Jan Schmidt bleibt die große Überraschung der
European Darts Open in Leverkusen. Der junge Deutsche setzte seinen beeindruckenden Lauf fort, indem er in der zweiten Runde den ehemaligen World-Grand-Prix-Champion Mike De Decker nach einem nervenaufreibenden Entscheidungsleg mit 6:5 bezwang.
Für Schmidt ist es erneut ein denkwürdiger Sieg beim European-Tour-Turnier im eigenen Land. Der Deutsche, der sich über das Qualifikationsturnier für Host Nation Qualifiers einen Platz im Hauptfeld gesichert hatte, sorgte nämlich bereits in der ersten Runde für einen Paukenschlag.
Schmidt lag in seinem Auftaktmatch bereits mit 1:5 gegen Cameron Menzies zurück, drehte die Partie jedoch komplett und zog das Spiel im Entscheidungsleg mit 6:5 noch an sich. Und auch gestern Abend musste er wieder bis ans Limit gehen. Die Partie blieb über die gesamte Distanz ausgeglichen, doch am Ende war es erneut der Deutsche, der im Last-Leg-Entscheid die Oberhand behielt. Er profitierte allerdings auch von der nötigen Hilfe De Deckers, denn der Belgier präsentierte sich mit einem Average von lediglich 78 überhaupt nicht.
Nach dem Match blieb Schmidt bemerkenswert gelassen ob seines jüngsten Erfolgs. Für ihn spielt es kaum eine Rolle, wer neben ihm auf der Bühne steht. „Ich nehme, was kommt. Für mich ist es nicht wichtig, wer mein Gegner ist“, erklärte Schmidt nach seinem Sieg über De Decker. „Ich versuche einfach, mein eigenes Spiel zu spielen. Ich trete gegen die besten Spieler der Welt an, und dann sehen wir morgen, was passiert.“
In der dritten Runde der
European Darts Open wartet erneut ein harter Prüfstein. Schmidt trifft auf den erfahrenen James Wade, der sich dank eines 6:4 gegen Maik Kuivenhoven für die letzten Sechzehn qualifizierte.
Für die deutsche Sensation winkt damit erneut die Chance, vor heimischem Publikum eine weitere Überraschung zu landen, während sein märchenhaftes Wochenende in Leverkusen vorerst weitergeht.