„Ich hatte in letzter Zeit Probleme, Matches über die Ziellinie zu bringen, daher gibt mir das viel Selbstvertrauen“ – Gerwyn Price feiert in Sindelfingen zehnten European-Tour-Triumph

PDC
durch Nic Gayer
Montag, 20 April 2026 um 9:00
Gerwyn Price
Gerwyn Price hat am Sonntag erneut seine ganze Klasse unter Beweis gestellt und sich den Titel beim European Darts Grand Prix 2026 in Sindelfingen gesichert. In einem spannenden Finale setzte sich der Waliser mit 8:6 gegen Ross Smith durch und feierte damit seinen inzwischen zehnten Turniersieg auf der European Tour.
Mit diesem Erfolg reiht sich Price in einen exklusiven Kreis ein: Neben Michael van Gerwen ist er nun der einzige Spieler mit einer zweistelligen Anzahl an European-Tour-Titeln. Zugleich unterstrich der „Iceman“ einmal mehr seine Bedeutung als einer der prägenden Akteure dieser Turnierserie.

Matchdart überstanden – Price zeigt Nervenstärke auf dem Weg zum Titel

Über das gesamte Wochenende hinweg präsentierte sich Price in starker Form und spielte einen Turnier-Average von knapp unter 100 Punkten. Zum Auftakt setzte er sich mit 6:4 gegen Dave Chisnall durch und überzeugte dabei unter anderem mit fünf Maxima. Anschließend ließ er Chris Dobey erneut mit 6:4 hinter sich – diesmal mit einem beeindruckenden Average von 105,96.
Gerwyn Price triumphierte in Sindelfingen beim European Darts Grand Prix und sicherte sich mit seinem zehnten European-Tour-Titel einen Platz in den Geschichtsbüchern
Gerwyn Price triumphierte in Sindelfingen beim European Darts Grand Prix und sicherte sich mit seinem zehnten European-Tour-Titel einen Platz in den Geschichtsbüchern
Im Viertelfinale musste Price gegen Martin Schindler jedoch alles abrufen. Der Deutsche erspielte sich sogar einen Matchdart, konnte diesen aber nicht nutzen. Price blieb ruhig und entschied die Partie im Entscheidungsleg für sich. „Ich wusste, dass ich in dem Moment Glück hatte“, erklärte Price im Bühnen-Interview. „Manchmal braucht man auch ein bisschen Fortune. Ich blieb ruhig und habe meine Chance genutzt.“
Im Halbfinale gelang ihm anschließend die Revanche gegen Wessel Nijman, der ihn früher in dieser Saison unter anderem in einem Floor-Finale besiegt hatte. Diesmal setzte sich der Waliser mit 7:4 durch und erreichte damit sein zweites European-Tour-Finale des Jahres.
Das Endspiel gegen Ross Smith begann zunächst optimal für Price, der schnell mit 3:0 in Führung ging. Doch Smith konterte stark, gewann vier Legs in Folge und drehte die Partie. „Er traf plötzlich alles“, sagte Price. „Ich musste wirklich kämpfen, um im Match zu bleiben.“
Der Wendepunkt folgte mit einem starken 130er-Finish von Price, während Smith auf die Doppel wichtige Chancen liegen ließ. Dadurch setzte sich der Waliser auf 7:5 ab. Smith verkürzte zwar noch einmal auf 7:6, doch Price behielt die Kontrolle und entschied das Finale schließlich mit einem 14-Darter zu seinen Gunsten.

„Es fühlt sich großartig an, diesen Titel zu gewinnen“

Nach dem Finale zeigte sich Price erleichtert und zufrieden mit seiner Leistung. „Es fühlt sich großartig an, diesen Titel zu gewinnen“, sagte er. „Ich hatte in letzter Zeit Probleme, Matches über die Ziellinie zu bringen, daher gibt mir das viel Selbstvertrauen.“
Auch seinen besonderen Meilenstein ordnete der Waliser mit einem Augenzwinkern ein. „Zehn Titel klingen schön, aber wenn man es über zwölf Jahre sieht, ist es weniger als einer pro Jahr“, scherzte er. „Aber ich bin stolz darauf und hoffe, dass noch mehr folgen.“
Mit seinem Erfolg in Sindelfingen untermauert Price einmal mehr seinen Status als einer der dominierenden Spieler auf der European Tour. „Ich genieße es wieder auf der Bühne, und das macht vielleicht den größten Unterschied“, erklärte er abschließend.
Klatscht 0Besucher 0
loading

Gerade In

Beliebte Nachrichten

Aktuelle Kommentare

Loading