„Als Raymond dort mit seinem legendären Walk-On erschien, bekam ich Gänsehaut“ – Premier-League-Abend in Rotterdam steht im Kalender von Van Veen rot eingekreist

PDC
Mittwoch, 04 Februar 2026 um 17:00
Gian van Veen (2)
Gian van Veen steht an einem entscheidenden Punkt seiner jungen Karriere. Der 23-jährige Niederländer wird bald erstmals in der Premier League Darts antreten – einem Wettbewerb, den er jahrelang nur vom Fernseher aus verfolgt hat und den er nun selbst erleben darf. Kein Fan, kein Talent im Hintergrund mehr: Van Veen wird Teil des großen Showformats, das Woche für Woche Zehntausende Fans in die Arenen zieht.
Im Gespräch mit Viaplay, geführt am Rande des Winmau World Masters, sprach Van Veen offen über seine Vorfreude, seine Erwartungen und den besonderen Reiz der Premier League. Schon als Kind war die Donnerstagsübertragung Pflichtprogramm. „Ich habe die Premier League immer geschaut, jeden Donnerstagabend. Jetzt selbst dabei zu sein, bei diesem ganzen Zirkus – das ist etwas, worauf ich mich unglaublich freue“, erzählt er. Das Wort „Zirkus“ fällt nicht zufällig: Reisen, Lärm, Lichtshows – die Premier League ist Spektakel pur.

„Jede Woche eine neue Bühne“

Die Aussicht auf das wöchentliche Reisen durch ganz Europa schreckt Van Veen nicht. Im Gegenteil: genau dieser Rhythmus reizt ihn. „Es ist viel Reiserei, aber jede Woche wartet eine neue Halle, ein neues Publikum. Alles fühlt sich immer ein bisschen anders an. Klar, die Gegner bleiben dieselben – aber die Atmosphäre ändert sich ständig. Das finde ich spannend“, erklärt er. Nervosität? Fehlanzeige. „Ich freue mich einfach auf jeden Abend. Diese vollen Hallen geben mir Energie.“
Gian van Veen
Van Veen trifft bei der Wiederauflage des WM-Finals am Donnerstagabend auf Luke Littler
Bisher spielt Van Veen regelmäßig vor drei- bis fünftausend Zuschauern – in der Premier League wächst diese Zahl schnell auf zehn- bis fünfzehntausend an. „Wenn du das so hörst, ist das schon etwas, wofür man es eigentlich macht: um in diesen großen Arenen zu spielen“, sagt er. Besonders ein Ort steht dick in seinem Kalender: Rotterdam Ahoy. „Natürlich Rotterdam. Das ist für mich das Highlight. Da zu spielen, wird ein richtig schönes Erlebnis.“

Realist mit klaren Zielen

Van Veen startet ohne große Sprüche, aber mit klarer Ambition. „Mein Ziel ist es, das Finale in London zu erreichen“, stellt er fest. „Vielleicht taste ich mich anfangs etwas heran, aber ich will die O2 erreichen – egal ob als Erster oder Vierter.“
In den Wochen der Premier League wartet allerdings kein leichter Weg. Abend für Abend steht Van Veen der absoluten Weltelite gegenüber. „In jedem Match musst du da sein“, weiß er. „Du bekommst Woche für Woche Averages von hundert oder hundertfünf um die Ohren. Aber genau das ist ein perfekter Schritt, um sich weiterzuentwickeln. Und ich weiß, dass ich das Niveau mitgehen kann.“
Neben Rotterdam nennt Van Veen auch Antwerpen und Berlin als Stationen, auf die er sich besonders freut. England sieht er gelassen. „Ob Leeds oder Sheffield – das macht mir keinen großen Unterschied. Hauptsache, es ist eine volle Halle mit zehntausend Leuten. Dann ist es egal, wo du stehst.“
Als er an seine ersten Besuche im Ahoy zurückdenkt, wird Van Veen für einen Moment sentimental. „Beim ersten Premier-League-Abend dort saß ich selbst auf der Tribüne. Ich erinnere mich noch daran, Als Raymond dort mit seinem legendären Walk-On erschien, bekam ich Gänsehaut.“ Dass er nun selbst diese Bühne betritt, ist für ihn kaum zu fassen. „Das wird ein Moment, in dem ich mich wohl kneifen muss. Ich freue mich riesig darauf – auch wenn es sich noch ein bisschen unwirklich anfühlt.“
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