„Das tut mir wirklich sehr weh“ – Danny Noppert ist nach chancenloser Niederlage gegen Rob Cross etwas ratlos

PDC
Dienstag, 21 Juli 2026 um 10:45
Danny Noppert
Danny Noppert kassierte beim World Matchplay in Blackpool ein frühes Aus. Der Niederländer fand gegen einen stark aufspielenden Rob Cross zu keinem Zeitpunkt in die Partie und verlor deutlich mit 3:10. Nach dem Match verzichtete Noppert auf Ausreden und sprach offen über seine Enttäuschung.
Cross übernahm von Beginn an die Kontrolle und brachte den Niederländer mit einem frühen Break auf ein 0:5 in Rückstand. Eine Aufholjagd rückte damit praktisch in weite Ferne. „Nach dem ersten Break und diesem 0:5 rennst du nur noch hinterher", blickte Noppert bei Viaplay zurück. „Mehr kann ich dazu eigentlich nicht sagen."

Fünf verpasste Doppel werden zum Wendepunkt

Im dritten Leg bot sich Noppert mehrfach die Chance, sein Anwurfleg zu halten. Fünf verpasste Doppel verhinderten den frühen Ausgleich und erwiesen sich später als teuer. Im Rückblick wollte der Friese diesen Moment aber nicht überbewerten. „Wenn man das ganze Match betrachtet, war es einfach nicht drin. Ich muss Rob einfach die Hand geben. Er hat verdient gewonnen."
Trotz des wachsenden Rückstands gab Noppert nach eigener Aussage nicht auf und suchte während der gesamten Partie nach einem Weg zurück. „Es ist natürlich sehr ärgerlich, aber ich kämpfe immer weiter. Ich glaube immer daran. Man versucht ständig, einen Moment zu finden, in dem man wieder zu sich findet." Diesen Moment fand er gegen Cross jedoch nicht. „Leider hat das überhaupt nicht geklappt. Ich war einfach überhaupt nicht drin. Rob hat sehr gut gespielt und dann muss man seine Überlegenheit anerkennen."

Noppert räumt Formtief ein

Nach der Partie sprach Noppert ungewohnt offen über seine aktuelle Form. Der Niederländer gestand ein, sich an der Oche derzeit weniger wohlzufühlen, ohne dabei nach Ausflüchten zu suchen. „Leider muss ich einfach sagen, dass ich mich im Moment etwas weniger wohl fühle."
Der frühere UK-Open-Champion lässt sich von der Niederlage aber nicht unterkriegen. Er blickt nach vorn und versucht, aus jedem Auftritt etwas Positives mitzunehmen. „Ich schaue immer positiv in die Zukunft. Der Kalender ist immer unglaublich voll."
Gerade deshalb will Noppert sich nicht zu lange mit der Pleite aufhalten. „Diese Woche hat es leider nicht geklappt. Natürlich willst du beim World Matchplay dein bestes Spiel zeigen, aber das ist nicht gelungen." An seiner Grundeinstellung ändere die Niederlage trotzdem nichts. „Jedes Turnier ist für mich wichtig und jedes Turnier ist schön zu spielen."

Frust trotz intensiver Vorbereitung

Besonders schmerzt Noppert, dass er sich intensiv auf das Turnier vorbereitet hatte. An Einsatz mangelt es dem Friesen nach eigenen Worten nicht, in den entscheidenden Momenten bleibt der Erfolg aber aus. „Ich bin hierüber enorm enttäuscht. Das tut mir wirklich sehr weh."
Auf der Suche nach den passenden Worten fand Noppert schließlich ein treffendes Fazit für seine aktuelle Lage. „Es hat viel Reparatur nötig, sagen wir es so." Die intensive Trainingsarbeit der vergangenen Wochen macht die Situation für ihn zusätzlich frustrierend. „Ich habe in letzter Zeit sehr viel trainiert, aber leider trägt das im Moment keine Früchte. Es kommt einfach nicht raus. Das ist unglaublich schade und auch sehr frustrierend."

Nach Kanada wartet der Urlaub

Für Noppert endet das Turnier in Blackpool früh, direkt in den Urlaub geht es aber noch nicht. Zunächst steht ein Showturnier in Kanada auf dem Programm. „Ich habe erst noch eine kleine Exhibition in Kanada." Anschließend reist er mit seiner Familie nach Gran Canaria, um neue Kraft zu tanken. „Und danach fliege ich mit meiner Familie nach Gran Canaria." Auf den scherzhaften Hinweis, dass auch Kanada ein attraktives Urlaubsziel biete, reagierte Noppert trotz der frischen Enttäuschung mit einem Lachen. „Das ist auf jeden Fall schön. Vielleicht nächstes Jahr."
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