Aktuelle PDC Order of Merit beim World Matchplay: Luke Littler jagt die historische Drei-Millionen-Pfund-Marke, Gian van Veen nimmt Platz zwei ins Visier
Die Viertelfinals des World Matchplay 2026 versprechen nicht nur sportliche Höchstspannung, sondern könnten auch die PDC Order of Merit kräftig durcheinanderwirbeln. Während Luke Littler vor einer historischen Bestmarke steht, hat Gian van Veen die Chance, Luke Humphries als Nummer zwei der Welt abzulösen.
Auch dahinter ist das Rennen um die Spitzenplätze völlig offen. James Wade, Gerwyn Price, Josh Rock und Gary Anderson kämpfen allesamt um Rang vier. Sogar Ross Smith könnte mit dem Gewinn der Phil Taylor Trophy sogar bis auf Platz vier vorrücken, während Dirk van Duijvenbode im Erfolgsfall bis zu 15 Positionen gegenüber seiner Platzierung vor Turnierbeginn gutmachen könnte.
Littler kurz vor der historischen Drei-Millionen-Marke
In der Live Order of Merit wurde das Preisgeld des World Matchplay 2024 bereits aus der Wertung genommen. Gleichzeitig wurden den acht verbliebenen Spielern die garantierten 35.000 Pfund für den Einzug ins Viertelfinale gutgeschrieben.
Spieler
Vorläufige Platzierung
Bestmögliche Platzierung
Luke Littler
1.
1.
Gian van Veen
3.
2.
James Wade
5.
4.
Josh Rock
7.
4.
Gerwyn Price
8.
4.
Gary Anderson
11.
4.
Ross Smith
15.
4.
Dirk van Duijvenbode
25.
13.
Littler war bereits mit großem Vorsprung als Nummer eins der Welt nach Blackpool gereist. Durch seine Siege über Niko Springer und Nathan Aspinall ist sein Ranking-Gesamtpreisgeld inzwischen auf 2.953.500 Pfund angewachsen.
Mit einem Halbfinaleinzug würde der 19-Jährige auf 2.983.500 Pfund kommen und die historische Drei-Millionen-Marke nur knapp verpassen. Ein Finaleinzug am Sonntag würde sein Ranking-Gesamtpreisgeld dagegen auf 3.043.500 Pfund erhöhen – damit wäre Littler der erste Spieler der PDC-Geschichte, der die Marke von drei Millionen Pfund in der zweijährigen PDC Order of Merit überschreitet.
Luke Littler kann beim World Matchplay Geschichte schreiben und als erster Spieler die Marke von drei Millionen Pfund in der PDC Order of Merit knacken.
Sollte der Engländer seinen Titel erfolgreich verteidigen, würde seine Gesamtsumme sogar auf 3.143.500 Pfund steigen. Unabhängig vom Ausgang seines Viertelfinals gegen Josh Rock bleibt Littler jedoch sicher die Nummer eins der Welt.
Gian van Veen verbesserte sich durch seinen dramatischen 14:12-Erfolg über Wessel Nijman auf ein Live-Gesamtpreisgeld von 968.500 Pfund. Damit bleibt der Niederländer zwar zunächst Dritter, rückt Luke Humphries, dessen Summe nach der Auftaktniederlage gegen Cameron Menzies auf 1.008.000 Pfund gesunken ist, aber noch dichter auf die Pelle.
Mit einem Sieg über James Wade würde van Veen auf 998.500 Pfund kommen. Er bliebe zwar Dritter, würde den Rückstand auf Humphries jedoch auf lediglich 9.500 Pfund verkürzen.
Der Einzug ins Finale hätte deutlich größere Auswirkungen: Mit dann 1.058.500 Pfund würde van Veen an Humphries vorbeiziehen und erstmals die Nummer zwei der Welt werden. Gleichzeitig wäre er neben Littler und Humphries aktuell nur der dritte Spieler mit einem siebenstelligen Ranking-Gesamtpreisgeld.
Mit seinem ersten World-Matchplay-Titel würde der Niederländer sogar auf 1.158.500 Pfund klettern. An Littler käme er zwar bei Weitem nicht heran, als erster Verfolger würde er Blackpool jedoch verlassen.
Spannender Vierkampf um Platz vier
Jonny Clayton belegt derzeit mit 684.500 Pfund den vierten Platz der Weltrangliste. Nach seiner 7:11-Niederlage gegen Gary Anderson ist diese Position allerdings alles andere als sicher.
James Wade hat trotz des Wegfalls der 50.000 Pfund aus seinem Halbfinaleinzug im Jahr 2024 bereits einen Platz gutgemacht und rangiert aktuell auf Position fünf. Mit 657.250 Pfund fehlen ihm lediglich 27.250 Pfund auf Clayton.
Ein Sieg über van Veen würde Wade auf 687.250 Pfund bringen und ihn mit einem Vorsprung von 2.750 Pfund auf Rang vier schieben. Ein weiterer Finaleinzug in Blackpool würde seine Gesamtsumme auf 747.250 Pfund erhöhen, ein Turniersieg sogar auf 847.250 Pfund.
Ein langer und nicht weniger bitterer Abgang von der Bühne der Winter Gardens für Michael van Gerwen.
