Darren Webster packt über ein bemerkenswertes Erlebnis aus seiner Darts-Karriere aus. Der ehemalige PDC-Profi schildert, wie ein Gegner nach einer schmerzhaften Niederlage die Fassung verlor und Websters Getränk vom Tisch schlug. Der Engländer nennt den Namen des Spielers nicht, macht aber deutlich, dass er für dieses Verhalten wenig Verständnis aufbringt.
Der inzwischen 58-jährige Webster erzählte die Geschichte im Rahmen seiner Teilnahme an der MODUS Super Series. „The Demolition Man“ betont dabei, dass er Konflikte zwischen Spielern am liebsten auf dem Dartboard klärt.
Gegner verlässt wütend die Halle
„Wie gesagt, ich möchte nicht zu sehr ins Detail gehen und ich werde ganz sicher keine Namen nennen“, beginnt Webster vorsichtig. Anschließend schildert er trotzdem, was damals geschah.
„Was die Leute nicht begreifen, ist, dass ich einen bestimmten Spieler besiegt habe, um mich für diese Woche zu qualifizieren“, erklärt Webster. „Nachdem ich ihn geschlagen hatte, konnte er sich dadurch nicht mehr qualifizieren. Er kam buchstäblich in den Spielerraum, fegte mein Getränk komplett vom Tisch und verließ anschließend das Gebäude.“
Für Webster war der Vorfall damit sofort erledigt. Eine Fortsetzung der Konfrontation wollte er nicht. „Er war weg. Ich hatte auch kein Interesse mehr daran. Aber wenn so etwas passiert, denkst du schon: Moment mal, komm schon.“
Darren Webster machte eine auffällige Enthüllung
Nach Ansicht des Engländers sollte im Darts einzig zählen, was zwei Spieler am Oche zeigen. „Geh einfach auf die Bühne und wirf deine Darts. Dann sehen wir, wer gewinnt. Genau das habe ich immer gemacht. Ich gehe ans Board und lasse den Besseren gewinnen.“
Diese Haltung versucht Webster auch nach Niederlagen beizubehalten. „Wenn ich heute Abend auf die Bühne gehe und jemand schlägt mich, hebe ich die Hände und sage: Gut gemacht. Denn danach musst du dich wieder sammeln und erneut auf diese Bühne.“
Webster stört sich an Spielern, die sich vom Auftreten ihres Gegners aus der Ruhe bringen lassen. Als Beispiel nennt er Justin Pipe, der während seiner PDC-Karriere für sein besonders langsames Tempo bekannt war.
„Die Leute sagen dann: ‚Das ist sein Spiel‘ oder ‚das ist deren Spiel‘. Aber so bin ich nicht“, führt Webster fort. „Ich habe gegen Justin Pipe gespielt, und die Leute haben sich ständig über ihn beschwert. Ich habe mich nie ein einziges Mal über Justin beschwert, weil er seine Darts langsam wirft.“
Laut Webster nutzte Pipe sein gemächliches Tempo nicht aus, um Gegner bewusst aus dem Rhythmus zu bringen. „Er geht zum Board, zieht seine Darts heraus und hält dich ansonsten überhaupt nicht auf. Er ist einfach ein langsamer Spieler. So spielt er nun mal.“
Tour Card verloren
Webster erlebte über Jahre eine erfolgreiche Phase innerhalb der PDC. Der Engländer sicherte sich unter anderem einen ProTour-Titel und erreichte bei den Players Championship Finals das Halbfinale.
2024 endete seine Zeit als Tour-Card-Inhaber. Nach einem Form- und Ergebnisrückgang verlor „The Demolition Man“ seinen Platz auf dem Profi-Circuit.