Der dritte Spieltag der
Premier League Darts 2026 gehörte Jonny Clayton. Der 51-jährige Waliser setzte sich in der OVO Hydro in Glasgow durch und besiegte im Finale Gian van Veen klar mit 6:2. Clayton spielte abgeklärt, nutzte seine Chancen konsequent und krönte einen Weltklasse-Abend mit dem Wochentitel.
Im Vorlauf des dritten Spieltags dominierten jedoch nicht Clayton, van Veen oder Price die Schlagzeilen. Stattdessen richtete sich der Blick vieler Experten auf den Titelverteidiger – und vor allem auf die Einschätzung eines prominenten TV-Analysten.
Clayton führt – doch Mardle schwärmt von Humphries
Nach drei Spieltagen führt Clayton auch die Tabelle an.
Der krankheitsbedingt fehlende Michael van Gerwen folgt mit nur einem Punkt Rückstand. Van Veen liegt drei Zähler hinter Clayton auf Rang drei.
Mission Titelverteidigung: Nach drei Spieltagen steht Luke Humphries auf Rang fünf der Premier-League-Tabelle
Titelverteidiger
Luke Humphries rangiert aktuell auf Platz fünf und damit knapp außerhalb der Play-off-Plätze. „Cool Hand Luke“ fehlt lediglich ein Punkt auf den derzeitigen Vierten Gerwyn Price. Am dritten Spieltag verlor Humphries im Halbfinale trotz deutlich höherem Average knapp mit 5:6 gegen van Veen.
Trotz der Niederlage zeigte sich der frühere Premier-League-Teilnehmer und heutige TV-Experte
Wayne Mardle beeindruckt. „Er spielt derzeit das konstanteste Darts auf dem Planeten“, erklärte Mardle. „Wenn er diese Form hält, könnte er einer der größten Favoriten auf den Titel werden.“
„Wochentitel werden nicht lange auf sich warten lassen“
Mardle ordnet Humphries’ Situation differenziert ein. „Ja, er hat Probleme mit Littler, aber wer nicht?“, sagte er. Auch wenn Humphries nicht jeden direkten Konkurrenten schlägt, spricht seine Form eine deutliche Sprache. Die Leistungen des 30-jährigen Engländers lassen sich nicht länger ignorieren.
„Wenn Luke Humphries noch einen Monat auf diesem Niveau spielt, kann er die Play-off-Teilnahme bereits absichern. Er könnte drei Wochen in Folge gewinnen, und weil er so oft so gut spielt, sehe ich nicht, dass da etwas schiefgeht oder er plötzlich außer Form gerät.“
Gerade diese Konstanz hebt ihn im aktuellen Feld hervor. Viele Topspieler durchleben immer wieder Phasen mit Schwankungen. Mardle verwies dabei ausdrücklich auf große Namen des Sports: „Sie gehen alle durch Phasen, Jonny Clayton, Gerwyn Price, Michael van Gerwen – sie alle hatten ihre Probleme. Hoffen wir übrigens, dass es Michael nächste Woche wieder gut geht.“ Für Mardle entscheidet sich Erfolg oft in starken Momenten. „Es kommt darauf an, was du in diesen guten Phasen machst“, betonte er.