„Er lebt in einer ungefilterten Welt“ – Ex-Profi warnt Stephen Bunting vor Social-Media-Falle

PDC
durch Nic Gayer
Freitag, 09 Januar 2026 um 11:00
Stephen Bunting (3)
Stephen Bunting steckt derzeit mitten in der Vorbereitung auf eine weitere Premier-League-Saison. Doch nach Ansicht von Ex-Profi Matt Edgar sollte sich der Engländer nicht nur sportlich, sondern vor allem mental besser absichern. Edgar empfiehlt „The Bullet“, einen Social-Media-Manager einzuschalten, nachdem Bunting zuletzt offen über massiven Online-Hass gesprochen hatte. Dieser richtete sich nach seinem frühen Ausscheiden bei der vergangenen Darts WM nicht nur gegen ihn selbst, sondern sogar gegen seinen Sohn.
Die aktuelle Nummer sieben der Welt erlebte eine enttäuschende Weltmeisterschaft und schied bereits in der Runde der letzten 32 aus. Diese Niederlage löste eine Welle negativer Reaktionen in den sozialen Medien aus. Bunting machte öffentlich, dass nicht nur er, sondern auch seine Familie Ziel verletzender und teils hasserfüllter Nachrichten wurde. Der Vorfall zeigte einmal mehr, wie schmal der Grat zwischen Popularität und öffentlicher Abrechnung im modernen Sport geworden ist.

Premier League Darts als mentaler Prüfstein

Nach Ansicht von Matt Edgar könnte ausgerechnet die anstehende Premier League Darts entscheidend dafür sein, wie sich Bunting in den kommenden Monaten entwickelt. Im Gespräch mit dem Love the Darts Podcast erklärte Edgar, dass ein schwacher Start in die wöchentliche Roadshow sowohl auf als auch neben der Bühne eine gefährliche Abwärtsspirale auslösen könne.
Stephen Bunting erlebte bei der Darts WM 2026 ein überraschendes Drittrunden-Aus
Stephen Bunting erlebte bei der Darts WM 2026 ein überraschendes Drittrunden-Aus
„Ich denke, er muss stark beginnen“, sagte Edgar. „Wenn er schlecht in die Saison startet, gerät er sofort ins Hintertreffen. Und wir wissen, wie aktiv er in den sozialen Medien ist. Dann dauert es nicht lange, bis sich die Leute einmischen.“
Bunting ist bekannt für seinen engen und direkten Kontakt zu den Fans. Über seinen YouTube-Kanal The Bunting Effect sowie durch seine starke Präsenz auf Plattformen wie X und Instagram hat er sich in den vergangenen Jahren eine große Anhängerschaft aufgebaut. Der Fangesang „Let’s go Bunting mental“ ist längst fester Bestandteil der Darts-Arenen. Diese Offenheit wird oft positiv hervorgehoben, doch Edgar warnt, dass genau diese Zugänglichkeit Bunting auch angreifbar macht.

Offenheit als Stärke – und als Risiko

„Wir haben gesehen, wie emotional er bei der WM wurde“, führte Edgar aus. „Er muss verhindern, dass er erneut dieser negativen Energie ausgesetzt wird. Ich würde ihm raten, während der Premier League Darts jemanden zwischen ihn und seine sozialen Medien zu schalten.“
Nach Edgars Einschätzung muss es dabei nicht zwingend ein professioneller Social-Media-Manager sein. Entscheidend sei vielmehr eine Filterfunktion. „Ob ein Familienmitglied oder ein Social-Media-Manager: Er braucht jemanden, der entscheidet, was er zu sehen bekommt und was nicht. Derzeit lebt er in einer ungefilterten Welt, in der jeder direkten Zugang zu ihm hat.“
Der Appell kommt zu einem Zeitpunkt, an dem Buntings Nominierung für die Premier League Darts von Teilen der Fans und auch von Analysten kritisch hinterfragt wird. Im vergangenen Jahr belegte der Engländer den letzten Tabellenplatz. Auch bei den großen TV-Turnieren blieb der sportliche Erfolg zuletzt aus. In seinen vergangenen sechs Major-Turnieren scheiterte Bunting jeweils spätestens in Runde drei.
Mit dem bevorstehenden Start der Premier League Darts steht für den 40-jährigen Engländer daher viel auf dem Spiel – nicht nur sportlich, sondern auch mental. In einer Zeit, in der Spitzensportler immer häufiger mit Online-Hass und extremen Meinungen konfrontiert werden, wirkt Edgars Warnung aktueller und relevanter denn je.
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