konsequenter.
Besonders die Doppel 4, Doppel 5 und Doppel 18 erwiesen sich für den Niederländer als wichtige Trefferfelder. Mehrfach nutzte er seinen letzten Dart, um Legs doch noch zu gewinnen.
Searle vergab zudem mehrere Möglichkeiten auf hohe Checkouts. Unter anderem scheiterte er auf dem Bullseye an einem spektakulären 161er-Finish.

Die deutschen

Gleich sieben deutsche Spieler erreichten die 2. Runde. Ricardo Pietreczko erreichte nach starken Auftritten Runde 3, scheiterte dann allerdings an einem starken Kevin Doets. Noch stärker war allerdings Kai Gotthardt. Nach Siegen über Dennie Olde Kalter, Niko Springer und Damon Heta scheiterte er am späteren Sieger Wessel Nijman.

Zahlreiche Topspieler fehlen oder scheitern früh

Mehrere große Namen waren in Wigan gar nicht erst am Start. Die World-Cup-Sieger Luke Littler und Luke Humphries verzichteten ebenso auf eine Teilnahme wie Michael van Gerwen, James Wade, Josh Rock, Gary Anderson und Nathan Aspinall.
Gerwyn Price gehörte zu den Favoriten, verlor jedoch bereits in Runde eins knapp gegen Cristo Reyes.
Auch Gian van Veen setzte seine schwache Players-Championship-Serie fort und schied in Runde zwei aus. Seine Qualifikation für die Players Championship Finals gerät damit zunehmend in Gefahr.
Players-Championship-20-Sieger Ross Smith und der formstarke Luke Woodhouse verabschiedeten sich im Achtelfinale.
Ein besonderes Ausrufezeichen setzte dagegen Michael Smith. Trotz eines Averages von über 105 Punkten verlor der frühere Weltmeister gegen Ross Smith. Ebenfalls in Runde zwei scheiterten Peter Wright, Rob Cross und Dave Chisnall. Raymond van Barneveld konnte im gesamten Turnier lediglich vier Legs gewinnen.
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