World Grand Prix 2026: Rock und Dobey raus – Anderson und Searle überleben Matchdarts

PDC
Mittwoch, 30 September 2026 um 00:25
Josh Rock
Auch der zweite Abend beim World Grand Prix 2026 in Leicester brachte große Überraschungen und dramatische Entscheidungen. Nach Luke Littler und Michael van Gerwen erwischte es in der ersten Runde auch Josh Rock und Chris Dobey. Gary Anderson und Ryan Searle entkamen dem frühen Aus dagegen erst nach vergebenen Matchdarts ihrer Gegner.
James Wade kämpfte sich ebenfalls nach einem Satzrückstand ins Achtelfinale. Gian van Veen feierte seinen ersten Sieg beim World Grand Prix, während Luke Humphries gegen Dave Chisnall seiner Favoritenrolle gerecht wurde.

Wattimena schickt Dobey ohne Satzgewinn nach Hause

Das erste Spiel des Abends bestritten Chris Dobey und Jermaine Wattimena. Der Niederländer fand sofort besser in die Partie und sicherte sich den ersten Satz mit 3:1 in Legs. Dobey geriet damit früh unter Druck.
Im zweiten Durchgang hielt der an Position 15 gesetzte Engländer die Begegnung länger offen. Wattimena erzwang jedoch ein Entscheidungsleg und fand dort schneller über das Einstiegsdoppel ins Spiel. Mit einem 40er-Checkout besiegelte er den 2:0-Sieg in Sätzen und schickte Dobey bereits nach der ersten Runde nach Hause.

Searle übersteht vier Matchdarts gegen O’Connor

Deutlich dramatischer verlief die zweite Begegnung zwischen Ryan Searle und William O’Connor. Searle entschied den ersten Satz mit einem 103er-Checkout im fünften Leg für sich. Der Ire antwortete jedoch mit einem makellosen zweiten Durchgang und erzwang den ersten Entscheidungssatz des Abends.
Dort setzte O’Connor seinen starken Lauf zunächst fort. Ein 95er-Checkout mit zwei Treffern auf der Doppel-19 brachte ihm eine 2:0-Führung in Legs. Anschließend erspielte er sich drei Matchdarts, ließ jedoch alle drei Chancen ungenutzt.
Searle kämpfte sich zurück und erzwang mit einem 64er-Checkout das entscheidende fünfte Leg. Dort stellte sich der Engländer auf 54 Punkte Rest. O’Connor bekam unterdessen einen vierten Matchdart auf dem Bullseye, verpasste aber auch diesen.
Searle nutzte seine Chance sofort. Er verwandelte seinen ersten Matchdart auf der Doppel-20 und zog mit einem hart erkämpften 2:1-Sieg ins Achtelfinale ein.

Zonneveld wirft Rock mit drei High Finishes aus dem Turnier

Auch die dritte Partie entwickelte sich zu einem packenden Duell. Josh Rock verpasste im ersten Satz zwei Darts auf die Doppel und kassierte gegen Niels Zonneveld das Break zum 1:2. Der Niederländer sicherte sich anschließend auf der Doppel-20 den ersten Satz.
Im zweiten Satz deutete zunächst erneut vieles auf Zonneveld hin. Er ging mit 2:1 in Führung, doch Rock glich souverän aus. Im Entscheidungsleg stellte sich der Nordire mit einer 180 auf 151 Punkte Rest.
Diese löschte Rock über Triple-20, Triple-17 und Doppel-20 zum Satzausgleich. Zonneveld wartete zu diesem Zeitpunkt bereits bei 91 Punkten auf seine Chance zum Matchgewinn.
Im dritten Satz schlug der Niederländer eindrucksvoll zurück. Mit Checkouts von 103 und 116 Punkten erspielte er sich eine 2:0-Führung in Legs. Rock verkürzte zwar noch einmal, konnte das frühe Aus aber nicht mehr verhindern.
Josh Rock
Verlor sein Auftaktspiel beim World Grand Prix 2026: Josh Rock
Zonneveld beendete die Begegnung mit einem weiteren spektakulären Finish. Während Rock bei 126 Punkten Rest wartete, checkte der Niederländer 133 über Triple-20, Triple-15 und Doppel-14. Damit schied nach Littler und van Gerwen ein weiterer prominenter Titelkandidat bereits in der ersten Runde aus.

