Für
Ross Smith nahm der European-Tour-Klassiker in Sindelfingen erneut ein schmerzhaftes Ende. Genau wie vor zwei Jahren musste sich „Smudger“ beim
European Darts Grand Prix erneut mit der Rolle des Zweitplatzierten begnügen. Auf seinen ersten Titel auf der
European Tour wartet der Engländer damit weiterhin.
Umso größer war die Enttäuschung, denn Smith präsentierte sich über das gesamte Wochenende hinweg in starker Form. Der 37-Jährige startete mit einem souveränen 6:3-Erfolg gegen Cameron Menzies ins Turnier. Dabei gelangen ihm sechs 180er, zudem überzeugte er mit einer Doppelquote von starken 60 Prozent.
Smith in starker Verfassung
Auch im anschließenden Duell mit Josh Rock zeigte Smith seine Klasse. Mit einem Average von über 98 Punkten setzte er sich schließlich im Entscheidungsleg durch und zog in die nächste Runde ein. Im Viertelfinale wartete mit Nathan Aspinall der Sieger des German Darts Grand Prix. Obwohl Aspinall in dieser Partie lediglich einen Dart auf ein Doppel verpasste, behielt Smith die Kontrolle und gewann mit 6:4.
Ross Smith spielte in Sindelfingen ein starkes Turnier, musste sich im Finale des European Darts Grand Prix jedoch erneut mit Platz zwei begnügen
Seine vielleicht beeindruckendste Leistung zeigte der Engländer im Halbfinale gegen Krzysztof Ratajski. Der Pole spielte im Schnitt rund fünf Punkte höher, doch Smith entschied die Schlüssel-Momente für sich und setzte sich mit 7:5 durch. Damit erreichte er im dritten Jahr in Folge ein Finale auf der European Tour – eine bemerkenswerte Serie, die angesichts des weiterhin fehlenden Titels jedoch einen bitteren Beigeschmack hat.
Im Endspiel gegen
Gerwyn Price schien Smith zwischenzeitlich auf Kurs Richtung Turniersieg. Nach einem frühen 0:3-Rückstand kämpfte er sich eindrucksvoll zurück und ging mit 4:3 in Führung. Doch in der entscheidenden Phase ließen ihn einige verpasste Doppel im Stich, sodass Price die Kontrolle übernahm und das Match letztlich auf seine Seite zog.
Nach dem Finale zeigte sich Smith im Bühnen-Interview sichtlich enttäuscht, blieb jedoch fair in seiner Analyse. „Ich bin sehr, sehr enttäuscht“, räumte er ein. „Aber alle Ehre an ‚Gezzy‘, er war heute einfach der bessere Spieler.“
„Es kommt auf die Details an“
Smith verwies anschließend auf die entscheidenden Kleinigkeiten im Duell mit der Weltspitze. „Es kommt auf die Details an. Wenn du gegen die Weltspitze deine Doppel nicht triffst, wirst du sofort bestraft.“
Trotz der Niederlage fand der Engländer auch lobende Worte für das Publikum in Sindelfingen. „Die Fans waren fantastisch“, sagte er. „Danke, dass ihr das ganze Wochenende da wart, ihr wart großartig.“
Für Smith richtet sich der Blick nun wieder nach vorne. „Es ist, wie es ist“, erklärte er nüchtern. „Ich mache weiter und fokussiere mich auf das nächste Turnier.“