„Ehrlich gesagt ist das höher, als ich gedacht hatte“ – Kevin Doets überrascht sich selbst mit 95+-Durchschnitt

PDC
Sonntag, 21 Juni 2026 um 10:15
Kevin Doets
Kevin Doets hat bei den Slovak Darts Open 2026 erneut bewiesen, dass er sich immer stärker in der erweiterten Weltspitze etabliert. Der Niederländer setzte sich am Samstag gegen Damon Heta durch und erreichte damit das Achtelfinale des European-Tour-Events. Obwohl er einen Average von rund 95 Punkten spielte, zeigte sich Doets nach der Partie überraschend selbstkritisch.
Viele Profis würden eine solche Leistung gegen einen Gegner vom Kaliber Heta sofort unterschreiben. Doets blickt inzwischen jedoch mit anderen Erwartungen auf sein eigenes Spiel. Der Niederländer hat in den vergangenen Monaten mehrfach bewiesen, dass er regelmäßig Averages von über 100 Punkten erreichen kann. Deshalb bewertet er seine Auftritte mittlerweile nach anderen Maßstäben als noch vor einiger Zeit.

Sieg gegen Heta steht für Doets im Vordergrund

Nach seinem Erfolg in der zweiten Runde wurde Doets auf seinen Average angesprochen. Die Zahl überraschte ihn sogar selbst.
„Ehrlich gesagt ist das doch etwas höher, als ich gedacht hatte“, erklärte der Niederländer. „Ich fühlte mich heute am Board nicht großartig. Es war nicht mein bestes Match.“
Trotzdem gelang ihm ein verdienter Sieg gegen einen der konstantesten Spieler auf der Tour. Heta fand ebenfalls nicht zu seinem besten Spiel, doch Doets nutzte die sich bietenden Möglichkeiten konsequent aus und zeigte vor allem auf die Doppelfelder eine starke Leistung.
Kevin Doets in Aktion
Kevin Doets trifft in der dritten Runde auf Rob Cross
„Ich hatte das Gefühl, dass Damon besser hätte spielen können, als er gezeigt hat. Aber ich habe eigentlich so gut wie alle Chancen, die ich bekam, verwertet. Am Ende bin ich einfach sehr froh über den Sieg.“
Diese Aussage zeigt, wie sich die Sichtweise des Niederländers verändert hat. Statt sich ausschließlich auf den Average zu konzentrieren, legt er zunehmend Wert auf das Ergebnis. Gerade auf höchstem Niveau geht es oft darum, auch dann erfolgreich zu sein, wenn das eigene Spiel nicht perfekt läuft.
Doets gelang genau das. Er blieb ruhig, machte kaum entscheidende Fehler und nutzte die Schwächephasen seines Gegners konsequent aus. Solche Siege gelten häufig als Zeichen eines gereiften Spielers, der gelernt hat, auch schwierige Partien für sich zu entscheiden.

Die eigenen Erwartungen sind deutlich gestiegen

Besonders interessant war die Art und Weise, wie Doets über einen Average von 95 Punkten sprach. Für viele Spieler auf der European Tour stellt ein solcher Wert eine starke Leistung dar. Beim Niederländer löst diese Zahl inzwischen jedoch andere Gedanken aus.
Der Interviewer stellte sogar fest, dass bei Doets mittlerweile fast Enttäuschung mitschwinge, wenn er „nur“ einen Average von 95 Punkten spielt. Der Niederländer konnte dieser Einschätzung durchaus etwas abgewinnen.
„Das ist eigentlich genau so, wie ich es selbst empfinde. Ich habe inzwischen gezeigt, dass ich regelmäßig Averages von über 100 spielen kann. Manchmal sogar über 110. Das ist das Niveau, auf das ich in jedem Match aus bin.“
Damit verdeutlichte Doets, wie stark sein Selbstvertrauen in den vergangenen Monaten gewachsen ist. Seine Leistungen auf der Pro Tour und bei zahlreichen TV- sowie European-Tour-Turnieren haben ihm gezeigt, dass er mit den besten Spielern der Welt mithalten kann.
Gleichzeitig machte er deutlich, dass er seinen Auftritt gegen Heta keineswegs negativ bewerten wollte.
„Ich bin absolut nicht enttäuscht über mein Match heute. Ich bin froh, dass ich gewonnen habe. Ein Average von 95 ist immer noch einfach eine gute Partie. Nur weiß ich, dass ich besser spielen kann.“
Genau diese Mischung aus Zufriedenheit und Ehrgeiz zeichnet viele Spitzenspieler aus. Sie erkennen die Bedeutung eines wichtigen Erfolgs an, verlieren dabei aber nie ihre langfristigen Ziele aus den Augen.

Die Entwicklung des Niederländers wird immer sichtbarer

Der Erfolg gegen Heta ist kein Einzelfall. Bereits seit Monaten zeigt Doets eine beeindruckende Entwicklung. Regelmäßig notiert er hohe Averages und sorgt auf den verschiedenen Turnieren der PDC für starke Ergebnisse.
Vor allem seine Scoring-Power hat sich deutlich verbessert. Immer häufiger produziert er Aufnahmen, die Gegner unter Druck setzen und ihm Vorteile in den Legs verschaffen. Gleichzeitig wirkt sein Spiel insgesamt stabiler und konstanter als noch vor einigen Jahren.
Diese Entwicklung hat auch seine Rolle innerhalb des Teilnehmerfeldes verändert. Früher galt Doets oft als Außenseiter, der an einem guten Tag für Überraschungen sorgen konnte. Mittlerweile gehört er zu den Spielern, denen Experten und Fans tiefe Turnierläufe zutrauen.
Der Sieg gegen Heta liefert dafür erneut einen Beleg. Gegen einen erfahrenen Topspieler behielt er die Kontrolle über die Partie und ließ sich auch in schwierigen Momenten nicht aus der Ruhe bringen. Solche Auftritte stärken nicht nur das eigene Selbstvertrauen, sondern sorgen auch dafür, dass die Konkurrenz den Niederländer immer ernster nimmt.

Rob Cross wartet in der dritten Runde

Nach dem Erfolg über Heta richtet sich der Blick bereits auf die nächste Herausforderung. In der dritten Runde trifft Doets auf Rob Cross, der seit Jahren zu den bekanntesten Namen im Dartsport gehört.
Doets geht mit viel Selbstvertrauen in dieses Duell. Gleichzeitig ist er überzeugt, dass sein Leistungsniveau noch deutlich höher liegen kann als gegen Heta.
„Ich hoffe, dass ich morgen besser spiele“, sagte er mit einem Lächeln. „Ich weiß, dass ich dieses Niveau in mir habe.“
Diese Aussage fasst seine aktuelle Situation treffend zusammen. Der Niederländer glaubt fest an seine Fähigkeiten und weiß, welches Niveau er erreichen kann. Gleichzeitig bleibt er kritisch genug, um ständig nach Verbesserungen zu suchen.
Der Erfolg gegen Damon Heta hat einmal mehr gezeigt, warum Kevin Doets derzeit zu den interessantesten Spielern auf der Tour gehört. Er gewinnt inzwischen nicht nur dann, wenn alles perfekt läuft. Selbst an Tagen, an denen er mit seinem eigenen Spiel nicht vollständig zufrieden ist, findet er Wege zum Sieg. Genau diese Eigenschaft könnte ihm in Zukunft noch viele weitere Erfolge auf der großen Bühne ermöglichen.
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