YouTube-Star Angry Ginge denkt über Q-School-Teilnahme nach: „Einfach sehen, wie es ist“

PDC
durch Nic Gayer
Samstag, 10 Januar 2026 um 17:00
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Nachdem er beim englischen Pendant des „Dschungelcamps“ zum „King of the Jungle“ gekrönt wurde und zu einem der größten YouTuber und Streamer Großbritanniens aufgestiegen ist, hat Angry Ginge eine überraschende Teilnahme an der Q-School 2027 angedeutet. Der Internet-Star sorgt damit für Aufsehen – nicht in der Streaming-Szene, sondern im Dartsport.
Ginge, mit bürgerlichem Namen Morgan Burtwhistle, ist regelmäßig bei Dart-Events anzutreffen und unterstützt dort häufig seinen guten Freund Luke Littler. Auch bei der PDC Darts WM 2026 war er vor Ort und erlebte hautnah, wie das englische Wunderkind zwei Weltmeistertitel in Serie gewann.
Diese Eindrücke scheinen Spuren hinterlassen zu haben. Ginge offenbarte nun offen seine Motivation, im kommenden Jahr selbst den Schritt zur Q-School zu wagen. Seine Fähigkeiten am Oche präsentierte er bereits auf der Bühne im Alexandra Palace. Zudem nahm er Littler in einem gestreamten Match einige Legs ab, ehe die Nummer eins der Welt seinem Kumpel einen 170er-Finish (Big Fish) um die Ohren haute.
„Ich könnte nächstes Jahr zur Q-School gehen. Nicht um zu gewinnen, weil ich weiß, dass ich nicht gewinnen werde“, erklärte Ginge offen und realistisch. „Einfach, um zu sehen, wie es ist. Je größer der Druck, desto eher gewöhnt man sich daran. Beim Darts zittern dir die Hände und alles. Darts ist vor allem die Frage, wer die besten Nerven hat.“

Zwischen Streaming und Q-School

Der Gedanke, den bekannten Streamer auf der großen Bühne gegen die besten Dartspieler der Welt zu sehen, hat zweifellos seinen Reiz. Gleichzeitig gilt die Q-School als eines der brutalsten Events im Dartsport. Jahr für Jahr scheitern selbst etablierte Profis auf dem Weg zur begehrten zweijährigen PDC Tour Card.
In diesem Jahr konnten sich unter anderem Rhys Griffin, Arno Merk und Cristo Reyes sowohl bei der UK- als auch bei der European Q-School ihren Platz auf der Tour sichern. Gleichzeitig stehen noch zwei weitere Tage voller Entscheidungen und Dramatik an – ein Beleg dafür, wie eng und gnadenlos das Format ist.
Da Ginge offen mit dem Gedanken spielt, den Dschungel gegen das Oche zu tauschen, stellt sich zwangsläufig die Frage, ob Luke Littler den umgekehrten Weg gehen würde. Der zweifache Weltmeister machte dazu jedoch unmissverständlich klar, dass dies für ihn nicht infrage kommt.
„Nein, würde ich tatsächlich nicht. Nein“, stellte Littler ohne Zögern klar. „Ich habe gesagt, ich würde es für das richtige Geld machen, aber ich habe es mir jetzt angesehen – und nein. Ich könnte das einfach nicht. Auf keinen Fall. 23 Stunden Flug weg von zu Hause, dieses Essen. Nee. Nicht gut. Nicht gut. Ich glaube nicht, dass ich das wirklich schaffen würde, vor allem die ersten beiden Prüfungen. Ich habe zu meiner Freundin Faith gesagt: Das mache ich nie. Auf keinen Fall. Keine Chance.“
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