„Dann ist Littler extra motiviert, und das will ich nicht“ – Mike De Decker will Luke Littler vor dem Duell nicht zusätzlich reizen

PDC
Samstag, 21 Februar 2026 um 15:00
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Mike De Decker hat am Freitagabend bei den Poland Darts Open in Krakau die zweite Runde erreicht. Der Belgier setzte sich mit 6:4 gegen Euro-Tour-Debütant Marvin Kraft durch, überzeugte dabei jedoch nur phasenweise. Mit einem Average von 84 Punkten blieb der Auftritt deutlich unter seinem gewohnten Niveau.
Die Begegnung bei den Poland Darts Open entwickelte sich von Beginn an zäh. De Decker brauchte 20 Darts für sein erstes Anwurfleg, setzte danach aber ein klares Ausrufezeichen. Mit einem starken 12-Darter nahm er Kraft das Leg ab und verschaffte sich früh Luft. Doch der Deutsche reagierte sofort, checkte 78 Punkte und stellte mit dem direkten Re-Break auf 2:1.

Kraft fordert De Decker – Littler wartet in Runde zwei

Nach dieser Phase stabilisierte sich De Decker. Er attackierte erneut das Anwurfleg seines Gegners, holte sich das Break und brachte anschließend sein eigenes Leg sicher durch. Beim Stand von 4:1 schien er das Match im Griff zu haben.
Mike De Decker
In Runde zwei trifft der Belgier auf den Weltmeister Luke Littler
Kraft wehrte sich jedoch entschlossen. Mit einem sehenswerten 14-Darter verkürzte er auf 4:2 und blieb in Schlagdistanz. De Decker erspielte sich wenig später in 20 Darts die Chance auf den Matchgewinn, nutzte diese Gelegenheit aber noch nicht. Kraft witterte seine Möglichkeit, gewann zwei weitere Legs und stellte auf 5:4. Plötzlich war die Partie wieder offen.
De Decker behielt jedoch die Nerven. Mit einem soliden 16-Darter beendete er das Duell und sicherte sich den Einzug in die zweite Runde. Dort wartet mit Luke Littler eine deutlich größere Aufgabe. Der zweifache Weltmeister zählt aktuell zu den dominierenden Figuren im Dartsport.
Trotz der durchwachsenen Leistung dürfte De Decker nicht ohne Selbstvertrauen in das Duell gehen. Bei den Winmau World Masters bot er Littler bereits Paroli und vergab sogar einen Matchdart auf Doppel 11.
„Ich werde mich nie wieder auf Doppel 11 stellen“, sagte De Decker mit einem Augenzwinkern gegenüber Tungsten Tales. Gleichzeitig ordnete er das Match realistisch ein: Wer gegen die Nummer eins der Welt einen Matchdart erhält, habe vieles richtig gemacht.
Für das Wiedersehen in Krakau schlägt der Belgier bewusst leise Töne an. „Ich werde nichts Aufregendes sagen, denn dann ist Littler extra motiviert, und das will ich nicht“, erklärte De Decker mit einem Lächeln. Ob Zurückhaltung diesmal der richtige Ansatz ist, wird sich zeigen. Klar ist: Gegen Littler braucht es eine klare Leistungssteigerung – sonst wird es in Runde zwei extrem schwer.
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