
Michael Smith wird in diesem Jahr zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt nicht beim World Matchplay antreten. Das letzte mal World Matchplay ohne den Engländer gab es vor 12 Jahren: 2013 verpasste „Bullyboy“ die Qualifikation ebenfalls. Nach einer 4:6-Niederlage gegen Thibault Tricole beim heutigen Players Championship 21 war sein Schicksal endgültig besiegelt.
Sein Debüt in dem berühmten Winter Gardens feierte Smith 2012. Danach war er von 2014 bis 2024 jedes Jahr dabei. Anfangs lief es für den Mann aus St. Helens in Blackpool noch zäh. Doch 2019 folgte mit dem Finaleinzug der Durchbruch. In den Jahren danach schaffte er es noch einmal ins Viertelfinale und zweimal ins Halbfinale – zuletzt 2024.
Doch der jüngste Halbfinal-Einzug konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass 2024 sportlich ein enttäuschendes Jahr für Smith war. In der PDC Order of Merit rutschte er immer weiter ab. Der Knackpunkt: Bei der Weltmeisterschaft im Alexandra Palace musste Smith seinen WM-Titel aus dem Jahr 2023 verteidigen. Doch durch das Aus in der vierten Runde verlor er einen großen Batzen seines Preisgeldes – und stürzte in der Weltrangliste ab.
Auch auf der Pro Tour blieb der 33-Jährige deutlich hinter den Erwartungen zurück. In dieser Saison stand Smith bei 29 Pro Tour Turnieren nur zweimal im Halbfinale und zweimal im Viertelfinale. Das reichte nicht, um sich über die Pro Tour Order of Merit für Blackpool zu qualifizieren.
Ein Grund für die Formkrise könnte Smiths Gesundheitszustand sein. Anfang des Jahres machte er öffentlich, dass er an Arthritis in der Wurfhand leidet. Die Ursache liegt laut Smith in zwei gebrochenen Handgelenken, die er sich als 19-Jähriger zuzog. Die Spätfolgen machen sich nun bemerkbar.
„Dies ist kein Aufruf zum Mitleid. Ich will nur erklären, was los ist“, stellte Smith vor einiger Zeit klar. „Ich habe mich nie von Schmerzen stoppen lassen. Ich habe ein World Cup-Finale mit gebrochener Hand gespielt, stand mit einer Leistenverletzung im UK-Open-Finale und habe trotz Knöchelproblemen Turniere gewonnen. Ich lasse mich nicht unterkriegen und verspreche, dass ich sehr bald wieder angreife.“
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— Michael Smith (@Michael180Smith) January 31, 2025

Oliver RiedRedakteur
Oliver Ried ist seit Ende 2024 Redakteur bei Dartsnews.de. Er berichtet dort über den professionellen Dartsport und erstellt regelmäßig Liveblogs zu den wichtigsten Turnieren und Ereignissen, darunter die PDC World Darts Championship, die Premier League Darts und das World Matchplay. Ergänzend veröffentlicht er Berichte, Einordnungen und Hintergrundtexte zum Geschehen auf der PDC-Tour. Seit Anfang 2025 schreibt er zudem für Radsportaktuell.de über den professionellen Radsport.
Oliver ist in Würzburg stationiert. Neben seiner redaktionellen Arbeit ist er selbst aktiver Dartspieler und bringt dadurch zusätzliche Praxisnähe in seine Berichterstattung ein. Er studiert Grundschullehramt und legt bei seinen Artikeln Wert auf sorgfältige Quellenprüfung, klare Einordnung und verlässliche Informationen. Inhalte aktualisiert er, sobald neue, gesicherte Details vorliegen.
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Aktuelle Kommentare
- Keiner der Spieler darf sich über Pfiffe oder nicht vorhandenen Respekt beschweren. Ich war Donnerstag, Freitag, Samstagabend und Sonntagnachmittag vor Ort. Es war immer ein sehr faires Publikum. Und wenn Littler und seine Mutter jetzt auch noch respektvoll mit anderen Spielern umgehen, sollte den Aussagen von Littler nichts im Wege stehen.
Grobi25-10-2026 - Sorry, Mensur, zu spät. Wer solche Aussagen in tiefer Emotionalität äußert, der meint diese ernst. Denn das rationale Denken funktioniert in solchen (positiven) Stressmomenten seltens. Und wenn die Wahrnehmung so eingeschränkt ist, dass ich als Profispieler nicht mitbekomme, dass mein Gegner Matchdarts hat, dann stimmt in der Wahrnehmung etwas nicht. Also sorry, Mensur. Entschuldigung nicht angenommen, zumindest von mir. Und was vom Inhalt seines Statement ist mit KI geschrieben? Steht ganz oben. NI wäre hier angebracht gewesen.
Grobi12-10-2026 - Weiß man ob es die rechte oder linke Hand ist? In jedem Fall extrem bitter….Robertuil09-10-2026
- Ricke Evans ist Stand jetzt für die WM qualifiziert. Quelle: Dartsrankings In der ProTour Rangliste werden die Personen rausgerechnet, die bereits qualifiziert sind. Das hat der Autor hier nicht berücksichtigt.FabianD24-09-2026
- Aspinall lag 1:3 hinten , nicht 1:4 🎯Pool1809419-09-2026
- Was ein toller Mensch er doch gewesen ist. Der deutsche Dartsport wäre ohne ihn lange nicht da, wo er heute wäre. Super Artikel 👍ArturBoruc24-08-2026
- Und wer ist jetzt für Amsterdam qualifiziert?Julian1122-08-2026
- Er hat keinen Bock auf Deutschland und findet es hier schrecklich, weil er (zwei-)mal bei einem oder zwei Turnieren von einigen "Dartfans" ausgepfiffen wurde. Das mochte er nicht und deswegen bleibt es Deutschland fern. Ausnahme war der World Cup, da siegte sein Patriotismus und der Ehrgeiz, einmal alles gewonnen zu haben. Er hat es auch mal selbst so geschrieben bzw gesagt, dass er Deutschland (gemeint sind wahrscheinlich Turniere in Deutschland) schrecklich findet.
Grobi18-08-2026 - Danke für den ausführlichen Bericht über Jamie. Generell finde ich es klasse das du dich "fast vergessenen Spielern" annimmst. Wäre grundsätzlich bei Dartnews ein interessantes Dauerthema.XJRLion18-08-2026
- „Littler findet Deutschland einfach ein schreckliches Land“Reißerische Überschrift, aber Gründe lieferst du leider keine. Klar kann man verstehen das einige Topspieler, wie kürzlich Gary Anderson, sagten das er "keinen Bock darauf habe" mehrere Std. am Flughafen zu stehen bis es aufgrund aller Kontrollen weitergeht. Doch erklär uns, gerade aufgrund deiner Überschrift, bitte warum Luke scheinbar grundsätzlich keinen Bock auf Deutschland hat.XJRLion18-08-2026