Wade dreht die Partie gegen Cullen

James Wade musste gegen Joe Cullen ebenfalls einem Rückstand hinterherlaufen. Probleme auf den Doppeln kosteten ihn den ersten Satz. Anschließend steigerte sich der erfahrene Engländer und entschied den zweiten Durchgang mit einem Bullseye-Finish mit 3:1 für sich.
Im Entscheidungssatz übernahm Wade zunehmend die Kontrolle. Beim Versuch, die Partie zu beenden, machte er es allerdings noch einmal spannend: Sechs Matchdarts ließ er ungenutzt.
Erst der siebte Versuch brachte die Entscheidung. Wade traf die Doppel-10 zum 3:1 im letzten Satz und sicherte sich damit den 2:1-Erfolg über Cullen.

Anderson überlebt Matchdart und verhindert Hetas Premierensieg

Damon Heta eröffnete seine Begegnung mit Gary Anderson mit einem 109er-Checkout. Der Schotte bekam später zwei Breakchancen, um im ersten Satz ein Entscheidungsleg zu erzwingen. Beide Darts verfehlten jedoch ihr Ziel, ehe Heta auf der Doppel-12 den Satzgewinn perfekt machte.
Im zweiten Durchgang gewannen beide Spieler zunächst ihre jeweiligen Anwurflegs. Damit fiel die Entscheidung im fünften Leg, in dem Heta bei 95 Punkten Rest einen Matchdart auf der Doppel-5 bekam. Sein Versuch landete allerdings knapp unter dem Feld.
Anderson bestrafte den Fehler mit einem 115er-Checkout auf der Doppel-20 und glich zum 1:1 in Sätzen aus. Danach kam der zweimalige Weltmeister richtig in Schwung und übernahm die Kontrolle über die Begegnung.
Mit einem 42er-Checkout auf der Doppel-11 vollendete Anderson schließlich seine Aufholjagd zum 2:1-Sieg. Heta muss dagegen weiterhin auf seinen ersten Erfolg beim World Grand Prix warten.

Van Veen feiert ersten Sieg beim World Grand Prix

Gian van Veen wollte gegen Dirk van Duijvenbode ebenfalls seinen ersten Sieg bei diesem Turnier feiern. Der amtierende European Champion erwischte den deutlich besseren Start. Weil sein Landsmann kaum ins Spiel fand, sicherte sich van Veen den ersten Satz.
Auch die ersten beiden Legs des zweiten Durchgangs gingen an van Veen. Dann meldete sich van Duijvenbode eindrucksvoll zurück: Auf ein 101er-Checkout ließ er einen 11-Darter zum 2:2 folgen.
Im Entscheidungsleg bekam van Duijvenbode sogar zwei Chancen zum Satzausgleich. Beide Satzdarts ließ er jedoch liegen. Van Veen nutzte das mit einem 69er-Checkout auf der Doppel-16 und machte seinen 2:0-Sieg perfekt.
Gian van Veen & Dirk van Duijvenbode
Gian van Veen ging gegen Dirk van Duijvenbode als Sieger vom Board

Humphries setzt sich trotz Doppelprobleme gegen Chisnall durch

Im vorletzten Spiel des Abends fanden weder Luke Humphries noch Dave Chisnall ihren Rhythmus. Humphries erarbeitete sich gegen einen schwachen Chisnall dennoch den ersten Satz.
Auch im zweiten Durchgang verpassten beide Engländer zahlreiche Darts auf die Einstiegsdoppel. Humphries setzte schließlich mit einem 109er-Checkout zum Break und zur 2:1-Führung in Legs den entscheidenden Akzent.
Auf der Doppel-4 besiegelte er anschließend seinen 2:0-Erfolg in Sätzen. Damit steht auch der Mann im Achtelfinale, der bei den vergangenen drei Ausgaben des World Grand Prix jeweils mindestens das Finale erreicht hatte.

Bunting bezwingt Gilding im Entscheidungssatz

Auch im letzten Spiel des Abends standen zunächst die Probleme auf den Doppeln im Mittelpunkt. Andrew Gilding fand nur schwer über das Einstiegsdoppel in seine Legs, während Stephen Bunting zahlreiche Chancen auf die Schlussdoppel vergab. Dennoch sicherte sich „The Bullet“ den ersten Satz auf der Doppel-1.
Im zweiten Satz hatte auch Bunting zunehmend Probleme mit den Einstiegsdoppeln. Gilding nutzte seine Chance und sicherte sich mit einem 51er-Checkout den Ausgleich zum 1:1 in Sätzen. Damit ging auch die letzte Partie des Abends in einen Entscheidungssatz.
Dort verpasste Bunting zunächst seinen ersten Matchdart, ehe Gilding noch einmal auf 1:2 in Legs verkürzte. Anschließend machte „The Bullet“ auf der Doppel-8 den 2:1-Sieg in Sätzen perfekt und zog ins Achtelfinale ein.
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