„Bin ich nicht dabei, oder was?“ – Kim Huybrechts von fehlender Einladung zum Titel bei den Zwaantje Masters
PDC
Kim Huybrechts hat mit seinem zweiten Turniersieg bei den Zwaantje Masters erneut Selbstvertrauen getankt. Der Belgier bezwang im Finale Landsmann Andy Baetens und misst dem Erfolg hohen Wert bei. Nicht nur wegen des Titels, sondern vor allem wegen des starken Teilnehmerfelds in Eindhoven.
Obwohl das Turnier nicht unter dem Dach der PDC steht, wollte Huybrechts unbedingt dabei sein. Mehr noch: „The Hurricane“ kontaktierte die Organisatoren selbst, als eine Einladung zunächst ausblieb. „Ich habe selbst gefragt. Ich war nicht eingeladen und habe der Organisation eine Nachricht geschickt. Ich dachte: Bin ich etwa nicht dabei? Am Ende wurde ich dann doch eingeladen“, erklärte er im Interview mit Darts Actueel.
Diese Entscheidung zahlte sich aus. Huybrechts überzeugte über den Tag hinweg und sah die Zwaantje Masters zugleich als hervorragenden Gradmesser für sein aktuelles Niveau. „Wenn man sich das Niveau hier heute anschaut: Genau dafür macht man es. Das sind schöne Titel, die man gewinnen will. Auch wenn es nicht PDC-bezogen ist, man will trotzdem gewinnen.“
Nach Ansicht von Huybrechts stand das Feld dem gewohnten Profi-Circuit kaum nach. Mit unter anderen Danny Noppert, Jimmy van Schie, Andy Baetens und Mike van Duivenbode war genügend Qualität am Start. „Das ist schon eine gute Vorbereitung auf die PDC. Wir haben hier sehr viele PDC-Spieler oder zumindest Spieler im PDC-Niveau. Andy Baetens, Noppert, Jimmy van Schie, gegen den ich gespielt habe, und Mike van Duivenbode, der auch wirklich stark ist. Es ist nicht dasselbe, aber es tut gut, wenn man hier gut spielt.“
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Huybrechts unter Druck gegen Van Schie
Vor allem gegen Van Schie wurde Huybrechts ernsthaft geprüft. Das überraschte den Belgier nicht. Vorab hatten beide bereits über die Topfavoriten auf den Titel gesprochen.
„Jimmy kam heute zu mir und sagte, er glaube, dass es zwischen drei Leuten entschieden wird. Das war noch vor der Auslosung. Er nannte sich selbst, mich und Danny Noppert. Ich denke auch, dass es darauf hinauslief. Andy natürlich ebenfalls. Wenn wir auf die PDC schauen und wie es zuletzt lief, waren wir zu dritt die Favoriten: ich, Danny und Jimmy. Und dann Andy und Mervyn dahinter.“
Am Ende traf Huybrechts im Finale auf Baetens. „The Hurricane“ lag mit 1:2 in Sätzen zurück und räumte ein, dass sein Landsmann phasenweise der bessere Spieler war. Baetens ließ jedoch wichtige Chancen liegen, und Huybrechts nutzte sie.
„Wenn er seine Chancen nimmt, gewinnt er das wohl, denke ich. Er verpasst sehr viele wichtige Möglichkeiten. Ich bleibe gut dran, aber so ist Darts: Du musst deine Chancen nutzen, wenn sie da sind. Das habe ich jetzt getan. Er war der bessere Spieler, aber ich habe meine Chancen genutzt und das Finale gewonnen.“
Huybrechts machte keinen Hehl daraus, dass das Glück in den entscheidenden Momenten auf seiner Seite war. „Ein bisschen glücklich für mich. Aber wenn wir morgen bei der PDC-WM gegeneinander spielen, sind das eben Matches, die über kleine Details entschieden werden. Diese Details waren heute wichtig, und die habe ich mir geschnappt.“
Für Huybrechts ist der Titel vor allem eine Bestätigung des Weges, den er Anfang dieses Jahres eingeschlagen hat. „Für mich persönlich auf jeden Fall. Das ist ein Turnier, bei dem man die Spielerliste sieht und denkt: Das will man gewinnen. Wenn man es dann auch holt, ist das tatsächlich eine Bestätigung. Nicht mehr und nicht weniger. Ein schönes Turnier zum Gewinnen und eine Bestätigung, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Darüber bin ich sehr glücklich.“

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026








