Der an Nummer eins gesetzte
Jimmy van Schie beendete die Samstagabend-Session der
WDF Weltmeisterschaft mit einem souveränen 3:0-Erfolg gegen Alex Williams.
Im vorherigen Verlauf des Abends kehrte ein Publikumsliebling auf die Lakeside-Bühne zurück – außerdem waren zwei deutsche Akteure im Einsatz.
Der Niederländer van Schie setzte im letzten Spiel des Abends gleich ein erstes Ausrufezeichen: Mit einem 80er-Finish in zwei Darts eröffnete er die Partie, anschließend folgte ein starkes 15-Dart-Break. Kurz darauf legte van Schie mit einem weiteren Break nach, doch ein 120er-Checkout hielt den Waliser in der Anfangsphase im Spiel.
Chaos, Nerven und vergebene Chancen
Der groß gewachsene Niederländer bekam zunächst Probleme auf Doppel-2, während Williams seine erste echte Doppelchance in diesem Match nutzte. Beide landeten anschließend im sogenannten „Madhouse“, ehe Williams checkte und dies mit einem sarkastischen Jubel quittierte.
Kann Jimmy van Schie seine Karriere bei der WDF-WM 2025 krönen?
Doch der Waliser verpasste Tops für ein mögliches 106er-Checkout und brachte seinen Gegner damit zurück ins Spiel. Alles sah nach einer 2:0-Führung für den Favoriten aus – doch Williams hatte andere Pläne. Mit einem spektakulären 126er-Finish über Bull verhinderte er den Satzverlust. Anschließend ließ der Waliser jedoch sechs Satzdarts liegen, ehe der World-Masters-Champion schließlich auf der Doppel-18 checkte.
Die Situation erinnerte an Williams’ Erstrundenmatch gegen Romeo Grbavac. Dort hatte der Waliser noch die Wende geschafft, diesmal jedoch blieb ihm die erneute Aufholjagd verwehrt. Zwar ging Williams noch einmal mit 2:1 in Führung und vergab erneut Satzdarts, doch van Schie behielt die Kontrolle und beendete das Debüt seines Gegners bei diesem Turnier ohne weitere Diskussionen.
Suzukis triumphale Rückkehr
Mikuru Suzuki feierte am Samstagabend ihr lang erwartetes Lakeside-Comeback. Die zweifache Weltmeisterin verleiht dem Frauendartsport seit Jahren Respekt und Strahlkraft – und unterstrich das erneut mit einem 2:1-Sieg gegen Kirsi Viinikainen.
Beide Spielerinnen eröffneten mit Treffern auf Tops und brachten zunächst jeweils ihr Anwurfleg durch. Dann verpasste Viinikainen die Doppel-18 für ein mögliches 114er-Checkout und damit auch die Break-Chance – Suzuki nutzte das und hielt ihr Leg. Die Japanerin stand später bei 56 Punkten zum Satzgewinn, doch Viinikainen konterte mit einem 82er-Finish in zwei Darts und erzwang ein entscheidendes Leg. Zu Suzukis Glück behielt sie dort die Oberhand und zog in die nächste Runde ein.
Auch im zweiten Satz schien Suzuki zunächst davonzuziehen. Nach einem Break ließ sie aber einen Dart auf Bull für ein 120er-Checkout liegen. Viinikainen nutzte diesen Fehler eiskalt und checkte 118 Punkte auf der Doppel-19. Anschließend ließ die Finnin ein 115er-Finish folgen, ehe sie auf der Doppel-10 ausglich.
Die Ausgangslage war klar: Wer das entscheidende Set gewinnen würde, dürfte im Achtelfinale Deta Hedman herausfordern. Suzuki stellte sich der Aufgabe und löschte 97 Punkte in zwei Darts, bevor sie Doppel-18 traf und sich absetzte. Mit einem 110er-Checkout beendete sie schließlich das Match und zog in die nächste Runde ein.
Masalin gewinnt bei seinem Debüt
Zum Auftakt des Abends feierte Jonas Masalin ein gelungenes Lakeside-Debüt und setzte sich mit 3:1 gegen Ryan Hogarth durch. Der Finne startete furios, verpasste zunächst jedoch Tops für ein mögliches 105er-Checkout. Kurz darauf schlug er zurück und traf Doppel-10 zum entscheidenden Break. Anschließend legte er einen 18-Darter nach.
