„Zum World Cup bin ich definitiv fit“ – Emotionaler Ricardo Pietreczko meldet sich nach schwierigen Wochen zurück

PDC
Samstag, 23 Mai 2026 um 6:00
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Der Sieg bedeutete Ricardo Pietreczko am Freitagmittag bei den International Darts Open sichtbar mehr als nur den Einzug in die zweite Runde. Nach schwierigen Wochen und auffälligen Problemen mit seinem Wurf zeigte sich der Deutsche nach dem Erfolg gegen Maik Kuivenhoven emotional und kämpferisch zugleich.
Ricardo Pietreczko bildet gemeinsam mit Martin Schindler das deutsche Team für den World Cup of Darts Mitte Juni in Frankfurt. Aufgrund seiner schwachen Ergebnisse und der sichtbaren Probleme mit dem Wurf diskutieren Fans und Experten allerdings seit Wochen darüber, ob Deutschlands Nummer zwei freiwillig auf seinen Startplatz verzichten sollte. Stattdessen wird immer wieder der formstarke Niko Springer als möglicher Kandidat für Team Deutschland genannt.
Im Interview auf der Bühne mit Philip Brzezinski sprach Pietreczko offen über seine aktuelle Situation. Besonders seine Worte zum kommenden World Cup of Darts dürften vielen deutschen Fans Hoffnung machen.
Brzezinski hob zunächst hervor, wie wichtig dieser Sieg gewesen sei. Gerade der Average um die 85 Punkte sei nach den vergangenen Wochen „eine ganz, ganz tolle Verbesserung“ gewesen. Pietreczko rang anschließend sichtbar mit den Emotionen. Gerade in den letzten Wochen spielte Pietreczko öfter unter 70 Punkten im Average und brach sogar ein Spiel auf der Pro Tour ab.
„Ich glaube, man merkt auch, was das für mich gerade bedeutet, nach den schweren... Oh Gott...“, begann Pietreczko, der sichtbar mit den Tränen zu kämpfen hatte. Danach fügte er an: „Ich glaube, man weiß, was ich in letzter Zeit alles mitgemacht habe. Und dieser Sieg ist wirklich für mich einfach zu zeigen, ich bin da und zum World Cup bin ich definitiv fit.“
In den vergangenen Wochen war immer deutlicher geworden, dass der ehemalige German Darts Championship Sieger mit Problemen beim Wurf zu kämpfen hat. Auch auf der Bühne in Riesa war eine veränderte Bewegung im Ablauf seines Wurfes zu erkennen. Brzezinski sprach dies direkt an und verwies auf die neue Ausgleichs- beziehungsweise Zielbewegung.
Pietreczko erklärte offen, dass er aktuell versucht, seinen Kopf mit dieser Veränderung auszutricksen. „Definitiv, also ich versuche gerade ein bisschen, meinen Kopf auszutricksen mit dieser Bewegung und es funktioniert“, sagte der 31-Jährige.
Gleichzeitig machte er klar, dass er langfristig wieder zu seinem gewohnten Wurf zurückfinden möchte. „Ich versuche wieder zu meinem Wurf zurückzukommen und ja, ich gebe mein Bestes, dass ich wieder zu meinen alten Stärken zurückkomme.“
Der Sieg gegen Kuivenhoven war sportlich vielleicht kein Glanzauftritt, emotional aber womöglich einer der wichtigsten Erfolge der vergangenen Monate für den Deutschen. Gerade mit Blick auf den World Cup of Darts dürften seine Aussagen für Erleichterung sorgen.
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