Der Schwächemoment von
Cameron Menzies beim
World Matchplay hat in der Dartswelt tiefe Spuren hinterlassen. Der Schotte musste am Mittwochabend sein Match gegen Ross Smith abbrechen, nachdem er sich
plötzlich unwohl fühlte und die Bühne verlassen musste. Auch
Kim Huybrechts verfolgte die Ereignisse mit großem Bedauern und spricht von einer außergewöhnlichen Situation.
Menzies war in der zweiten Runde gut in seine Partie gestartet und führte mit 2:1, als er sichtbar unter Schwindel litt. Der 37-jährige Schotte wankte auf der Bühne und knickte fast ein. Begleitet von einem Schreiber und Gegner Ross Smith verließ er die Bühne, woraufhin die Partie zunächst unterbrochen und später endgültig abgebrochen wurde. Smith zog dadurch Kampflos ins Viertelfinale ein.
Huybrechts sah die Bilder mit großer Besorgnis. Dem Belgier zufolge sorgte der Vorfall bei Spielern und Fans für viel Unruhe. „Ich denke, dass sehr viele Leute wirklich erschrocken waren“, sagte er gegenüber Sportnieuws.nl. „Ich kann mich nicht sofort daran erinnern, dass so etwas jemals zuvor passiert ist.“
Obwohl er sich an einen ähnlichen medizinischen Vorfall aus der Vergangenheit erinnerte, sieht er einen wichtigen Unterschied. „In der Vergangenheit ist auch einmal etwas mit Ted Hankey vorgefallen, aber wirklich von der Bühne runtergehen zu müssen, nicht. Es ist sehr schade für Cameron.“
Erleichterung nach Update der PDC
Nicht viel später veröffentlichte die PDC ein erstes medizinisches Update. Daraus ging hervor, dass Menzies vom medizinischen Personal wegen stark erhöhter Blutwerte behandelt wurde und inzwischen in seine Unterkunft zurückgekehrt war.
Diese Nachricht beruhigte Huybrechts ein wenig. „Zum Glück habe ich gelesen, dass alles in Ordnung ist, also ist es nicht super ernst.“
Dennoch glaubt der Belgier, dass ein solcher Vorfall großen Einfluss auf einen Spieler haben kann. Huybrechts ist überzeugt, dass Menzies diese Erfahrung nicht so schnell vergessen wird. „Es ist natürlich etwas, das dir für den Rest deines Lebens Sorgen bereiten muss.“
Er betont, dass sich jeder einmal kurzzeitig unwohl fühlen kann, hofft aber, dass es für den Schotten bei einem einmaligen Ereignis bleibt. „Wir fühlen uns alle mal kurz unwohl. Hoffen wir, dass es dabei bleibt und dass es nichts Ernstes ist. Aber ja, es ist schon auffällig.“
Menzies beruhigt die Fans
Später am Abend ließ Menzies selbst über seine sozialen Medien wissen, dass es ihm den Umständen entsprechend gut geht. „Danke an alle, die sich gemeldet und Nachrichten geschickt haben. Mir geht es gut.“