Der Traumstart, auf den
Josh Rock in der
Premier League Darts gehofft hatte, ist bislang ausgeblieben. Der Nordire erlebte in Antwerpen einen schmerzhaften Abend und wurde im Viertelfinale mit 6:2 deutlich von Michael van Gerwen geschlagen. Mit einem Average von nur 79,34 Punkten zeigte Rock ein Niveau, das deutlich unter seinem gewohnten Standard lag. Laut Ex-Profi
Wayne Mardle dürfte genau das ihn am meisten schmerzen.
Rock, aktuell die Nummer neun der Welt, startete mit großen Ambitionen in diese
Premier League-Saison. Sein Debüt in der prestigeträchtigen Liga galt im Vorfeld als logischer nächster Schritt in seiner steil ansteigenden Karriere. Dennoch steht der Zähler nach zwei Spielabenden weiterhin bei null Punkten. Zuvor unterlag er am Eröffnungsabend in Newcastle Jonny Clayton, und in Antwerpen folgte der nächste Dämpfer gegen Van Gerwen. Nach zwei Spieltagen steht „Rocky“ damit trostlos am Tabellenende. Ein Sieg drängt sich daher schnell auf, um das Vertrauen wiederzufinden.
Grund zur Sorge
Während Niederlagen in der Premier League Darts für sich genommen kein Drama sein müssen, sah Mardle vor allem Grund zur Sorge in der Art und Weise, wie Rock auftrat. „In der Premier League Darts geht es nicht darum, dass du sofort gewinnst“, analysierte Mardle. „Es geht darum, dass du dich auf der Bühne gut fühlst. Wenn du zwei Wochen in Folge verlierst, aber gut spielst und Vertrauen in dein Spiel hast, ist das nicht weiter schlimm.“
Nach Ansicht des Engländers liegt genau darin Rocks aktuelles Problem. „Das wird Josh wehtun. Letzte Woche kam er gegen Jonny Clayton nicht in die Partie, weil Jonny überragend war. Diese Woche kam er nicht rein, weil er selbst so schwach spielte. Das ist ein großer Unterschied. Jetzt hat er wirklich etwas, worüber er nachdenken muss.“
Während des Matches gegen Van Gerwen war sichtbar, dass Rock mit seinem Grip haderte. Der Spieler selbst bestätigte dieses Gefühl später über Social Media. „Ich möchte mich bei allen entschuldigen, die mir zugesehen haben“, schrieb er.
„Ich fühlte mich dort oben fantastisch, aber ich hatte überhaupt keinen Grip mit den Fingern. Es ist, wie es ist, wir machen weiter. Voller Respekt für ‚MVG‘.“
Josh Rock verlor seine ersten beiden Partien in der Premier League Darts 2026
Großer Kontrast
Der Unterschied zu seinem üblichen Spiel war groß. Rock gilt als Spieler mit hoher Scoring-Power und einer natürlichen Leichtigkeit am Board. In Antwerpen fehlten jedoch die Geschmeidigkeit und Überzeugung. Seine ersten neun Darts brachten zu wenig ein, und auch auf die Doppel konnte er gegen einen solide spielenden Van Gerwen, der das Match professionell herunterspielte, keinen Druck ausüben.
Mardle verwies in seiner Analyse auf die Situation von Stephen Bunting in der vergangenen Saison. Bunting verlor damals acht Partien in Serie, spielte laut Experten aber weiterhin solide. Am Ende fiel der Groschen und er holte dennoch einen Abendsieg. „Das ist der Unterschied“, so Mardle. „Wenn du weißt, dass du gut spielst, kommt der Sieg von selbst. Aber wenn du schlecht spielst, beginnst du zu zweifeln. Und das kann sich in deinem Kopf festsetzen.“