„Als Spieler kann ich ihn nicht ausstehen“ – Michael Smith nennt einen überraschenden Namen als schwierigsten Gegner seiner Karriere

PDC
Montag, 10 August 2026 um 17:30
Michael Smith
Michael Smith nannte einen bemerkenswerten Namen, als er gefragt wurde, gegen welchen Gegner er in seiner Karriere am unliebsten gespielt hat. Nicht wegen dessen Scoring-Power oder starker Finishes, sondern wegen dessen extrem langsamer Spielweise. Laut dem ehemaligen Weltmeister war niemand frustrierender als Mensur Suljovic.
Der inzwischen 35-jährige Engländer traf den Österreicher insgesamt 23-mal auf dem PDC-Circuit. Suljovic setzte sich dabei dreizehnmal durch und baute so eine positive Bilanz gegen Smith auf. Vor allem ihr Duell bei den Players Championship Finals 2015 ist Smith noch glasklar in Erinnerung. Suljovic gewann damals deutlich mit 10-3 und zog in die dritte Runde ein.

„Ich kann ihn als Spieler nicht ausstehen“

Nicht so sehr das Ergebnis, sondern vor allem die Art und Weise, wie Suljovic seine Partien anging, hinterließ Eindruck bei Smith. Der Österreicher war jahrelang für sein langsames Tempo an der Oche bekannt, womit viele Gegner zu kämpfen hatten.
„Mensur Suljovic, bei den Players Championship Finals“, sagte Smith gegenüber Shot Darts. „Selbst das Publikum wandte sich gegen ihn und er wurde ausgebuht, weil er so langsam spielte.“
Laut Smith war das alles andere als Zufall. „Er weiß genau, was er tut. Er macht es absichtlich. Aber als Mensch finde ich Mensur großartig, nur als Spieler kann ich ihn nicht ausstehen.“

Hotelzimmer über alles

Neben seinem offenen Urteil über Suljovic erklärte Smith auch, wie er sich bei mehrtägigen Turnieren auf seine Partien vorbereitet. Während manche Spieler trainieren, entspannen oder die Umgebung erkunden, setzt der „Bully Boy“ vor allem auf möglichst viel Ruhe.
„Schlafen“, antwortete Smith lachend auf die Frage, wie er seine freie Zeit bei Turnieren verbringt. „Gerade wenn ich viel reisen muss, bleibe ich einfach im Bett.“
Seine Matchroutine ist dabei bemerkenswert schlicht. „Erst fünf Stunden bevor ich spielen muss, stehe ich auf. Dann gehe ich unter die Dusche und fahre etwa vier Stunden vor meinem Match zur Spielstätte.“
Auch wenn er mehrere Tage im Hotel bleibt, ändert sich daran wenig. „Wenn ich drei Tage im Hotel bin, liege ich davon bestimmt zweieinhalb Tage im Bett. Horizontal und schlafend.“

„Das bleibt das beste Leg aller Zeiten“

Smith wurde zudem gefragt, welches Leg für ihn das beste aller Zeiten ist. Für den Engländer besteht daran keinerlei Zweifel. Er verweist direkt auf das Leg aus dem WM-Finale 2023 gegen Michael van Gerwen, in dem er auf spektakuläre Weise einen Neundarter warf.
Dieses Leg wird häufig mit dem sensationellen perfekten Leg von Luke Littler gegen Josh Rock beim World Matchplay im vergangenen Jahr verglichen, in dem beide Spieler fehlerlos blieben, bis Littler den Neundarter vollendete. Smith findet seinen eigenen Moment jedoch weiterhin beeindruckender.
„Das WM-Finale“, stellte er resolut klar. „Über dieses Leg von Luke Littler und Josh Rock wird oft diskutiert. So ein Leg mit zweimal 180 und danach einem perfekten Finish habe ich selbst auch oft erlebt.“
Laut Smith macht gerade der Kontext seinen Neundarter unerreicht. „Michael van Gerwen verpasste zuerst Doppel 12. Danach kam mein ‚Hold my drink‘-Moment, in dem ich gezeigt habe, wie es geht. Das wird nie übertroffen werden.“
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