Michael van Gerwen hat am Donnerstagabend einen wichtigen Sieg in der
Premier League Darts eingefahren. Der Niederländer bezwang
Josh Rock mit 6:3 und bleibt damit voll im Rennen um einen Play-off-Platz. Dennoch drehte sich anschließend vieles um ein Leg, in dem Rock auf spektakuläre Weise der Perfektion nahekam.
Van Gerwen traf mit Rock auf das Schlusslicht der Tabelle, bekam aber keineswegs einen einfachen Abend. Der Nordire zeigte immer wieder seine Klasse und war im sechsten Leg sogar unheimlich nah am 9-Darter.
Rock startete dieses Leg beeindruckend mit zwei Maxima und stand dadurch nach sechs Darts auf einem Finish für das perfekte Leg. Das Publikum richtete sich erwartungsvoll auf, zumal Rock in dieser Saison in Belfast bereits einen 9-Darter geworfen hatte.
Vor allem die zweite 180 von Rock sorgte bei Spielern, Publikum und Kommentatoren für Staunen. Seine ersten beiden Pfeile steckten sauber in der Triple-20, doch beim dritten schien es schiefzugehen. Der Dart schien aus dem Board zu fallen, prallte jedoch zurück und landete dennoch im roten Segment.
Die Bilder lösten ungläubiges Staunen auf der Kommentatorenposition aus. „Das habe ich noch nie gesehen“, reagierte Wayne Mardle der das ganze für Sky Sports kommentiert hat.
Siebter Pfeil beendet den Versuch
Nach sechs perfekten Darts war alles angerichtet für einen möglichen historischen Moment. Doch bei Pfeil sieben ging es dann schief. Rock zog seinen Dart deutlich unter die Triple-20, womit die Chance auf den zweiten Premier-League-Neundarter der Saison sofort dahin war.
Dabei blieb es für den Nordiren nicht, denn Van Gerwen schlug anschließend zu und holte sich das Leg dennoch. Damit hielt der Niederländer seinen Vorsprung intakt und machte einen wichtigen Schritt in Richtung Sieg.
Für den Niederländischen Kommentator Visschraper war der verpasste Moment angesichts der bizarren Vorgeschichte besonders schmerzhaft. „Aber Marco, wenn Josh Rock diesen Neundarter geworfen hätte, dann wäre das der verrückteste überhaupt gewesen“, stellte er fest.
„Es wirkte, als säße ein Magnet hinter der Triple. Wow, wie gut das war“, sagte Meijer nach Ansicht der Bilder. „Das ist 1 zu einer Million. Hätte er diesen Neundarter geworfen … das wäre etwas ganz Besonderes gewesen.“