„Das ist enorm für den Sport in unserer Region“ – Raymond Smith über die Zusammenarbeit zwischen Australien und Neuseeland
PDCDarts in Australien und Neuseeland befindet sich klar im Aufschwung. Der Kalender wird dichter, neue Ligen und Events kommen hinzu, und Spieler erhalten mehr Möglichkeiten, sich international zu messen. Raymond Smith, einer der bekanntesten australischen Darters, sieht die Entwicklungen mit großer Begeisterung. Gleichzeitig stellt die Expansion die Szene vor eine Herausforderung: Die Terminpläne der Spieler laufen zunehmend voll.
Eine der jüngsten Ergänzungen ist das Trans-Tasman Championship, ein Event, bei dem die besten sechzehn Spieler der Australian Darts Association (ADA) gegen die besten sechzehn der Darts Players New Zealand (DPNZ) antreten. Zudem winkt dem Sieger eine wichtige Prämie: ein Startplatz bei der WM im Alexandra Palace.
Als Smith – der vergangene Woche das Halbfinale bei den New Zealand Darts Masters erreichte – von dem Event erfuhr, fiel seine erste Reaktion eindeutig positiv aus. „Das war wirklich eine gute Nachricht. Es ist großartig zu sehen, dass wir solche Chancen bekommen“, sagt der Australier. „Aus unserer Sicht dreht sich vieles vor allem um das Timing.“
Voller Kalender sorgt für Puzzle
Smith erklärt, dass das Wachstum des Darts in Australien zugleich bedeutet, dass Spieler immer mehr Entscheidungen treffen müssen. Neben internationalen und nationalen Turnieren gibt es auch Verpflichtungen in lokalen Clubs und regionalen Ligen. „Unser Kalender ist im Moment schon ziemlich voll“, so Smith. „Es gibt Darts Australia, die ADA, aber du willst natürlich auch deinen Club vertreten und deinen Bundesstaat unterstützen. Das macht es extrem schwierig.“
Für Smith heißt das, dass er derzeit buchstäblich am Terminpuzzle sitzt. Das neue Trans-Tasman Championship kommt nämlich zu einem ohnehin dichten Programm hinzu. „Ich versuche, alles ein wenig umeinander herum zu manövrieren. Ich verpasse am Samstag wohl schon den Tag mit den Doppeln, und ich bin nicht einmal sicher, ob ich am Freitag da sein kann. Ich hoffe zumindest, dass ich am Samstagabend beim Testmatch dabei bin. Im Moment spielen wir mit unserer Zeit eigentlich nur Tetris.“
Diese Worte zeigen, wie rasant sich die Dartswelt in Australien entwickelt. Wo es früher vergleichsweise wenige große Events im eigenen Land gab, entsteht nun eine zunehmend professionelle Struktur mit mehr Turnieren und internationalen Begegnungen.
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Australien gegen Neuseeland
Neben dem Trans-Tasman Championship steht zudem ein besonderer Länderkampf an. Australien und Neuseeland treffen in einem echten Testmatch aufeinander, mit Duellen in mehreren Disziplinen. Auf dem Programm stehen Teamspiele, Doppel und Singles.
Smith freut sich enorm darauf, wagt aber keine Prognose zum Sieger. „Es ist eines dieser Dinge, an denen man merkt, wie schnell Darts derzeit wächst“, sagt er. „Wir machen in Australien vieles richtig, aber wir teilen das, was wir lernen, auch mit Neuseeland. Die Kameradschaft zwischen Australien und Neuseeland ist fantastisch.“
Laut Smith geht es nicht nur um den direkten Vergleich, sondern vor allem um die gemeinsame Weiterentwicklung des Sports in der Region. Australien und Neuseeland können seiner Meinung nach viel voneinander lernen. „Wir unterstützen uns gegenseitig sehr gut. Der Wissensaustausch ist enorm wichtig. Genau diese Balance versuchen wir zwischen australischem und neuseeländischem Darts zu finden.“
Die gegenseitigen Testspiele sollen dabei eine Schlüsselrolle spielen. Statt sich nur gelegentlich etwa in der ANZ Premier League zu begegnen, erhalten Spieler immer öfter die Möglichkeit zu direkten Vergleichen mit Dartern aus dem Nachbarland.
🗣️ "The camaraderie between the players is fantastic, but it's awesome we get to beat each other up in a test match!"@ShotGuru180 on the introduction of the Trans-Tasman Championship and an Australia vs New Zealand test match later this year
— Weekly Dartscast (@WeeklyDartscast) August 16, 2026
Full interview on the podcast! pic.twitter.com/AMyguD9qgR
Internationale Erfahrung von großem Wert
Smith betont, dass gerade diese internationale Erfahrung für die Entwicklung der Spieler unschätzbar ist. Besonders für Darters am Beginn ihrer Karriere kann es ein großer Schritt sein, regelmäßig gegen ausländische Gegner zu spielen. „Es wird großartig sein, dort rüberzugehen und uns öfter auf der Bühne zu messen, statt auf die ANZ Premier League zu warten“, sagt Smith.
Der Australier sieht zudem einen großen Vorteil darin, dass Spieler beider Länder wechselseitig Erfahrungen sammeln können. Australische Darters erhalten Chancen in Neuseeland, während neuseeländische Spieler nach Australien kommen. „Internationale Erfahrung ist enorm wichtig. Ihren Wert kann man absolut nicht unterschätzen. Mit solchen Matches können wir anderen Spielern diese internationale Erfahrung vermitteln.“
Damit ist das Testmatch für Smith mehr als nur ein prestigeträchtiges Kräftemessen zwischen zwei Nationen. Es ist zugleich eine Investition in die Zukunft des Darts in Ozeanien. „Wir fahren zu ihnen, sie kommen zu uns. Unsere Spieler können gegen ihre Spieler antreten und ihre Spieler gegen uns. Das ist riesig für den Sport in unserer Region.“
Raymond Smith erreichte vergangene Woche das Halbfinale bei den New Zealand Darts Masters
Darts Down Under macht große Schritte
Smiths Aussagen fügen sich in die breitere Entwicklung des Darts in Australien und Neuseeland. Die Einführung der ANZ Premier League brachte einen neuen Impuls, und mit dem Trans-Tasman Championship kommt ein weiteres wichtiges Event in den Kalender.
Für Spieler wie Smith bedeutet das einerseits mehr Chancen zur Entwicklung und zum Vergleich mit starker Konkurrenz. Andererseits wird es immer wichtiger, den vollen Terminplan sauber zu managen.
Dennoch überwiegt bei Smith die Begeisterung. Der Australier sieht, dass der Sport in seiner Region zunehmend professioneller wird und dass Spieler nicht länger von wenigen internationalen Events abhängig sind, um Erfahrung zu sammeln.

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026







