„Beim Darts geht es vor allem darum, wer die größten Eier hat“ – Bekannter Streamer und guter Freund von Luke Littler träumt von MODUS Super Series und Q-School

MODUS
Donnerstag, 20 August 2026 um 8:00
Luke Littler & AngryGinge
Angry Ginge hat eine auffällige Idee für seinen nächsten Schritt in der Dartswelt. Der populäre englische Streamer, vor allem bekannt durch seine Freundschaft mit Luke Littler und seine große Liebe zum Dartsport, möchte sich in der Modus Super Series testen. Der 24-jährige Influencer ist überzeugt, dass er mit ernsthaftem Training das Niveau der wöchentlichen Amateurserie erreichen kann.
Ginge, mit bürgerlichem Namen Morgan Burtwhistle, ist in den vergangenen Jahren zu einer vertrauten Figur rund um die Dartsbühnen geworden. Seine Verbindung zu Littler spielte dabei eine wichtige Rolle. So war er zu Jahresbeginn im Alexandra Palace, um seinen guten Freund bei der WM Darts anzufeuern. Littler holte dort erneut den Weltmeistertitel.
Obwohl Ginge nach eigenen Angaben kaum trainiert hat, vertraut er auf sein Potenzial. Er glaubt, dass schon eine relativ kurze Phase mit ernsthafter Vorbereitung reichen kann, um in Richtung Modus Super Series zu kommen.
„In der Modus Super Series liegen die Match-averages zwischen 80 und 100“, sagt Ginge. „Wenn ich jetzt bis zum Jahresende durchtrainiere, glaube ich, dass ich dieses Niveau erreichen kann. Ich habe gestern sieben legs gespielt und in den vergangenen acht Monaten nicht einmal zu den Darts gegriffen. Trotzdem war mein average 70.“
Die Modus Super Series ist ein Wettbewerb, in dem nicht nur starke Amateure, sondern auch internationale Spieler und ehemalige Profis antreten. Gespielt wird an fünf Tagen in Portsmouth, die Partien sind live zu sehen. Für Ginge wäre ein Start eine ideale Gelegenheit, um herauszufinden, wie er sich gegen Spieler behauptet, die den Sport deutlich professioneller angehen.
Vor der Kamera hat der Streamer bereits reichlich Erfahrung gesammelt. Gemeinsam mit den Kollegen Pieface und Bambino Becky wurde er zur Walk-On Experience von Sky Sports bei der WM Darts eingeladen. Ginge erschien stilecht: mit eigenem Dartshirt und auffälligen Lightning McQueen Crocs.

Q-School ist eine Option

Auch ein Abstecher zur Q-School ist für Burtwhistle denkbar. Er betont jedoch, dass er nicht mit der Erwartung anträte, sofort eine PDC Tour Card zu holen. Für ihn geht es in erster Linie darum, den massiven Druck bei Turnieren auf hohem Niveau zu erleben.
„Vielleicht fahre ich nächstes Jahr zur Q-School“, so Ginge. „Nicht um zu gewinnen, denn ich weiß, dass ich nicht gewinnen werde. Ich will einfach erleben, wie es ist. Je mehr Druck du erlebst, desto mehr gewöhnst du dich daran.“

Angry Ginge während der Darts-WM 2026

Für den Engländer ist vor allem die mentale Seite im Darts entscheidend. „Beim Darts fangen die Hände an zu zittern, und es passiert allerhand. Am Ende geht es vor allem darum, wer die größten Nerven hat“, sagt er mit einem Augenzwinkern.
Ginge ist Profis keineswegs fremd. In Livestreams tritt er regelmäßig gegen Spieler aus dem PDC-Circuit an und hat gezeigt, dass er keinesfalls chancenlos ist. So schnappte er Littler sogar schon einmal ein leg weg.
Das macht seine Ambitionen weniger abwegig, als sie zunächst wirken. Littler spielt derzeit eine außergewöhnliche Saison und hat alle sechs Majors des Jahres 2026 gewonnen. Während „The Nuke“ die historische Clean Sweep jagt, träumt sein Freund von einem eigenen Platz im Teilnehmerfeld der Modus Super Series.
Ob Angry Ginge tatsächlich in Portsmouth hinter der Oche auftaucht, bleibt abzuwarten. Sicher ist jedoch: Der populäre Streamer nimmt seine Dartsambitionen zunehmend ernst.
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