„Er hat sich selbst schlechtgeredet“ – Wayne Mardle zweifelt an der mentalen Verfassung von Gerwyn Price vor den Play-offs der Premier League Darts
PDCDie Spannung mit Blick auf die Play-offs der Premier League Darts steigt von Tag zu Tag, doch rund um Gerwyn Price schwirren derweil einige Fragezeichen. Der ehemalige Weltmeister sicherte sich trotz einer wechselhaften Saison die Teilnahme am Finaltag in der Londoner O2 Arena, wo im Halbfinale ein harter Brocken namens Luke Littler wartet. Dennoch fragt sich Ex-Profi und Experte Wayne Mardle offen, ob der Waliser aktuell mental überhaupt in der richtigen Verfassung ist, um erneut einen Angriff auf den Titel zu starten.
Unsicherheit überwiegt
Price beendete die Premier League Darts schließlich als Vierter und sicherte sich damit einen Platz unter den letzten Vier. Auf dem Papier ist das erneut eine starke Leistung von „The Iceman“, zumal er während der Saison zwei Abendsiege einfuhr und mehrfach beeindruckende Averages spielte. In den vergangenen Wochen dominierte jedoch vor allem die Unsicherheit rund um die aktuelle Nummer acht der Welt.
Die Sorgen resultierten vor allem aus den zahlreichen Absagen von Price bei den Players Championship-Turnieren. Zudem sprach er in den vergangenen Wochen wiederholt über körperliche Beschwerden und gesundheitliche Probleme, was laut Wayne Mardle womöglich auch mental Spuren hinterlassen hat.
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„Wenn Gerwyn Price in ein Turnier startet, weiß er, dass er es gewinnen kann“, sagte Mardle in seiner Analyse nach dem letzten Spieltag. „Die ganze Dartswelt weiß das ebenfalls. Aber in den letzten Wochen hat er sich selbst doch ein wenig klein geredet.“
Laut dem ehemaligen Premier-League-Finalisten ist das ungewöhnlich für einen Spieler, der sonst für sein enormes Selbstvertrauen und seine Ausstrahlung auf der Bühne bekannt ist.
„Er spricht fortwährend über gesundheitliche Probleme und zieht sich hier und da aus Turnieren zurück“, so Mardle. „Dadurch frage ich mich, ob dies vielleicht die flachste Phase ist, die er in dieser ganzen Premier-League-Saison hatte.“
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Dennoch gab es am Donnerstagabend in Sheffield wieder einen Blick auf den alten Price. Im Viertelfinale gegen Gian van Veen produzierte der Waliser einen beeindruckenden Average von 105,97 und gewann souverän mit 6:2. Vor allem auf die Doppelfelder wirkte er scharf und aggressiv, etwas, das ihn jahrelang zu einem der gefährlichsten Spieler der Welt machte.
Gerwyn Price trifft in den Halbfinals der Play-offs auf Luke Littler
Im Halbfinale erwies sich Stephen Bunting jedoch mit 6:3 als zu stark. Trotz dieser Niederlage qualifizierte sich Price für die Play-offs, auch weil er den Großteil der Saison fest in den Top Vier stand.
Mardle betonte, dass die Klasse von Price stets ausreiche, um Partien an sich zu ziehen, selbst wenn er nicht sein absolutes Topniveau erreicht. „Seine pure Klasse sorgt am Ende immer dafür, dass er da ist, wenn es zählt“, sagte Mardle. „Er war eigentlich nie wirklich in Gefahr, die Play-offs zu verpassen.“
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„Konkurrenz mit mehr Selbstvertrauen Richtung Play-offs“
Dennoch glaubt der Experte, dass einige Konkurrenten derzeit mit mehr Selbstvertrauen nach London reisen. Er nannte dabei explizit Weltmeister Luke Humphries, Premier-League-Spitzenreiter Luke Littler sowie Jonny Clayton als Spieler, die aktuell mental stabiler wirken. „Ich denke, dass Humphries momentan das Gefühl hat, besser aufgestellt zu sein als Gerwyn“, erklärte Mardle. „Das gilt vermutlich auch für Littler und Clayton.“
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Auf Price wartet im Halbfinale sofort eine knifflige Aufgabe gegen Luke Littler. Das 19-jährige englische Supertalent dominierte weite Teile der Saison und beendete die reguläre Phase überzeugend als Nummer eins. Littler gewann mehrere Spieltage und wirkt derzeit vor Selbstvertrauen strotzend.
Dennoch warnt Mardle ausdrücklich davor, Price abzuschreiben. Seiner Meinung nach bleibt der Waliser einer der gefährlichsten Spieler, sobald er seinen Rhythmus findet. „Das heißt absolut nicht, dass ‚Gezzy‘ nächste Woche nicht gewinnen kann“, schloss Mardle. „Wer ihn abschreibt, ist ein Idiot.“

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026