Hogarth sicherte sich zwar ein Leg auf der Doppel-16, ließ danach aber mehrere Chancen auf dem äußeren Ring ungenutzt. Masalin bestrafte diese Nachlässigkeiten und holte sich den ersten Satz. Weitere Fehler des Schotten ermöglichten es dem Finnen, seinen Anwurf zu halten, ehe Hogarth postwendend ausglich.
Ein 13-Darter brachte Masalin erneut in Führung, doch Hogarth antwortete mit einem 12-Darter und einem 121er-Finish über Bull. Die hochklassige Serie setzte Masalin mit einem weiteren 13-Darter fort, der ihm das 2:0 in den Sätzen einbrachte.
Der „Headhunter“ sorgte anschließend mit einer No-Look-180 für Aufsehen und sicherte sich seinen ersten Satzgewinn der Partie. Für Hogarth setzte sich die Enttäuschung in Frimley Green dennoch fort: Er verlor Satz vier zu null und verließ die Bühne, ohne dem Schiedsrichter die Hand zu geben.
Bauerdick übersteht Matchdarts und dreht das Spiel
Am Samstagabend feierte auch der erste deutsche Starter seinen WM-Auftakt:
Daniel Bauerdick überlebte zahlreiche Matchdarts und feierte ein spektakuläres Comeback gegen Karl Schaefer. Der Deutsche kam zunächst stark ins Match und ging trotz einiger verpasster Doppel mit 2:0 in Führung. Schaefer kämpfte sich mit einem Break zurück, vergab jedoch zwei Darts auf Doppel-18 – Bauerdick nutzte diese Einladung und holte sich den ersten Satz.
Der Australier reagierte jedoch eindrucksvoll. Er breakte seinen Gegner, checkte anschließend 84 Punkte und glich aus. Im dritten Satz legte Schaefer mit einem Break nach, zog auf 2:1 davon und sicherte sich mit einem 76er-Finish auch die Gesamtführung.
Schaefers Vorsprung wuchs weiter. Bauerdick kämpfte verbissen, ließ jedoch mehrere Chancen liegen, um den Satz zu entscheiden. Doch nach sechs vergebenen Matchdarts bekam der Deutsche eine weitere Gelegenheit. Mit einem 23-Darter erzwang er schließlich einen Entscheidungssatz.
Diesen eröffnete Bauerdick mit einem Tops-Tops-Finish. Von da an kippte das Spiel endgültig. Bauerdick marschierte mit einem 15- und einem 16-Darter über die Ziellinie und feierte seinen ersten Sieg bei der WDF Weltmeisterschaft.
Carli setzt sich gegen Armstrong durch
Maria Carli setzte sich in einem engen Duell mit 2:1 gegen die Deutsche
Irina Armstrong durch. Die Kanadierin startete stark, ging mit einem 13-Darter in Führung, ließ anschließend jedoch fünf Doppel-Chancen liegen, sodass Armstrong ein entscheidendes Leg erzwang. Den ersten Satz sicherte sich die Kanadierin mit einem 18-Darter.
Satz zwei ging mit 3:1 und zwei starken Legs in 16 und 19 Darts an Armstrong – ein Entscheidungssatz musste her. Dort ließ Carli jedoch wenig Zweifel daran aufkommen, dass sie in die nächste WM-Runde einziehen würde: Mit einem 3:0-Satzgewinn machte die Kanadierin ihren Erfolg perfekt.
Sparidaans schlägt Raman
Jeffrey Sparidaans entschied ein hochklassiges und dramatisches Duell gegen Brian Raman mit 3:2 für sich. Beide lieferten sich ein Spiel mit zahlreichen Breaks, starken Finishes und wechselnden Führungen. Raman nutzte anfangs ausgelassene Doppel seines Gegners, wurde jedoch umgehend durch einen 16-Darter gekontert, ehe Sparidaans sich mit einem 15-Darter den ersten Satz sicherte.
Auch Satz zwei ging an den Niederländer, obwohl Raman mit einem 116er-Checkout dagegenhielt. Der Belgier gab sich nicht geschlagen und brachte sich mit 115er- und 112er-Finishes zurück, rettete sich in den Entscheidungssatz und sorgte für Hochspannung. Dort behielt jedoch der amtierende Dutch-Open-Champion die Nerven und machte mit einem 87er-Checkout über Doppel 5 den verdienten Sieg perfekt.