Gerwyn Price ist trotz seines Viertelfinaleinzugs in der Live-Rangliste vorläufig von Platz sieben auf Rang acht zurückgefallen. Mit einem Halbfinaleinzug würde der Waliser auf 665.000 Pfund steigen und – abhängig vom Ausgang der Partie zwischen van Veen und Wade – bis auf Platz fünf klettern.
Erreicht Price das Finale, wäre ihm Rang vier mit dann 725.000 Pfund sicher. Ein Triumph beim World Matchplay würde seine Gesamtsumme auf 825.000 Pfund anwachsen lassen.
Josh Rock befindet sich ebenfalls mitten in diesem engen Verfolgerfeld. Der Nordire liegt aktuell mit 639.500 Pfund auf Rang sieben, lediglich 4.500 Pfund vor Price und 3.500 Pfund hinter Michael van Gerwen.
Josh Rock kämpft beim World Matchplay nicht nur um den Halbfinaleinzug, sondern auch um einen großen Sprung in der PDC Order of Merit.
Ein Erfolg gegen Luke Littler würde Rock auf 669.500 Pfund bringen und ihm möglicherweise bereits Platz fünf bescheren. Ein Finaleinzug würde seine Gesamtsumme auf 729.500 Pfund erhöhen, während ihm sein erster Major-Titel mit 829.500 Pfund sogar Rang vier sichern würde.
Anderson, Smith und Van Duijvenbode wittern ihre Chance
Gary Anderson hat sich mit seinen Erfolgen über Ryan Joyce und Jonny Clayton bereits an Ryan Searle vorbei auf Platz elf verbessert. Sein Live-Gesamtpreisgeld liegt aktuell bei 601.750 Pfund.
Mit einem Sieg über Dirk van Duijvenbode würde der Schotte auf Rang neun vorrücken und 631.750 Pfund erreichen. Ein Finaleinzug würde ihn auf 691.750 Pfund bringen und – abhängig vom weiteren Turnierverlauf – ebenfalls die Tür zu den Top vier öffnen.
Gewinnt Anderson zum zweiten Mal das World Matchplay, steigt seine Gesamtsumme auf 791.750 Pfund. Damit wäre ihm Platz vier sicher. Der Schotte war als Nummer zwölf nach Blackpool gereist – zwei weitere Siege würden ihn bereits wieder in die Top-4 der Welt zurückbringen.
Ross Smith bleibt trotz seines Viertelfinaleinzugs nach dem gesundheitsbedingten Aus von Cameron Menzies zunächst auf Rang 15. Ein Halbfinaleinzug hätte nur geringe Auswirkungen auf seine Platzierung, doch mit weiteren Erfolgen würde er deutlich Boden gutmachen.
Ein Finaleinzug würde Smith mit 625.250 Pfund bereits auf Rang neun katapultieren. Mit dem Titelgewinn käme er auf 725.250 Pfund und könnte sogar bis auf Platz vier vorstoßen. Nur wenn Josh Rock als Finalist 729.500 Pfund erreicht, würde Smith in diesem Szenario Rang fünf belegen.
Dirk van Duijvenbode hat unter allen Viertelfinalisten bislang den größten Sprung in der Live Order of Merit gemacht. Nach seinen kräftezehrenden Siegen über Chris Dobey und Michael van Gerwen verbesserte sich der Niederländer bereits von Rang 28 auf Platz 25.
Gary Anderson zelebriert seinen World-Matchplay-Walk-on mit den Fans in Blackpool.
Ein Sieg gegen Anderson würde ihn auf Rang 23 bringen. Mit einem Finaleinzug stünde van Duijvenbode auf Platz 19, während ihn der Titelgewinn mit 585.750 Pfund bis auf Rang 13 katapultieren würde.
Damit verfügt van Duijvenbode vor den Viertelfinals über die größte mögliche Ranking-Spanne aller verbliebenen Spieler. Er könnte Blackpool als Nummer 25 verlassen – oder mit einem sensationellen Titelgewinn gleich 15 Plätze gegenüber seiner Ausgangsposition gutmachen.
PDC Order of Merit (Stand: Viertelfinale beim World Matchplay)
Nic Gayer ist seit 2022 im Journalismus tätig und begann seine Laufbahn als freier Redakteur im Lokaljournalismus für eine Tageszeitung. Heute berichtet er für Dartsnews.de über den professionellen Dartsport und ordnet das aktuelle Geschehen ein – von großen Turnieren bis zu Entwicklungen abseits der Bühne.
Regelmäßig ist er bei Events vor Ort und begleitet rund 20 Turniere pro Jahr, wo er Interviews führt, unter anderem mit Luke Littler, Luke Humphries, Michael van Gerwen, Gerwyn Price sowie Martin Schindler, Gian van Veen und Josh Rock.
Zudem ist er eine der prägenden Stimmen im englischsprachigen Dartsnews Podcast und Co-Host des Sport-Podcasts Overtime Takes.
Nic arbeitet aus der Nähe von München und steht kurz vor dem Abschluss als Bachelor of Arts in Sportjournalismus.
In seiner Berichterstattung legt er großen Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, präzise Einordnung und aktualisiert Inhalte, sobald neue, gesicherte Informationen vorliegen.